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After... - No Attachments



firebyrd offline
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Beiträge: 20834
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Private Nachricht
Betreff: After... - No Attachments  -  Gepostet: 26.01.2012 - 08:09 Uhr  -  
After... - No Attachments


Bei After... haben wir es mit einer Band aus Polen zu tun. Ins Leben gerufen wurde sie bereits im Jahr 2002. Doch nach Besetzungswechseln sollte es noch bis 2005 dauern, bis der erste Longplayer vorgestellt wurde. Nach dem letztjährigen Live-Album liegt nun das neueste Studioalbum vor, auch bereits Ende letzten Jahres veröffentlicht. "No Attachments" wurde in Zusammenarbeit mit Musikern von Pineapple Thief produziert.

Mit viel Elan lässt der Auftakt die kraftvolle Musik erahnen, die da noch kommen soll. Breitwandige und satte Gitarrensounds mit harmonischen Elementen bestimmen das Gerüst des kurzen Stücks. Hier ist allerdings gleich mein erster Kritikansatz, und das ist der Schlagzeuger, der mir hier viel zu statisch klopft und zu sehr in die Harmonien hineinschlägt. "Enchanted" klingt etwas gedankenverloren und fließt angenehm und dezent verträumt dahin, aber nicht ohne für den gewissen Druck zu sorgen. Der Gesang gefällt mir hier sehr gut, alles passt gut zusammen, einen kleinen Hauch von David Bowie scheint mir der Sänger einzubringen. Der Drummer agiert nun für mich wesentlicher 'freundlicher' und für den Gruppensound dienlicher, auch elastischer als beim Eröffnungstitel. Sehr gut gefällt mir auch die melodiebetonte Gitarrenarbeit, die nicht auf wilde Soloexkursionen aus ist, sondern mehr gestaltend wirkt.

Insgesamt ist der Sound sehr druckvoll und satt, schön warm rundet der Bass das Gesamtbild ab. Nur bei einigen Songs wünschte ich mir einen Schlagzeuger, der etwas weicher spielen würde. Das passte etwas besser in den Gesamteindruck der Musik, oder aber die Mitmusiker müssten sich ihm anpassen und lauter und kraftvoller agieren. Aber auch eine gewisse Flexibilität vermisse ich dann im Rhythmus.
Letztlich ist das aber mein einziger großer Kritikpunkt, der jedoch nicht auf alle Titel zutrifft. Bei Stücken wie "Resurrection" komme ich zum Beispiel besser damit klar. Dieser Song gefällt mir übrigens ohnehin sehr gut, weist er doch verschiedene Stimmungen innerhalb der gut fünf Minuten auf.
Auffällig ist auch, dass nur relativ kurze Titel vorgestellt werden, denn die Struktur der meisten Kompositionen eignet sich gerade und grundsätzllich dafür, den Harmonien mehr Spielraum zu geben, die vorgestellten Ideen auszudehnen und somit Platz zum Austoben für die Hörerschaft zu bieten. Das sollte kein Muss sein, ich bin grundsätzlich mit der Länge so zufrieden, nur meine ich, dass wenigstens ein Titel ausgedehnter sein könnte, und wenn es ein 'Showdown' zum Ende wäre.

So wie sie präsentiert werden, bekommen die Titel natürlich eine gewisse Dichte, und diese wird hauptsächlich durch die Gitarrenarbeit getragen. Keyboards vermisse ich überhaupt nicht und wäre froh, wenn man diese auch in Zukunft weglassen würde. Oder höre ich da beim Abschlusstitel doch Klänge von Tasteninstrumenten?? Möglicherweise sind es aber die Gitarren, mit denen dieser Sound entstand. Durch den Einsatz der Sechssaiter entsteht eine für mich angenehme Ruppigkeit, schon ein wenig 'grungig', aber nie in billiges Geschrammel abgleitend, ohne übermäßiges Pathos sehr viel Harmonien aufweisend.

Mit leicht ans Herz gehender Melancholie ist "My Straight Path" ausgestattet, einer meiner Lieblingstitel der Scheibe. Doch zwischendurch wird ihm durch zupackende Elemente kräftig Druck verliehen. Diese Harmonie durchzieht grundsätzlich die ganze Platte, mit dem Effekt, dass der Sound relativ gleichförmig bleibt. Aus einem Guss sozusagen, mir gefällt es, andere würden es für eher langweilig halten. Man kann durchaus noch Parallelen zu Bands wie Porcupine Tree entdecken, ohne dass diese kopiert werden. Doch dieser Einfluss war auf früheren Platten stärker vertreten - so nach und nach vermag es die Band, sich ein eigenes Profil anzueignen. Neben den bekannteren polnischen Kollegen von Quidam und Riverside bilden After... sozusagen ein drittes, oder weiteres 'Standbein' in der Szene.

Musiker:

Krzysiek 'Sooya' Drogowski (vocals)
Radek Wiêckowski (drums)
Czarek Bregier (guitars)
Wojtek Tymiñski (guitars)
Mariusz Zićkowski (bass)

Titel:

01:All Left Behind (3:18)
02:Enchanted (5:35)
03:Summer Fuss (4:56)
04:Carried By The Wind (6:00)
05:Resurrection (5:14)
06:My Straight Path (5:58)
07.The Mention... (5:23)
08:Good Things Are Worth Waiting For (3:33)
09:Hope's Still Alive (4:54)
10.Happiness (6:08)


http://www.after.art.pl/

Wolfgang
Der an diesem Beitrag angefügte Anhang ist entweder nur im eingeloggten Zustand sichtbar oder die Berechtigung Deiner Benutzergruppe ist nicht ausreichend.
...und ich empfehle, auch hier einmal hinein zu schauen:

http://www.rocktimes.de/
http://www.musikansich.de/review.php
nach unten nach oben
 


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