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Tautologic - Re:Psychle

Schön, dass es noch so etwas gibt, Musik, die anders ist, die aufhorchen lässt, die Mut macht, dass es doch noch Überraschungen gibt in der Welt des Einheitsbreies einiger Musikstile.

firebyrd offline
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Betreff: Tautologic - Re:Psychle  -  Gepostet: 11.03.2018 - 13:28 Uhr  -  
Tautologic - Re:Psychle


Schön, dass es noch so etwas gibt, Musik, die anders ist, die aufhorchen lässt, die Mut macht, dass es doch noch Überraschungen gibt in der Welt des Einheitsbreies einiger Musikstile. Dabei kann man die Musik von Tautologic eigentlich gar nicht einem bestimmten Stil zuordnen, dazu ist das Spektrum sehr weit gefasst. Elemente aus Prog Rock, Funk, Fusion, Ska, Jazz Rock, Pop sind es, die vorwiegend Einzug gehalten haben in die ambitioniert klingende Klanglandschaft dieser Band aus Chicago. 1997 war das Jahr der Gründung um den Keyboarder und Gitarristen Ethan Sellers, ein Mann, der ansonsten noch anderweitig umfassend rührig ist, als Musiklehrer, Leiter eines Plattenlabels und Produzent.

Dieses Album war bereits 2006 unter dem Namen "Psychle" geplant, als dritte Platte der Band, musste jedoch aus finanziellen Gründen und nach diversen Umbesetzungen verschoben werden, recht lange, denn erst jetzt erschien es unter neuem Albumtitel. Dafür hat sich das Warten gelohnt und man spürt die leidenschaftliche Arbeit, die investiert wurde in dieses Projekt voller teils unberechenbarer Musik. Spontan befragt, stellte ich die Musik in etwa in eine Ecke mit Bands wie 10cc, Was Not Was oder teils auch in den Kosmos eines Frank Zappa. Denn auch hier geschieht oft Unerwartetes, wie zum Beispiel plötzlich einsetzende Streicherpassagen, von jazzigem Swing untermalt, die von hartem Rock unterbrochen werden, aber auch 10cc lässt ein wenig grüßen bei "Not If But When".

Textlich werden Themen wie Krieg, Verschwörungstheorien, Religiosität, Abhängigkeit, mentale Gesundheitsprobleme und so weiter behandelt und in dieses teils skurril anmutende Gewand gesteckt. Dieses findet seinen Niederschlag auch in teils kammermusikalischen Ausprägungen, Bläser- und Streicherarrangements üben entsprechende Wirkung aus, und nach Afrika scheint die Reise mit "On Your Left" zu gehen. Was zunächst, auch hinsichtlich des Songtitels ("Coltrane Supermarket") in Richtung John Coltrane gehen könnte, gerade auch weil zersplitterndes Glas und eine freie wilde Saxofon-Improvisation zu Beginn des Stückes diese Vermutung nahelegen, entwickelt sich dann schnell zu einem Song, der in Richtung Beatles schielt. Dafür klingt "The Whistler" stark nach britischem Folk Rock à la Fairport Convention und "The Gospel Lady" mit seiner verträumt wirkenden Atmosphäre erinnert mich an sanften Prog Rock der Siebziger (z. B. Caravan). Wer also gern über den Tellerrand schaut, und sich auch einmal neuen Eindrücken zuwenden möchte, der sollte bei dieser Platte unbedingt zugreifen.


Ethan Sellers (vocals, keyboards, acoustic guitar)
Pat Buzby (drums)
Nathan Britsch (bass, except #2,4)
Chris Greene (tenor, alto, soprano saxes – #4,5,7)
Aaron Weistrop (electric guitars)
Jeff Yang (violin)
Nick Photinos (cello)
Aron Topielski (bass – #2,4)
Jennifer Reddick (flutes/piccolo – #4,8)
Michael Maccaferri (clarinets – #4)
Johnny Showtime Janowiak (trombone – #5)
Eric Koppa (baritone sax – #5)
Micah Frazier (trumpet – #5)
Diana Lawrence (bridge vocals – #7)
Jennifer Justice (bridge vocals – #7)
Lillie Sellers (spoken word – #1)


1 Loud Shoes
2 Not If But When
3 The Admiral
4 The Professor
5 On Your Left
6 The Choirboy
7 Coltrane Supermarket
8 The Whistler
9 The Gospel Lady
10 Osaka Garden

http://www.tautologic.com/

...und ich empfehle, auch hier einmal hinein zu schauen:

http://www.rocktimes.de/
http://www.musikansich.de/review.php
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