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Tipp des Monats ...

Juni 2026 | Tiwayo – Outsider

Kürzlich lief im Radio ein Song, der mich auf Anhieb packte. Eine warme, kraftvolle Stimme, dazu ein großartiges Gitarrensolo – und plötzlich hieß der Sänger Tiwayo. Auf seinem neuen Album „Outsider“ verbindet der Franzose Blues, Soul und Gospel mit einer erstaunlich authentischen Retro-Atmosphäre, ohne dabei altbacken zu wirken. Eine Perle reiht sich an die nächste: mal rau und schleppend wie in den Südstaaten, mal funky und beschwingt, dann wieder melancholisch und ganz reduziert. Vor allem aber steht immer diese besondere Stimme im Mittelpunkt. Warum mich Songs wie „I’ve Got To Travel Alone“ oder „Daddy Was Born With The Blues“ sofort gepackt haben und weshalb „Outsider“ für mich Blues und Soul in Perfektion bietet, verrate ich in meiner Rezension.

Wiederentdeckt im Monat ...

Juni 2026 | Ryan Adams – Gold

Als Ryan Adams im Jahr 2001 sein Album Gold veröffentlichte, entstand ein Werk, das bis heute als einer der Höhepunkte seines Schaffens gilt. Zwischen Americana, Country, Rock und gefühlvollen Balladen zeigt sich der US-Amerikaner als herausragender Songwriter mit einem feinen Gespür für Melodien, Stimmungen und Geschichten. Mal kraftvoll und unbeschwert, mal nachdenklich und melancholisch, entfaltet das Album eine bemerkenswerte Vielfalt, ohne dabei jemals seinen roten Faden zu verlieren.
Während einige Songs unmittelbar ins Ohr gehen, offenbaren andere ihre ganze Schönheit erst nach mehreren Durchläufen. Genau das macht für mich den besonderen Reiz von Gold aus. Seit vielen Jahren gehört das Album zu jenen Platten, die ich immer wieder aus dem Regal ziehe und mit derselben Begeisterung höre wie beim ersten Mal.

Klangspuren

SHEARWATER – The New World

Bereits im Juni 2025 hatte ich das Album "The Great Awakening" als Youtube-Tipp vorgestellt. Die Scheibe lief damals erstaunlich häufig durch die heimischen Lautsprecher und erinnerte mich nicht selten an die großartigen TALK TALK. Vor allem die Atmosphäre, die Weite der Arrangements und die Fähigkeit, Spannung eher aufzubauen als sie plakativ vor sich herzutragen, machten das Album für mich zu einer besonderen Entdeckung. Entsprechend neugierig bin ich nun auf das angekündigte Nachfolgewerk. Die Band kündigt dies mit dem Titel "The New World" zum 31.07.2026 an. Auf Bandca …
Neu im Portal

Annika Fehling - Ja Tack

Bereits im Jahr 2010 erntete sie mit 12 entspannten Folksongs mit musikalischen Abstechern in die Country-, Blues- und Popmusik gute Kritiken anlässlich ihrer damaligen Veröffentlichung „Fireflies“, Es geht um die schwedische Musikerin Annika Fehling. Nun, viele Jahre später, liegt mir das aktuelle Album "Ja Tack" vor. "Ja Tack", ich denke, soll es heißen, „Ja, dankeschön“ ? Nun, gleich vorweg, ja, ich spreche schon jetzt einmal meinen Dank aus für die elf Songs, weil sie mich in den Genuss sehr schöner und bezaubernder Musik bringen. Nun, alle Texte sind auf Schwedisch, aber so kann ich mich zunächst einmal allein auf die Musik konzentrieren.


THE WESTERN FRONT - Eureka

Weder die Band THE WESTERN FRONT noch ihr Album Eureka waren mir bislang ein Begriff. Umso neugieriger wurde ich, als ich von einem Werk las, das mehr als vierzig Jahre unveröffentlicht in den Archiven geschlummert haben soll und heute von vielen Kritikern begeistert aufgenommen wird. Tatsächlich erwartet den Hörer hier ein hervorragend gespieltes Album zwischen AOR, melodischem Rock und klassischem US-Rock der 80er Jahre, veredelt durch Musiker wie Scott Gorham (THIN LIZZY). Doch handelt es sich wirklich um das verschollene Meisterwerk, als das es mancherorts gefeiert wird? Meine Spurensuche führte zu einem guten, teilweise sehr guten Album – und zu einer etwas differenzierteren Einschätzung.

Cotton Pickers - Pickin' Out Strong

Ja, diese Musik ist sehr lebendig und sprüht voller rauer Spielfreude, jeder Song wirkt glaubhaft, ausgereift und professionell dargeboten durch alle drei Musiker, sicher, man hat hier „das Rad nicht neu erfunden“, aber der Unterhaltungswert ist ein recht hoher. Alle zehn Songs kommen wie aus einem Guss, es gibt keinen Ausfall, mir selbst gefallen solche shuffelnden Nummern wie „It's Time“ am besten, hier kann die Band ihr Feeling in voller Breite ausspielen! Eigentlich ist diese Musik in genau dieser Art mittlerweile recht „altmodisch“ und schnörkellos, und ich freue mich, dass sich dieses Genre auf diese klassische Art mit den Cotton Pickers neu ausdrückt und kraftvoll belebt wird, und mit einem „modernen“ Anstrich etwas aufgepeppt wurde.

Rag-And-Bone - Strain

Es fällt mir angenehm auf, dass sich die Band so gar nicht an modernen Ausprägungen der Musik orientiert, sondern eher „altmodisch“ agiert, und sich dabei der langen Geschichte der Rockmusik bedient, ohne Gefahr zu laufen, Plagiate abzuliefern. Als Grundpfeiler der Musik entdecke ich Rockmusik, die sich mit Zutaten der Popmusik einschmiegend paart. Dabei entstehen auch solche Songs mit einer individuell stark geprägten Ausstrahlung wie „Pour Out The Rain“, auch irgendwie ein echter „Hit“! Und mir fiel es einfach nicht ein, woran mich dieses Arrangement erinnert, bis dann der „Groschen fiel“: The Pretty Things mit „Sickle Clowns“ von der Platte „Parachute“. Und somit stecke ich assoziativ erneut in den Siebzigern.

Ocean Fanfare - Third Nature

Die Geschichte dieses dänisch-polnischen Projekts, Ocean Fanfare, geht zurück bis in das Jahr 2012. Seinerzeit arbeitete man zusammen mit dem Schlagzeuger Tyshawn Sorey, der die Band bis zu ihrem Debütalbum „Imagine Sound, Imagine Silence“ begleitete. Im Zuge einer Reihe mit der Bezeichnung "Nature Trilogy" wurden die Alben "First Nature, Ecological Relations"(2019) und "Second Nature, Capitalist Transformation" (2021) eingespielt,

Und nun wird das aktuelle Album "Third Nature" als dritter Teil dieser Trilogie vorgelegt, mit Musik, die sich recht offen gestaltet, mit einem hohen Anteil an kollektiver Improvisation.


Arbenz Feat. Frisell / Osby - Quiet Lights

Ja, hier geht es um einen der Brüder Arbenz, den Schlagzeuger Florian Arbenz, gemeinsam spielen sie auch in der Band Vein.Florian hat im Laufe seiner Karriere bereits mit vielen Musikern gemeinsam gearbeitet, hier auf seiner aktuellen Veröffentlichung "Quiet Lights" sind es zwei US-amerikanische Musiker, der Gitarrist Bill Frisell und der Saxofonist Greg Osby.(....)Frisell und Osby haben recht verschiedene musikalische Hintergründe, Frisell selbst habe ich 1984 musikalisch kennengelernt, als er auf ECM Records das Album „Rambler“ veröffentlichte.(....) Insofern ist diese Musik, die die drei Musiker verbindet, auf recht unterschiedliche Weise grundsätzlich mit prägenden Elementen versehen worden, inklusive der Zeit von Arbenz mit Vein.


Polis - Pilger

Auch schon seit 2010 sind POLIS aus dem vogtländischen Plauen gemeinsam musikalisch unterwegs und sie haben sich mittlerweile die Trademark „Neue Deutsche Romantik“ verpasst.(....)POLIS vereinen bluesgetränkten Prog Rock mit psychedelischen Elementen, schwelgerischen Keyboardsongs, Singer-/Songwriterelementen, einem guten Schuss Krautrock und einer geradezu kunstfertigen Gesangsperformance von Vokalist Christian Roscher.(...)„Pilger“ ist als Konzeptalbum zu verstehen und handelt von allen Facetten des menschlichen Daseins, seine Hoffnungen, Wünschen, Erwartungen, Schmerzen und Sehnsüchten.

Arco Sinfónica - Movie Sinfonica

Gern zitiere ich als Einleitung für die ungefähre Beschreibung dieser Musik diesen Text aus der Pressemitteilung: "Einflüsse aus dem Jazz, Elemente aus der spätromantischen Orchesterliteratur, Rhythmen aus Kuba und dem Orient und Sounds aus der modernen Filmmusik"... Bei der "Movie Sinfonica" handelt es sich um ein Projekt der künstlerischen Leiterin Julia Dietrich, unter dem Bandnamen Arco Sinfónica. Den elf Kompositionen liegen persönliche Erlebnisse und Ereignisse der Komponisten Julia Diederich, Christoph König, Heiko Gottberg und Matthias Anton zugrunde, und die Musik wurden von 40 Musikern des German Pops Orchestra, 5 Perkussionisten, 9 Big Band-Bläsern, E- Gitarre, E-und Akustik-Bass, Klavier, Drums, 3 Tonmeistern, 9 SängerInnen des Staatsopernchors Stuttgart und 15 Sänger*innen des SWR - Vocalensembles Stuttgart eingespielt

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