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Alex Maguire Sextet – Brewed In Belgium

Erfrischend!

firebyrd offline
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Private Nachricht
Betreff: Alex Maguire Sextet – Brewed In Belgium  -  Gepostet: 26.05.2009 - 09:15 Uhr  -  
Alex Maguire Sextet – Brewed In Belgium

Fakten:

Maguire aus London hat nach seiner musikalischen Ausbildung unter anderem mit Avantgarde-Jazz-Musikern wie Roswell Rudd, Han Bennink, Derek Bailey, Phil Minton, um nur einige zu nennen, zusammen gearbeitet. Im Rockbereich war er kurzzeitig Mitglied der für kurze Zeit reformierten Band Hatfield And The North.
Am 27.10.2007 traf er sich mit einigen belgischen Jazzmusikern im Club „De Singer“ in Rijkevorsel, Belgien, für ein Konzert, das am 07.11.2007 in den Niederlanden über das Radio (VPRO) gesendet wurde.


Unter der Produktion von Maguire spielten folgende Musiker:

Alex Maguire,acoustic piano, synth
Michel Delville, synth guitar
Robin Verheyen, tenor & soprano sax
Jean-Paul Estiévenart ,trumpet, flugelhorn
Damien Polard, bass guitar
Laurent Delchambre, drums

Und diese Stücke spielten sie ein:

1. Psychic Warrior (Maguire) 9:16
2. John's Fragment (Maguire) 9:17
3. Saturn (Estiévenart) 15:54
4. Theresa's Dress (Delville) 9:41
5. Pumpkin Soup (Maguire) 5:54
6. Seven Fro Lee (Elton Dean) 9:24


So, das war die “Pflicht”, nun kommt die „Kür”:

Mit einer langen Einleitung am Piano startet Maguire das erste Stück, gelegentlich unterstützt vom Drummer, der kleine Akzente setzt. Verheyen am Sax setzt ein und das Stück entwickelt sich nun, nach und nach gesellen sich auch die übrigen dazu und Maguire wendet sich dem Keyboard zu. Mich erinnert es nun an Soft Machine, so etwa zu Zeiten der „6“ oder „7“.
Robin Verheyen legt ein beherztes Solo vor, bevor Estiviénart an der Trompete übernimmt, Delchambre, der Drummer, unterstützt mit federndem Groove und Delville, wohl an der Synth Guitar, so wie es klingt, streut immer wieder bizarre Klangmuster ein. Sehr kreativ und ideenreich geht es hier zu, ein Konzert, dem ich gerne beigewohnt hätte. Recht frei wird hier der Begriff Fusion ausgelegt, auch hier passend in die eben genannte Soft Machine -Phase.
Mit einem gemeinsam gespieltem Thema ist es dann nach gut 9 Minuten vorbei und der Bassist leitet mit dem Drummer über zum nächsten Titel, der mit einem Bläserthema vorgestellt wird, auch hier wieder positiv auffällig der gestaltende Stil des Schlagzeugers.

Und immer wieder Anklänge an Soft Machine....

Auf den „Saturn“ entführt uns das dritte Stück, geprägt von einem wie „gequetscht-orgelnden“ Gitarrensolo, klingt in der Tat außergewöhnlich, Delville hört sich jedenfalls nicht wie ein Imitat eines bekannten Gitarristen an, das unterstreicht seine Individualität, ansonsten noch ein feines Saxsolo in einem mit lockeren Rhythmen verspieltem dahin treibenden Stück, und das fast 16 Minuten lang, sicher ein Höhepunkt dieser Platte, zumal auch noch Abwechslung geboten wird, wenn für einen kurzen Übergang nur Piano und Trompete das Geschehen bestimmen, aber sich nach und nach die anderen Instrumente nach der kurzen Verschnaufpause wieder formieren.
Ein wahrhaft feines Livekonzert...

Track 4, „Theresa's Dress“ entwickelt sich, fließt frei vor sich hin, minutenlang, Struktur scheint hier der Augenblick, aber es ist kein Free Jazz, hier findet eine Kommunikation der Musiker untereinander statt, Frage und Antwort? Zwischendurch steigert sich dann allerdings die freie Kommunikation, jeder möchte offensichtlich etwas zu sagen haben, der Faden wird dann doch etwas verloren, mein nicht ganz so liebes Stück, zu wenig für mich als Fan von Free Jazz, zu viel für die ansonsten andere Ausrichtung dieser Musik.

„Pumpkin Soup“ geht dann mit Piano und Sax doch noch in den freien Jazz über, bis dann das letzte Stück mit leicht orientalisch angehauchten Klängen übernimmt und eine beschwingte Atmosphäre den Hörer geheimnisvoll und leicht und locker entlässt, hier dann eine „modale“ Stimmung, wie man sie in den 60ern von Musikern wie Miles Davis zum Beginn seiner Fusionphase erfuhr oder auch von John Coltrane in mehr spiritueller Form erlebte.
Ich glaube, dieses Stück ist das mir liebste, es spricht mich emotional am meisten an, mit diesen hintergründig schwellenden Keyboards und dem fordernden sehr guten Sopranosax-Solo.

Well done, Mr. Maguire, und auch vor seinen belgischen Mitstreitern ziehe ich meinen Hut....


Wolfgang
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