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Alas - Same (1976)



Rainer The Mage offline
Toningenieur
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Herkunft: UNITED KINGDOM  Regensburg
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Betreff: Alas - Same (1976)  -  Gepostet: 25.07.2014 - 13:25 Uhr  -  
Die logische Konsequenz, wer Bubu sagt, muss auch Alas machen. Der Gaucho Dance ist zum Glück schon wieder Geschichte, da lohnt es soch doch mal die durchaus positiven Seiten eines interessanten Landes hervorzuheben.

Alas gelten zurecht als eine der ausgefeiltesten Bands aus Argentinien. Wie viele Prog-Bands aus südlicheren Gefilden vermischten auch sie Klassik mit Folklore und Fusion. Beeinflusst wurden sie unter anderem von ELP, Weather Report und Return To Forever.

Gustavo Moretto, seines Zeichens Multitalent an Tasten, Blasinstrumenten, Mikrofon und Songwriter, war in der ersten Hälfte der 70er mit Alma y Vida unterwegs. Die Gruppe bestand überwiegend aus Jazzern, welche sich Ende der 60er immer mehr zu Rock hingezogen fühlten. So entstand eine Band, welche in Argentinien ähnlich wegweisend werden sollte wie Blood, Sweet & Tears in den USA. Auch der große Erfolg von Chicago inspirierte die Jungs und ihre Beliebtheit bei den Nicht-Rockern wuchs ebenfalls. Auch die Titel der II und IV Platte waren von den Brass Rockern inspiriert. Letzteres Album erschien 1974 auf RCA und zu dem Zeitpunkt waren Rocker und Nicht-Rocker bereits gemeinsam auf ihren Shows zu sehen.

Etwa zu diesem Zeitpunkt stieg Moretto aus, um sich anspruchsvollerem zu widmen. Er wollte mehr in Richtung Art-Rock und so gründete er 1975 zusammen mit Bassist Alex Zucker und dem Schlagzeuger Carlos Riganti die Band Alas. Im selben Jahr kam die Single mit "Aire" und "Rincón, Mi Viejo Rincón" auf den Markt. Ein Jahr später veröffentlichten sie dann ihr gleichnamiges Debut und die Band war sehr zufrieden mit dem künstlerischen Ergebnis. Allerdings verließ Zucker kurz darauf die Band, um seine akademischen Ziele zu verfolgen. Er wurde durch den jungen Virtuosen Pedro Aznar ersetzt, welcher später mit der argentinischen Rock-Größe Charly García bei dessen Band Serú Girán und in der Pat Metheny Group noch große Erfolge feiern sollte.

In dieser Besetzung machte man sich an die arbeiten zum Nachfolger Pinta Tu Aldea und die Aufnahmen begannen in der zweiten Hälfte von 1977. Man wollte den klassischen ELP-Teil etwas zurückfahren um mehr Tango-Einflüsse einzubringen. Hinzu kam der Verzicht auf Gesang. Mitten im Aufnahmeprozess stieg Riganti aus und man entschied sich ohne Schlagzeuger weiterzumachen. Wenige Wochen, nachdem man die zweite Seite des Albums ohne echte Rhythmus Sektion vollendet hatte, löste sich die Band im Januar 1978 auf. Es dauerte bis 1983, bis das Album veröffentlicht wurde.

2004 kam es dann zu einem Reunion-Konzert mit den drei Original-Mitgliedern und Daniel Binelli als Gitarrist. Pedro Aznar war als zusätzlicher Bassist und Sänger bei einigen Songs ebenfalls auf der Bühne. Gerüchte um Neuaufnahmen kommen immer wieder auf, auch weil Moretto dem Live-Repertoire des Konzerts drei neue Nummern beisteuerte.

Ich kenne bisher nur dieses Album, werde mich aber nun auf die Suche nach dem Nachfolger machen, da es trotz aller widrigen Umstände in Argentinien als eines der einflussreichsten Alben aller Zeiten in einer Umfrage eingestuft wurde.
Es zählt mit Bubu und den Brasilianern von Bacamarte zu meinen ersten und sehr geschätzen Kontakten zum südamerikanischen Prog. Ähnlich wie bei letzteren gab es auch hier schon beim zweiten Album Probleme und so verschwand das ganze trotz gutem Stand bei den Kritikern schnell wieder in der Versenkung.
Alas gelten auch als eine wichtige Band in der Tango-Rock-Bewegung und mir gefällt die immer wiederkehrende Melancholie in der Musik sehr. Die beiden Viertelstünder sind abwechslungsreich, verspielt und manchmal auch etwas vertrackter arrangiert, aber so wir einem nicht langweilig.

Wer sich durch das Namedropping angesprochen fühlt, sollte ruhig mal ein Ohr riskieren. Die beiden Bonüsse auf den neuesten Versionen des Albums sind die Songs der ersten Single von 1975.

HÖRPROBE

Line-Up
Gustavo Moretto / keyboards, synthesizers, flute, trumpet, vocals
Alex Zucker / bass, guitar
Carlos Riganti / drums, percussion


1. Buenos Aires Solo es Piedra (15:49)
a) Tango
b) Sueño
c) Recuerdo
d) Trompetango
e) Tanguito
f) Soldó


2. La Muerte Contó el Dinero (17:36)
a) Vidala
b) Smog
c) Galope
d) Mal-ambo
e) Vidala Again
f) Amanecer - Tormenta
g) Final



Bonus
3. Aire
4. Rincon, Mi Viejo Rincon
"I've said that playing the blues is like having to be black twice. Stevie Ray Vaughan missed on both counts, but I never noticed." -- B. B. King
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Triskell offline
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Betreff: Re: Alas - Same (1976)  -  Gepostet: 25.07.2014 - 13:52 Uhr  -  
Wieder eine feine Rezi von Dir. 8) Beim ersten Probehören hadere ich noch ein wenig, das klingt ein wenig gewöhnungsbedürftig für meine Lauscher. o.O
Was bleibt, ist die Musik.
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Rainer The Mage offline
Toningenieur
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Herkunft: UNITED KINGDOM  Regensburg
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Beiträge: 7831
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Betreff: Re: Alas - Same (1976)  -  Gepostet: 25.07.2014 - 16:51 Uhr  -  
Erstmal aus dem Urlaub ankommen, dann klappt das sicher auch wieder, mit dem verschwurbelterem Sound :devil: :-P
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Tom Cody offline
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Alter: 61
Beiträge: 28313
Dabei seit: 11 / 2006
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Betreff: Re: Alas - Same (1976)  -  Gepostet: 25.07.2014 - 17:22 Uhr  -  
Rainer, danke für die prima Vorstellung! :r:
Dead End Street - The Place For Good Music !
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sunny offline
Toningenieur
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Beiträge: 9298
Dabei seit: 05 / 2011
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Betreff: Re: Alas - Same (1976)  -  Gepostet: 26.07.2014 - 09:01 Uhr  -  
ja Rainer, wieder eine klasse Vorstellung.
Passend so kurz nach der WM die Argentinier vorzustellen. :q:

Das Album könnte man locker in den Bereich Krautrock verschieben, ohne das man eine Abwertung vollzieht.

Ich selbst kenne nur dieses Album, obwohl mehr Tonträger von der Band rausgeben wurden.

Es ist zwar kein Album wo ich öfter höre, aber manchmal zipp ich mich durch das Liedgut.
rockige Grüße Sunny
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