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Anthony Phillips - Private Parts And Pieces II



hmc offline
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Betreff: Anthony Phillips - Private Parts And Pieces II  -  Gepostet: 18.02.2009 - 09:40 Uhr  -  
Anthony Phillips - Private Parts And Pieces II
(1980)

Tracks:
Scottish Suite
a) Salmon Leap
b) Parting Thistle
c) Electric Reaper
d) Amorphous, Cadaverous and Nebulous
e) Salmon's Last Sleepwalk
Lindsay
K2
Postlude: End Of The Season
Heavens
Spring Meeting
Romany's Aria
Chinaman
Nocturne
Magic Garden
Von Runkel's Yorker Music
Will O' The Wisp
Tremulous
I Saw You Today
Back To The Pavilion
Lucy: An Illusion CD extra track

Anthony Phillips ist den meisten als erster Leadgitarrist von Genesis in Erinnerung geblieben. Er verließ die Band nach dem "Trespass"-Album schon sehr früh in der Karriere der Band. Phillips litt plötzlich unter furchtbarem Lampenfieber vor Liveauftritten und hatte dazu eine Lungenentzündung entwickelt, so daß er damals keine Möglichkeit sah, weiter bei Genesis zu spielen.

Doch obwohl Phillips nur recht kurz bei Genesis spielte hat sein Gitarrenspiel den Sound der Band auch hinterher noch beeinflusst. So ist vor allem auch "Nursery Cryme" noch deutlich an "Trespass" angelegt. Anthony Phillips selber begann in den 70er Jahren an einer Solokarriere zu arbeiten. In den "Private Parts And Pieces" Kollektionen wird versprengtes Material zusammengefügt. Das Album hat also teilweise auch mehr den Charakter einer Kompilation.

Eines der Hauptwerke auf dem Album, die fünfteilige "Scottish Suite" aus dem Jahre 1976, klingt stark nach Genesis der frühen Tage. Hier ist der Einfluss von Anthony Phillips auf Genesis am deutlichsten zu hören. Fans der alten Genesis werden die "Scottish Suite" sicherlich sehr genießen können. Zudem spielt Mike Rutherford auf zwei Teilen der Suite den Baß.

Neben diesem Werk gibt es aber auch ganz anderes zu hören. Es gibt wunderschöne kurze Klavierstücke wie z.B. "Lindsay" und "Magic Garden". Natürlich bietet das Album auch filigrane Lieder für Akustikgitarre, die ebenfalls sehr schön klingen. Doch das reicht Phillips noch nicht: es gibt auch kurze Kompositionen für Flöte (gespielt von Mel Collins) und Oboe. Auf zwei stillen Balladen singt Phillips - auf einem ansonsten komplett instrumental gehaltenen Album. Die beiden Lieder sind jedoch keine Höhepunkte auf dem Album, klingen aber sympathisch.

Anthony Phillips Diversität ist damit jedoch immer noch nicht ausgereizt: gibt es doch mit dem fast 9-minütigen "K2" eine gewaltige elektronische Meditation über den zweithöchsten Berg der Erde im Himalayagebirge. "K2" ist zwar mehr Klangmalerei als Musik - eine Melodie fehlt völlig - doch wer sich auf die Stille des Liedes einlässt kann den K2 spüren und vor sich sehen. "K2" würde sehr gut als Soundtrack zu einer Dokumentation über das Hochgebirge passen.

Wenn es einen roten Faden auf dem Album gibt, dann ist es eine gewisse "Altmodischkeit". Alle Stücke klingen sehr englisch, sind meist romantisch und still angelegt - was kein Wunder ist, wenn man die Widmung von Anthony Phillips im Booklet der CD liest: "Das Album ist all denen gewidmet, die noch die 'altmodischen' Schönheitsideale ... bevorzugen.".

In seiner Machart ist das Album, auch wenn es eigentlich ein Sammelsurium an diversen Stilen und Ideen bildet, gut gelungen. Es bietet unterschiedlichste Spielarten, angefangen von Genesis-ähnlicher Musik, bis hin zur komplett elektronischen Klangcollage. Mir fällt auf, daß Phillips als Gitarrist erstaunlich oft seine Stücke komplett ohne oder nur mit untergeordneter Gitarre bestreitet. Da ist man von Soloalben anderer Instrumentalisten oft anderes gewohnt.

Ich kann "Private Parts And Pieces II" all jenen empfehlen, die romantisch ausgerichtete und meist besinnliche Instrumentalmusik mögen, auch für Genesis-Fans bietet das Album mit der "Scottish Suite" etwas. Wer lieber dynamischen Progrock hört wird mit der Stille auf dem Album wahrscheinlich aber Probleme haben. Den Vergleich mit Steve Hackett muss Anthony Philips jedenfalls nicht scheuen.

11/15 Punkte
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