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Abydos



hmc offline
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Betreff: Abydos  -  Gepostet: 09.04.2013 - 19:55 Uhr  -  
Abydos

Label: Inside Out (SPV) (2004)

Sänger Andy Kuntz dürfte geneigten Fans sicherlich als Frontmann der Band Vanden Plas bekannt sein. Mit "Abydos" legt Andy Kuntz, der auch gefragter Musicalsänger ist, nun sein Solodebut vor. Kein geringes Unterfangen: denn "Abydos" verarbeitet persönliche Schicksalsschläge und setzt das Konzept in eine schillernde (Prog)Rockoper um, die alle Register des Melodic und Progressive Rocks, des Hardrocks und des Progmetals zieht.

Dabei geht es sehr melodisch zu, auf dem schmalen Grat zwischen Kitsch und Gefühl balanciert Andy Kuntz meist recht zielsicher. Überraschen kann Andy Kuntz aber auch: plötzlich wird es spacig, psychedelisch und es gibt Vocodersequenzen, die an "Sheep" von Pink Floyd erinnern. Man könnte Andy Kuntz' Solowerk damit vielleicht ein wenig in die Nähe von Ayreon rücken, was "Abydos" auch kein Unrecht tut, das Album dürfte auf jeden Fall auch Fans des Niederländers ansprechen.

Was ich mir gewünscht hätte wäre etwas weniger Hardrock- und Metaleinfluß mitunter, denn gerade diese beiden Spielarten driften leicht in den allzu formelhaften Bereich ab, wovor auch "Abydos" nicht immer gefeit ist. Aber es gibt genug progressive Elemente und andere Einflüsse, die es wettmachen können. Für ein wahrlich großartiges Album hätte man sich aber noch etwas mehr Abenteuerlust gewünscht. So ist "Abydos" ein ansprechend gutes Konzeptalbum geworden, das gerne auch mit gekonnten Stilanleihen im 70er Jahre Prog überrascht und immer wieder symphonisch schwelgt oder hymnenhaft den Zuhörer mitreißt.

Somit ist "Abydos" das richtige Album für Fans von Vanden Plas, sowie alle Ayreonauten und Progrockliebhaber, die sich an den Hardrock und Metalelementen nicht stören. Andy Kuntz schafft es jedenfalls, auf den 70 Minuten des Albums seiner Musik Tiefe und Schönheit zu verleihen und niemals beliebig zu klingen.

11 Punkte

TO für den Musikzirkus

Amazone schreibt:

„Vanden-Plas-Sänger Andy Kuntz hat sich einen langjährigen Traum erfüllt und ein Theaterstück namens Abydos geschrieben, dessen Hauptinhalte er für die gleichnamige CD musikalisch aufbereitete.
Ursprünglich sollte Abydos Kuntz dabei helfen, mit dem Verlust einiger geliebter Menschen fertig zu werden, doch im Endeffekt nehmen die melancholischen Passagen nur einen relativ kleinen Teil des Albums ein. Die ´Heavy Mental Shadow Opera´, wie der Pfälzer sein Musical-artiges Werk nennt, lebt vor allem von bombastischen Arrangements, satter Metal-Power und Melodien, die eher gute als schlechte Laune verbreiten. Stilistisch irgendwo zwischen Vanden Plas, Savatage und Dream Theater angesiedelt, streifen Kuntz und seine Mitstreiter (darunter Vanden-Plas-Drummer Andreas Lill) von zarten Balladen bis hin zu progressiven Experimentalnummern und opulenten Epen ein breites Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten, die Kuntz´ Erfahrungen als Musical-Sänger (u.a. Jesus Christ Superstar, Rocky Horror Show, Evita) mit der Metal-Attitüde von Vanden Plas verbinden. Entdeckungsfreudige Headbanger und Prog-Freunde werden auf diesem Longplayer haufenweise hochinteressante Songideen finden, die Abydos zu einem Tonträger mit enormer Langzeitwirkung machen. -- Michael Rensen „
Meine Punktvergabe bedeutet: 10 - 11 ordentlich; 12 - 13 gutes Album; 14 - 15 sehr gut bis überrragend.
Müssen in Gefängnissen auch Fluchtwege aushängen?
His Majesty Coels
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