schließen

Loginbox

Trage bitte in die nachfolgenden Felder Deinen Benutzernamen und Kennwort ein, um Dich einzuloggen.


  • Username:
  • Passwort:
  •  
  • Bei jedem Besuch automatisch einloggen.


  •  

Information


Hinweis nach EU Cookierichtlinie
Diese Seite verwendet Cookies, um den Login und ungelesen Markierungen zu verwalten. Mit dem surfen auf dieser Seite erklärst Du Dich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mit der Option ganz unten auf der Seite "Cookies von diesem Forum entfernen" kannst Du alle Cookies, die von diesem Forum gesetzt wurden, von Deinem Computer entfernen lassen.  

schließen

Brian Dale - Sticks And Stones

nicht nur Fusion

firebyrd online
Produzent
Avatar
Geschlecht: keine Angabe
Herkunft: keine Angabe 
Alter:
Beiträge: 20827
Dabei seit: 05 / 2006
Private Nachricht
Betreff: Brian Dale - Sticks And Stones  -  Gepostet: 29.09.2009 - 08:24 Uhr  -  
Brian Dale - Sticks And Stones

Musik der etwas 'anderen Art'.

Für mich als Jazzliebhaber eine Besetzung, die hinsichtlich der Beteiligung eines Jazztrompeters der Spitzenklasse aufhorchen ließ.
Die Rede ist von Brian Lynch, so dass ich mich freute, dass hier jemand mitwirkt, der eine besondere Note einbringen könnte.

Der ehemalige Sideman von Musikern wie Art Blakey, Eddie Palmieri, Horace Silver, Toshiko Akiyosh oder Phil Woods hat sich in der Jazzszene insofern bereits eine gute Reputation erspielt.

Doch wer ist Brian Dale?

Dale ist ein Singer/Songwriter und Schlagzeuger, der schon mit Ambrosia (aus jener Zeit stammt "The Voice") zusammen spielte und als Studiomusiker recht beliebt ist.
Das hier vorliegende Album ist sein erstes Solowerk, und ist, grob gesehen, eine Fusion-Platte.
Denn das, was mir bei den ersten Klängen einfällt, sind Begriffe wie 'Fusion', 'Smooth Jazz' sowie eine Ähnlichkeit zur Musik von Michael Franks, der auf dieser Art Unterhaltungssektor sicherlich die Referenz darstellt. Gesanglich erinnert mich Dale ab und zu vom Ausdruck her an Paul Carrack.

Doch all diese Schubladen passen bei Dale nicht, denn für mich steht er 'zwischen den Stühlen' mit seiner Musik.
Plätschert reiner Smooth Jazz oft unerträglich nur so dahin, kommt hier eine wesentliche und auch entscheidende Komponente zum Tragen, und das ist die Eigenschaft des Künstlers, gute Songs zu schreiben, die in der Basis tatsächlich dem Singer/Songwriter-Genre zuzurechnen sein können und die Elemente Fusion oder Smooth Jazz bilden hier lediglich eine Ausschmückung der Musik, mit den entsprechenden lasziven Grooves.
Ab und zu gesellen sich Rockelemente mit einer fetzigen E-Gitarre hinzu ("Buffunkel").

Meine anfängliche Begeisterung über das Mitwirken von Brian Lynch weicht nach dem ersten Titel dann leider der ernüchternden Tatsache, dass der Trompeter lediglich auf dem ersten Stück beteiligt ist.

Dennoch bleibe ich der Musik auch für den Rest der Titel treu, denn der jazzige Aspekt bleibt, wenngleich auch gedämpft, erhalten, indem einmal ein Saxofon eingesetzt wird und Gitarre und Keyboards/Piano im Ansatz entsprechende Elemente einstreuen - so zum Beispiel im lockeren Keyboardsolo auf "The Voice".
Dazu eine gute Portion Funk, die eine rhythmisch federnde Stimmung liefert. Hier erinnert mich es dann wieder leicht an einiges von Level 42, nur mag ich diese Musik dann doch lieber, ist sie doch harmonischer im Songwriting.

Gleich zu Beginn auffällig ist ein Titel, der sich plötzlich, ich war beim Anhören unvorbereitet, aus dem Rahmen pellt. Ich spreche von Track 10, "Ezy Rider". Genau, das ist der Song von Jimi Hendrix.

Für mich immer ein gewagtes Unterfangen, einen Hendrix-Titel so zu interpretieren, dass er auch interessant klingt, ohne

a) am Original zu kleben und
b) eine gewisse Eigenständigkeit zu wahren.

Subjektiv, als Hendrix-Fan, stört mich diese Nummer hier ungemein, objektiv ist er handwerklich sicher gut gespielt und der Gitarrist versucht auch erst gar nicht, den Geist Jimis wieder zu beleben, aber das Stück stört für mich die ansonsten bestehende Einheit der Musik auf der Platte.

Schade in diesem Zusammenhang finde ich zu meinem Bedauern, dass es nicht so weiter geht, wie es mit dem ersten Titel beginnt, denn unabhängig von der Beteiligung Lynchs, ist das für mich der vom Gefühl her groovendste Song.

Dale spielt sich in seiner Rolle als Schlagzeuger nicht in den Vordergrund, sondern agiert stets gruppendienlich.

Fazit: Keine großartige Neuentdeckung für mich, keine reine Fusionscheibe, keine Rockscheibe, am ehestens sehr gute Popmusik mit einem Hauch 'Fusion'.

Die Musiker:


Brian Dale (vocals, drums, background vocals -#3, 4, piano - #3, tambourine - #3, 4)
Peter Mac (guitar - #1,2, 3, 4, 8, 9, 10, keyboards - #1, bass - #3)
Brian Lynch (trumpet - #1)
Theo Merriweather (keyboard bass - #1, piano - #2, 4, 6, 7, B-3 - #2, 3, 5, B-3 bass - #5)
Ryan Schiedermayer (congas - #1, 3, 4, 8, percussion - #2)
Warren Wiegratz (saxophone - #2)
Ethan Bender (bass - #2, 6, 7, 9, 10)
Joe Puerta (background vocals - #3, 5, 10)
Phil Stiemke (bass - #4)
Kara Erickson (background vocals - #4)
Maren Erickson (background vocals - #4)
Mike Standal (guitar - #5-7)
Keith Pulvermacher ('clean' rhythm guitar - #9)


Hier die Titel:


01:Free And Renewed (Mac,Dale)
02:The Voice (Puerta, Pack)
03:My Old Friend (Erickson, Dale)
04:The Setting Sun (Stiemke, Dale)
05:Buffunkel (Dale, Greene)
06:Blind Devotion (Dale)
07:The Closing Scene (Dale)
08:Peace Of Mind (Mac, Dale, Puerta)
09:Don't Count Me Out (Dale, Puerta)
10:Ezy Rider (Hendrix)

die website:

http://www.briandalemusic.com/



Wolfgang
Der an diesem Beitrag angefügte Anhang ist entweder nur im eingeloggten Zustand sichtbar oder die Berechtigung Deiner Benutzergruppe ist nicht ausreichend.
nach unten nach oben
 


Registrierte in diesem Topic
Aktuell kein registrierter in diesem Bereich

Cookies von diesem Forum entfernen  •  FAQ / Hilfe  •  Teamseite  •  Impressum   |  Aktuelle Ortszeit: 20.11.2017 - 18:03