Klassik 1. Teil: Wagner - etwas anders

...damit die Klassik hier nicht ganz untergeht.

 
Sammler
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Klassik 1. Teil: Wagner - etwas anders

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Gepostet: 11.10.2006 - 15:15 Uhr  ·  #1
Vor ein paar Tagen sind mir mal wieder beim Blättern in meiner Wagner-Sammlung drei ungewöhnliche CDs in die Hände gefallen, die auch audiophil von Interesse sind:

Der Ring ohne Worte (Lorin Maazel, Berliner Philharmoniker, Telarc, ca. 70 Min., DDD, aufgenommen 1988)

Tannhäuser ohne Worte (Lorin Maazel, Pittsburgh Symphony Orchestra, Sony Classical, ca. 58 Min., DDD, aufgenommen 1991)


Beides sind lt. Aussage des Dirigenten Synthesen der Opern (beim Ring sind das immerhin vier Opernabende) in sinfonischer Form. Sie folgen dem Verlauf der Opern und enthalten ausschließlich Musik von Wagner. Immer, wenn die Singstimmen nicht im Orchester verdoppelt sind, werden sie einzelnen Instrumenten zugewiesen. Lediglich der Pilgerchor von Tannhäuser wird von einen echten Chor gesungen.
Das ganze ist eine zwiespältige Sache.
Wagner-Puristen stehen sicherlich sämtliche Haare ob solcher „Potpourris“ zu Berge.
Für Wagner-Freunde, die Experimenten aufgeschlossener gegenüber stehen, ist es durchaus interessant, diese Zusammenfassungen zu hören, man hat ja nicht immer Zeit, diese gewiss nicht kurzen Opern komplett zu hören.
Für Wagner-Einsteiger eine gute Möglichkeit, sich mit der Musik des Meisters bekannt zu machen.
Die Klangqualität der Telarc-Aufnahme ist hervorragend (Dynamik, Räumlichkeit, Durchhörbarkeit der teilweise sehr komplexen Instrumentierung), die Sony-Aufnahme fällt dagegen leicht ab, ist aber trotzdem noch gut - sehr gut.

Wagner in Dolby Surround (Leopold Stokowski, Royal Philharmonic Orchestra, RCA Victor/BMG Classics, ca. 48 Min., ADD, ursprünglich (AAA) aufgenommen 1973)

Hier handelt es sich um Instrumentalmusik aus Walküre, Rienzi, Meistersinger und Tristan, die üblichen Verdächtigen eben (Feuerzauber, Ouvertüren, Prelude und Liebestod). Die Aufnahmen wurden 1992 digital remastered und im analogen Dolby Surround Sound remixed. Die so bearbeiteten Aufnahmen liefern – natürlich eine Surround-Anlage vorausgesetzt - eine verblüffende Räumlichkeit, die dem Konzertsaal-Erlebnis wesentlich näher kommt als eine konventionelle Stereo-Reproduktion.
Bezüglich Dynamik sind wegen des Aufnahmedatums aus den frühen 70ern geringfügige Abstriche zu machen.
Sammler
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Re: Klassik 1. Teil: Wagner - etwas anders

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Gepostet: 11.10.2006 - 20:40 Uhr  ·  #2
Wagner, oh Mann, harter Stoff. Diese Versionen kenne ich nicht, aber mit dem Ring des Nibelungen versetze ich gelegentlich unser Haus in heftige Schwingungen. So oft kann man sich das nicht anhören, aber wenn, dann LAUT.
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