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KLAUS KÖNIG ORCHESTRA - BLACK MOMENTS

KLAUS KÖNIG ORCHESTRA - BLACK MOMENTS

freakCha offline
Musiklexikon
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Betreff: KLAUS KÖNIG ORCHESTRA - BLACK MOMENTS  -  Gepostet: 26.11.2008 - 22:10 Uhr  -  
Das seit langen Jahren aufgrund der Veröffentlichungspolitik der Musikindustrie sowie der Einkaufspolitik der Plattenläden von mir etwas vernachlässigte wöchentliche Ritual des Rundgangs durch die örtlichen Tonträgerverkaufsstellen hat mir doch tatsächlich an einem verregneten Mittwochnachmittag im Oktober ein tontechnisches Highlight beschert, wie es so unerwartet und grandios bestimmt seit mehr als 20 Jahren nicht mehr auf die gespannten Ohren getroffen war. Gott-sei-dank war das auffällige, glänzend schwarze Digipack mit der Aufschrift "Black moments" über dem Bild einer Sonnenfinsternis nicht, wie eigentlich für den verantwortlichen Künstler üblich, im Bereich Jazz einsortiert. Weil ich den aufgrund des Mangels an interessanten Veröffentlichungen nämlich schon lange meide, wäre mir dieses bereits achte Opus des Kompo-/Posaunisten wahrscheinlich verborgen geblieben. Da sich der Independent-Bereich, unter inkompetenten Verkaufsgehilfen fast immer letzter Ausweg für die Zuordnung nicht kategorisierbarer Scheiben, allerdings zwischen Rock und Metal befindet, konnte die Signalfunktion des Covers ihre Pflicht erfüllen und mich zum näheren Betrachten verleiten. Obwohl die Wahrnehmung des Jazzlabels Enja die Sinne nicht besonders beflügelte, schritt ich zur obligatorischen Überprüfung von a) Line-up und b) Länge der Tracks. Und schon war's passiert: Wer sich und seine Kompositionen mit dem britischen Avantgarderocksänger Phil Minton, einer 11-köpfigen Bläsertruppe, einem (leider nur virtuellen) Chor und einer rockverdächtigen Viererformation aus 2 Gitarren, Bass und Schlagzeug der Vertonung von Gedichten des geschätzten E.A. Poe widmet, kann nicht ungehört weggesteckt werden......und richtig, es scheint, als sei endlich wieder einmal ein Zeichen aus dem Elfenbeinturm des Jazz in die Niederungen der Rockmusik geschickt worden. Die beiden elektrischen (!!!) Gitarren unterstützen und ergänzen die Melodieführung der Bläser, Bass und Schlagzeug rocken, was das Zeug hält, scheinen Spaß daran zu haben, die in der Szene übliche vornehme Zurückhaltung über Bord werfen zu dürfen, und gefallen auch in Beschaulich-Düster-Atmosphärischem. Der Meister bedankt sich artig by Type-O-Negative für die Inspiration und im Promosheet steht was von "Neuerfindung des Gothic-Artrock"... Wahrscheinlich weiß "da drüben"keiner, wie viele Bands aus der Rockszene beständig dabei sind,Genregrenzen, auch und gerade zum Jazz zu sprengen, aber wir können uns jetzt erst mal richtig drüber freuen, dass tatsächlich was aus der Gegenrichtung kommt. Hätte ich mir sehr gut als neue Colosseum-Scheibe vorstellen können, verstärkt mit ein paar genialen Bläsern und zwei Metalgitarristen.

Erscheinungsjahr: 2002
Besonderheiten/Stil: Gothic/Artrock, Jazz-ProgressiveRock
Label: ENJA
Bewertung: 14 von 15
Besetzung:
Phil Minton: Gesang
Dirk Mündelein: Gitarre
Markus Segschneider: Gitarre
Stefan Rademacher : Bass
Martell Beigang: Schlagzeug

Fabiana Trani: Harfe
Matthias Haus: Mallets
Thomas Meixner: Perkussion

Florian Heinl: Tuba
Klaus König: Posaune
Jörg Huke: Posaune
Reiner Winterschladen: Trompete
Andy Haderer: Trompete, Flügelhorn

Hans-Martin Müller: Flöte, Altflöte
Michael Heupel: Flöte, Altflöte, Bassflöte
Claudio Puntin: Klarinette, Bassklarinette, Altsaxophon
Wollie Kaiser: Tenorsaxophon, Bassklarinette
Roger Hanschel: Alt- und Sopransaxophon, Altflöte
Claudius Valk: Sopran-, Tenor- und Baritonsaxophon

Chor: Schola cantorum virtualis

Tracklist:
1. Dreamland 6:52
2. Interlude 3:18
3. Alone 3:08
4. Interlude II 2:47
5. Romance 3:28
6. Interlude III 3:36
7. Not long ago 2:04
8. Interlude IV 3:13
9. The sleeper 8:31
10. Interlude V 2:48
11. Hatred of a minute 1:03
12. Interlude VI 2:38
13. Hymn 2:10
14. Interlude VII 3:25
15. A dream within a dream 3:51
16. Interlude VIII 3:18
17. For Annie 8:48

Gesamtlaufzeit: 65:05
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risou offline
Musiklexikon
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Betreff: Re: KLAUS KÖNIG ORCHESTRA - BLACK MOMENTS  -  Gepostet: 26.11.2008 - 22:24 Uhr  -  
Klingt wirklich vielversprechend!
Hier im Brass Rock Thread finden sich aber auch geniale Sachen...
No one here gets out alive. Jim Morrison
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hmc offline
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Beiträge: 21293
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Betreff: Re: KLAUS KÖNIG ORCHESTRA - BLACK MOMENTS  -  Gepostet: 27.11.2008 - 07:23 Uhr  -  
Oh Charly, Du machst mich arm.
Soll ich sie gesondert bestellen oder lieferst Du sie mir mit der Magma Box?

Hier weitere Infos zur CD.
http://www.ragazzimusic.de/koenigklaus.html

Der Mann ist schon lange im Geschäft und einige Tonträger eingespielt.

1989: Times Of Devastation/Poco a Poco
1991: At The End Of The Universe
1993: The Song Of Songs
1994: Time Fragments
1996: Reviews
1998: The H.E.A.R.T. Project
2000: Songs and Solos
2002: Black Moments

Wikipedia schreibt:
Klaus König (* 31. Dezember 1959 in Haan) ist ein deutscher Jazzkomponist und -posaunist.

König studierte Posaune in Düsseldorf und Komposition an der Hochschule für Musik Köln bei Mauricio Kagel. 1987 Gründung des Septetts Pinguin Liquid, 1989 erscheint seine erste (Doppel-)CD Times of Devastation/Poco à Poco, 1991 die als Hommage à Douglas Adams untertitelte CD At The End Of The Universe, diese unter dem Etikett Klaus König Orchestra. Die Produktion The Song Of Songs mit seiner Bigband und dem Montreal Jubilation Gospel Choir ist eine der aufwändigsten deutschen Jazzproduktionen Deutschlands.

Das Orchester war mit wechselnden internationalen Jazzgrößen wie Kenny Wheeler, Claudio Puntin, Ray Anderson, Marc Ducret besetzt. Die bisher letzte Veröffentlichung Black Moments erschien 2002.

Klaus König lehrt Komposition und Theorie an der Swiss Jazzschool der Hochschule der Künste Bern. Er sucht in seiner Musik nach den Verbindungen zwischen den strengen Formen der europäischen Modernen und den Stärken der Improvisation im Jazz.

Die BBS schreiben (neben deiner Rezi) auch sehr positiv; ein Satz stach mir sofort in' s Auge..
"Richtig geht die Post aber dann in den instrumentalen Interludien ab. Die Gitarren riffen sich fast in metallische Härtegrade und die Bläser solieren abwechselnd wild und schräg, manchmal gar an der Grenze zum Atonalen, darüber. Das ist wahrlich mal echter Jazz-ROCK (und nix Dudel-Fusion ;-) ) mit Gothic-Touch."
Meine Punktvergabe bedeutet: 10 - 11 ordentlich; 12 - 13 gutes Album; 14 - 15 sehr gut bis überrragend.
Müssen in Gefängnissen auch Fluchtwege aushängen?
His Majesty Coels
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risou offline
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Betreff: Re: KLAUS KÖNIG ORCHESTRA - BLACK MOMENTS  -  Gepostet: 27.11.2008 - 09:17 Uhr  -  
Zitat geschrieben von hmc

Das ist wahrlich mal echter Jazz-ROCK (und nix Dudel-Fusion ;-) ) mit Gothic-Touch."


:blaugrins: :blaugrins: :blaugrins:
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freakCha offline
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Betreff: Re: KLAUS KÖNIG ORCHESTRA - BLACK MOMENTS  -  Gepostet: 27.11.2008 - 15:46 Uhr  -  
[quote="hmc"]Oh Charly, Du machst mich arm.
Soll ich sie gesondert bestellen oder lieferst Du sie mir mit der Magma Box?

ich schick sie mit der box und den testies;-))

freakCha

ps: @hcm: übrigens danke für das einfügen des covers, ich hab lange rumprobiert, aber ich kann mit dem computerzeugs nun mal nicht richtig umgehen;-))
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hmc offline
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Betreff: Re: KLAUS KÖNIG ORCHESTRA - BLACK MOMENTS  -  Gepostet: 14.12.2009 - 10:00 Uhr  -  
http://www.musikzirkus.eu/viewtopic.php?p=200013

Wurde im Brass und Jazzrockbereich gepostet, hier der Link.
Meine Punktvergabe bedeutet: 10 - 11 ordentlich; 12 - 13 gutes Album; 14 - 15 sehr gut bis überrragend.
Müssen in Gefängnissen auch Fluchtwege aushängen?
His Majesty Coels
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