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Blackfield - Same



hmc offline
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Betreff: Blackfield - Same  -  Gepostet: 14.08.2013 - 13:32 Uhr  -  
Blackfield - Same

(2004 - Geffen, Wilson)
Bei Blackfield handelt es sich um eine Kooperation zwischen dem israelischen Musiker Aviv Geffen, der in seinem Heimatland recht berühmt sein soll, hierzulande aber (zumindest mir) gänzlich unbekannt ist, und dem Chefdenker von Porcupine Tree, Steven Wilson.

Blackfield klingen dann auch wie eine Popvariante von Porcupine Tree. Wenn man an Lieder wie "Piano Lessons" von "Stupid Dream" oder "The Rest Will Flow" von "Lightbulb Sun" denkt, hat man bereits eine ziemlich gute Vorstellung davon, wie Blackfield klingen. Wilson und Geffen zelebrieren sehr eingängige und durchweg melancholisch gestimmte Musikkleinode mit hypnotisch schönen Melodien, die eigentlich ohne Probleme auch zu Ohrwürmern im Radio werden könnten, so denn die etablierte Radiolandschaft auch nur einen Funken Verstand besitzen würde.

Das Album wirkt wie aus einem Guss gemacht, Wilson und Geffen scheinen sehr gut zueinander zu passen. Sie haben das meiste Material zusammen geschrieben und trotzdem könnte man alle Lieder auch getrost auf Porcupine Tree Alben stecken, ohne dabei aus dem Rahmen zu fallen.

Die Songs sind dabei oft eher zurückhaltend instrumentiert, es gibt viel Akustikgitarre, sanfte Streicherklänge, entspannte Rhythmen und Mellotroneinsatz, nur gelegentlich fährt die E-Gitarre dazwischen, wie beim ersten Lied "Open Mind". Ein weiteres Markenzeichen von Porcupine Tree, der wunderschöne Harmoniegesang, ist ebenfalls wiederzufinden. Als wahre Killersongs entpuppen sich das Titellied "Blackfield" und das abschließende "Hello", die für mich zu den besten Popsongs der letzten Jahre gehören.

"Blackfield" wird allenfalls Porcupine Tree Fans enttäuschen, die die experimentelle Seite der Band schätzen. Progressive Rock Fanatiker werden wohl auch nicht glücklich werden. "Blackfield" ist eigentlich ein lupenreines Popalbum mit Anspruch geworden, soll heißen, zu intelligent, um auf MTV/Viva und Co. jemals gespielt zu werden.

Kleiner Wermutstropfen: das Album ist sehr kurz geraten. In der Originalausführung (es gibt auch eine internationale Ausgabe mit drei zusätzlichen Liedern auf einer Bonus-CD) sind es nicht mal ganz 37 Minuten, die Lieder überschreiten oft nur so eben gerade die 4 Minuten Marke. Manchmal würde man gern etwas mehr in der Schönheit der Kompositionen schwelgen und auch mal eines der exzellenten Gitarrensoli von Steven Wilson genießen, die man kaum zu hören bekommt, aber vor allem Aviv Geffen soll wohl ein Verfechter kurzer Songs sein.

Wer sich nicht daran stört, dass man für sein Geld für heutige Verhältnisse ein beinahe unverschämt kurzes Album bekommt, wird "Blackfield" so schnell nicht mehr aus dem CD-Spieler werfen. Es kann auch für Porcupine Tree Fans die Wartezeit auf das neue Album verkürzen, das später dieses Jahr erscheinen wird, was aber "Blackfield" nicht wirklich gerecht wird. Es ist viel mehr als ein Lückenfüller, es ist ein ausgezeichnetes Album mit moderner Popmusik geworden, wie man sie sich wünscht, aber viel zu selten zu hören bekommt. Steven Wilson entwickelt sich immer mehr zu einem der besten Songschreiber der Neuzeit. Es wird endlich Zeit, dass dem Mann der große Durchbruch in der Öffentlichkeit gelingt.

12/15 Punkte

TO für den MuZi.

Hier der Link zur Original Rezi.

topic.php?t=9522
Meine Punktvergabe bedeutet: 10 - 11 ordentlich; 12 - 13 gutes Album; 14 - 15 sehr gut bis überrragend.
Müssen in Gefängnissen auch Fluchtwege aushängen?
His Majesty Coels
Dieser Post wurde 1 mal bearbeitet. Letzte Editierung: 14.08.2013 - 13:33 Uhr von hmc.
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