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Al Jarreau – Tenderness (1994)



hmc offline
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Betreff: Al Jarreau – Tenderness (1994)  -  Gepostet: 29.04.2009 - 09:19 Uhr  -  
Al Jarreau – Tenderness (1994)

Wikipedia schreibt:

"Al Jarreau, eigentlich Alwyn Lopez Jarreau, (* 12. März 1940 in Milwaukee/Wisconsin) ist ein US-amerikanischer Jazz-, Pop- und Rhythm and Blues-Sänger und Songautor.

„Stimmkünstler“, „the voice“, „Stimmartist“, „human synthesizer“, „the amazing acrobat of scat“ – das sind nur einige der Namen, die Al Jarreau in den letzten Jahren gegeben wurden.

Jarreau ist das fünfte von sechs Kindern. Die Familie war sehr arm und zeichnete sich durch eine große Musikalität aus. Al sang bereits mit vier Jahren sein erstes Solo in der Kirche. Sein aus New Orleans stammender Vater – Emile Alphonse Jarreau – war Pfarrer in der „Seventh Day Adventist Church“, arbeitete aber während des Zweiten Weltkrieges in der Munitionsfabrik A.O. Smith, so dass Al seinen Vater nie in der Kirche predigen hörte, nur zu Hause. Seine Mutter – Pearl Walker Jarreau – war Kirchenorganistin. Schon als Kind entdeckte Al Jarreau durch seine Brüder die Improvisation, als er mit ihnen zusammen zu Hause sang.

Karriere (1965–2007)

Al Jarreau bei einem Live-Auftritt zu Anfang des Jahres 1981
Al Jarreau im ICC Berlin 1986
Al Jarreau1975 trat er im Vorprogramm des Jazzpianisten Les McCann im Troubadour Club in Hollywood auf. Bei einem nachfolgenden Auftritt im „Bla Bla Cafe“ wurde er endlich von einem Warner Brothers Talentscout entdeckt und unterschrieb seinen ersten Plattenvertrag. Kurz darauf erschien seine erste Platte bei Warner: „We got By“. Er war damals bereits 35 Jahre alt. 1976 kam sein zweites Album heraus: „Glow“. 1977 wurden Ausschnitte von der Europa-Tournee auch auf die Platte Look to the Rainbow gepresst. Hier machte ihn vor allem die Liveversion von Dave Brubecks Klassiker „Take Five“ mit einem Schlag bekannt. Er erhielt den deutschen Schallplattenpreis für Nachwuchskünstler. Auch in den USA wuchs seine Bekannt- und Beliebtheit. Im gleichen Jahr erhielt er dort den „Grammy“ als „Best Male Jazz Vocalist“. 1978 gewann er für „All Fly Home“ einen zweiten Grammy als „Best Jazz Vocal Performance“

1980 erschien „This Time“. 1981 erschien „Breakin' Away“ mit dem halsbrecherischen Song „(Round, Round, Round) Blue Rondo a la Turk“ von Dave Brubeck, der ihm seinen dritten Grammy als „Best Jazz Vocal Performance, Male“ und den vierten für die „Best Pop Vocal Performance, Male“ einbrachte. 1983 und 1984 erschienen die Alben „Jarreau“ und „High Crime“. 1985 wurde „Live in London“ im Wembley-Stadion in London vor Publikum live aufgenommen. Außerdem sang er beim von Quincy Jones produzierten Welthit „We Are the World“ mit anderen bekannten Künstlern für das Projekt „USA for Africa“ der Afrika-Welthungerhilfe mit. 1986 erschien „L is for Lover“. 1987 intonierte er die Titelmelodie für die bekannte amerikanische Fernsehserie „Das Model und der Schnüffler“ mit Cybill Shepherd und Bruce Willis in den Hauptrollen und schrieb selbst den Text zur Musik von Lee Holdrige. 1988 erschien „Heart's Horizon“.

1992 bekam er seinen fünften Grammy für sein Album „Heaven and Earth“ für die „Best R & B Performance, Male“. 1994 wurde „Tenderness“ auf einer kleinen Bühne in Los Angeles vor knapp 250 Zuschauern live eingespielt, produziert von Marcus Miller. 1996 folgte erstmal eine Tourpause, in der er drei Monate am Broadway in New York im Musical Grease die Rolle des „Teen Angel“ spielte. Ebenfalls folgten TV-Gastauftritte in den amerikanischen Serien „New York Undercover“ und „Touched by an Angel“ (dt. „Ein Hauch von Himmel“). Außerdem erschien „Best of Al Jarreau“, eine Zusammenstellung seiner bekanntesten Hits.

In den folgenden Jahren kam es zu keinen weiteren Veröffentlichungen, da Jarreau sich von seiner langjährigen Plattenfirma (Warner Brothers) trennte. Er tourte weiter rund um den Globus. 2000 wurde sein Album „Tomorrow Today“ und neuer Plattenfirma bei Verve/Grp) veröffentlicht. 2002 erschien „All I Got“. 2004 löste er mit „Accentuate the Positive“ das langjährige Versprechen ein, endlich ein Jazzalbum herauszubringen, welches er mit einem Trio einspielte. 2006 veröffentlichte er mit „Givin' It Up“ ein ganzes Album mit dem Jazz-Gitarristen und -Sänger George Benson. Im Jahr 2007 gewann er seinen sechsten Grammy für das Stück aus dem Album „God Bless the Child“ in der Kategorie „Best Traditional R & B Performance with Vocal“.

Joachim Ernst Berendt beschreibt Jarreaus Stimme wie folgt:

„Jarreau - singend, gurgelnd, mit der Zunge schnalzend, stöhnend, schreiend, flatternd, flüsternd, seufzend, knatternd - verfügt über ein Arsenal stimmlicher Möglichkeiten, das mit dem keines anderen männlichen Sängers vergleichbar ist. Jarreau ist ein Instrumentalist der Stimme, seine Musik kommt von instrumentalen Phrasen her. Seine Kehle bringt wirklich ein ganzes Orchester hervor: Schlagzeuge und Saxophone, Trompeten und Flöten, Congas und Bässe - aber das alles aus dem Mund eines einzigen Mannes, vom tiefsten Bass zum höchsten Flageolett, als ob dieser Mann über ein Dutzend oder mehr verschiedener männlicher oder weiblicher Stimmen verfüge. Am frappantesten ist Al Jarreaus Flötenstimme.“

Joachim-Ernst Berendt: Das Ritual aus der Kehle. In: Jazz Forum Nr. 49, 5/1977, S. 35

Alben:
1965: 1965 Al Jarreau
1975: We Got By
1976: Glow (USA Nr. 132, D Nr. 41)
1977: Look to the Rainbow (live) (USA Nr. 49)
1978: All Fly Home (USA Nr. 78)
1980: This Time (USA Nr. 27)
1981: Breakin' Away (USA Nr. 9, GB Nr. 60)
1983: Jarreau (USA Nr. 13, GB Nr. 39, D Nr. 25)
1984: High Crime (USA Nr. 49, GB Nr. 81, D Nr. 42)
1985: In London (live) (USA Nr. 125, D Nr. 58)
1986: L is for Lover (USA Nr. 81, GB Nr. 45, D Nr. 7)
1988: Heart's Horizon (USA Nr. 75, D Nr. 33)
1992: Heaven and Earth (USA Nr. 105, D Nr. 59)
1994: Tenderness (live) (USA Nr. 114, D Nr. 76)
1996: Best of (D Nr. 91)
1998: The Masters
1999: Tomorrow - Today (USA Nr. 137, D Nr. 28)
2002: All I Got (USA Nr. 137, D Nr. 48)
2004: Accentuate the Positive (D Nr. 88)
2006: Givin' It Up (mit George Benson) (USA Nr. 60, D Nr. 59)
2008: Love Songs
2008: Christmas

http://www.aljarreau.com/

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HMC schreibt:

Tracks:
Mas Que Nada
Try A Little Tenderness
Your Song
My Favorite Things
She's Leaving Home
Summertime
We Got By
Save Your Love For Me
You Don't See Me
Wait For The Magic
Dinosaur
Go Away A Little Girl (boy)

Label: 1994 - Warner Bros.

Produzent:
Marcus Miller

Band:
Kathleen Battle,
Joe Sample,
David Sanborn,
Philippe Saisse,
Michael Brecker,
Marcus Miller,
Kenny Garrett,
Paul Jackson Jr.

Schon beim studieren der Bandmitglieder kann man leuchtende Augen bekommen und kann eine außergewöhnliche Platte erwarten.

Merkwürdigerweise habe ich bis zum 2009 gebraucht, ehe ich mich mit diesem 94er Live Album anfreunden konnte.
Angetrieben durch unseren Musikzirkus, bin ich momentan auf der Suche nach abseitigen Musikern, also fern des Kraut oder Rockbereich.

Das soll nur heißen, dass ich auch anderen Stilen eine Plattform geben möchte, was uns hier sicher noch erfolgreicher machen könnte.

So bin ich also auf den Priesterbengel aufmerksam geworden, bzw. wollte seinen Alben eine zweite Chance geben.

Damit ihr seht, dass ich den Mann bereits gut einordnen kann, hier die Alben, die in meiner kleinen Sammlung vertreten sind.

WE GOT BY
TOMORROW TODAY
TENDERNESS
LOOK TO THE RAINBOW
LIVE IN LONDON
L IS FOR LOVER
HIGH CRIME
HEAVEN AND EARTH
HEART'S HORIZON
BREAKIN' AWAY

Tenderness“ ist das Dritte Live Werk nach „Look to the rainbow“ und „Live in London“ dass ich von ihm kenne und um es gleich vorweg zu nehmen, das deutlich schwächere als die „Look at the rainbow“, aber doch besser als „Live in London“.
Ein Vergleich würde hinken, da das 77er Album „Look at the rainbow“ deutlich jazziger war und die „Live in London“ mir wie ein Album erscheint, dass nur produziert wurde, weil es an der Zeit war, wieder etwas zu veröffentlichen.

Tenderness bietet einige herausragende Cover Versionen, wie zum Beispiel des Elton John Klassikers „Your Song“ oder dem Beatles Titel „She's Leaving Home „.
Die Hingabe aller Protagonisten ist umwerfend und vermittelt dem Hörer das Gefühl inmitten des Publikums zu sitzen.

Der Opener „Mas Que Nada” leitet ein sehr gutes Konzert ein; die Samba Rhythmen gehen mir direkt in die viel zu fülligen Hüften und verleiten zu dem ein oder anderen Tanzschritt.
Danach folgt das Titelstück, das ich als Smooth Jazz im Mid Tempo bereich sehe. Hier gibt es satt feinster Nuancen zu erhören und damit meine ich nicht nur das vom Feeling geprägte Klavier Solo, nein, auch der Basslauf und das Punktgenaue Zusammenwirken Aller ist einfach wunderbar.

Die angesprochenen Cover Versionen unterscheiden sich deutlich vom Original, hier wurde mit einer kaum zu überbietenden Hingabe musiziert.
Wer die Musikerliste noch im Kopf hat, weiß das es hier auf höchstem Niveau abgeht.
Ich erspare Euch weitere Titlebeschreibungen und möchte als Fazit sagen, dass es sich hier um ein, wenn auch leicht popig angehaucht, tolles Live Werk handelt, bei dem alle Beteiligten ausreichend zu Wort und Note kommen.

Dem HiFi Freund kann ich hier eine sehr gute Aufnahme bestätigen, alles ist seht transparent und luftig. Die Tiefbässe sind satt und trocken und geben der Platte das notwendige Fundament, um Live Konzerte auch körperlich mit zu erleben.
Schade, dass ich das Album so lange unbeachtet im Regal stehen hatte.

Musik 13/15
Klang 14/15
Meine Punktvergabe bedeutet: 10 - 11 ordentlich; 12 - 13 gutes Album; 14 - 15 sehr gut bis überrragend.
Müssen in Gefängnissen auch Fluchtwege aushängen?
His Majesty Coels
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nobbygard offline
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Betreff: Re: Al Jarreau – Tenderness (1994)  -  Gepostet: 29.04.2009 - 09:40 Uhr  -  
Da hast Du mich mal wieder inspiriert, ihn mal wieder vor zu kramen. Diese Scheibe habe ich allerdings nicht. Al war immer einer der Größten für mich. In den 90ern habe ich einige Sachen allerdings etwas langweilig gefunden, sie hatten nicht mehr den Esprit der ersten Scheiben. Vielleicht war es auch nur eine bestimmte, die mich dann davon abgehalten hat, weitere zu testen.

Meine absolute Lieblingsscheibe ist das Live-Doppelalbum Look To The Rainbow von 1977. Take Five in einer grandiosen Scat-Version hat mich damals vom Hocker gehauen!

Schöne Rezi Chef!

Nobby
Hier bin ich Mensch, hier will ich sein.

Hier jetzt auch - vor allem Vinyl: Nobby's Vinylladen
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Mr. Upduff offline
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Betreff: Re: Al Jarreau – Tenderness (1994)  -  Gepostet: 29.04.2009 - 10:10 Uhr  -  
Ich fand ihn früher (wo er überall lief) immer zu hochglänzer-, weichspüler- und "newyork"isch...aber einen Song habe ich auch mit ihm...und den finde ich echt klasse:

http://www.youtube.com/watch?v=MleGhpq20TM
Man muß sich verändern, um zu bleiben wie man ist!
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firebyrd online
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Betreff: Re: Al Jarreau – Tenderness (1994)  -  Gepostet: 29.04.2009 - 10:35 Uhr  -  
das ist eines der Jarreau-Alben, das bei mir auch ganz oben steht!

Die Allstar-Besetzung läßt es zu einem musikalischen Leckerbissen werden, auch die Hinzunahme der Operndiva Kathleen Battle bildet einen interessanten Kontrast auf "My Favourite Things".

Wolfgang :8)
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freaksound offline
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Betreff: Re: Al Jarreau – Tenderness (1994)  -  Gepostet: 29.04.2009 - 11:19 Uhr  -  
Zitat geschrieben von hmc
.............Angetrieben durch unseren Musikzirkus, bin ich momentan auf der Suche nach abseitigen Musikern, also fern des Kraut oder Rockbereich.........................


willkommen im Club der Freaks , ich find Al Jareau auch viel abseitiger als Krautrock ...... :blaugrins:
Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand;jeder glaubt er hat genug davon.

René Descartes


(alle meine beiträge geben nur meine persönliche meinung wieder !
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