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Allan Taylor - All Is One

Musik im Herbst, für den Herbst des Lebens, auch thematisch...

firebyrd offline
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Betreff: Allan Taylor - All Is One  -  Gepostet: 15.11.2013 - 18:18 Uhr  -  
Allan Taylor - All Is One

Mit angenehmer Regelmäßigkeit veröffentlicht der britische Barde seine Platten zuletzt war das “Old Friends - New Roads“.
Mich begleitet der Musiker mit der besonderen und angenehmen Stimme bereits seit 1980, als ich mir die LP "Roll On The Day" kaufte und die Musik mich sofort in ihren Bann zog.

Auch die neue Platte "All Is One" fasziniert mich erneut ungemein und gefällt mir besser als die vorherigen Veröffentlichungen. Denn hier habe ich das Gefühl, dass mir die Musik viel näher ist - die Stimmung berührt mich tiefer und inniger. Musik für Herbsttage geeignet, auch für die Stimmung des 'inneren Herbstes', mit einem kleinen Hauch Wehmut inklusive, aber immer mit viel Wärme und dabei eine gewisse Ruhe und Zufriedenheit ausstrahlend.

Vielleicht geht mir die Atmosphäre auch deshalb in die Tiefe, weil Allan selbst offensichtlich dahin vorstößt. Denn er hat sich wohl stark dorthin begeben und so zeugen die Texte von viel Lebensweisheit. Sie bieten viele Möglichkeiten der Identifikation, gerade der Titelsong ist sehr ergreifend und berichtet vom Schicksal, das da Leben heißt und mit dem wir in all seinen Schattierungen umgehen müssen - von der Geburt bis zum Tod. Ein sehr anrührender Text, in ein wunderschönes musikalisches Gewand gepackt. Diese Atmosphäre durchzieht jedoch die ganze Platte und mit Instrumenten wie dem Sopransaxofon, mit Cello und Flöten sowie dem erneut ganz prägend eingesetzten bundlosen E-Bass von Hans-Jörg Mauksch wird ein herrliches Klangerlebnis geboten.

Und dann auch wieder mit diesem Klang, wie man ihn eben kennt von Stockfisch: Also Fertigung als Super Audio-CD; eine Hybrid-SACD mit 16bit CD-Audio Layer, die auf jedem herkömmlichen CD-Player abgespielt werden kann.

Ich betrachte die Platte für mich persönlich als Konzept-CD, weil von Anfang bis Ende etwas entstanden ist, das ich ungern unterbrechen möchte. Keine Titel, die es für mich hervorzuheben gibt, die Einheit ist dieses Mal unvergleichlich geworden, auch wenn sich bei einzelnen Titeln Unterschiede ergeben, die sich aber nur in Nuancen zeigen, wie zum Beispiel die zerbrechlich wirkend eingesetzte Perkussion auf "I Followed Her Into The West", das ansonsten nur vom Piano und dieser Streichpsalter, der 'Bowed Psaltery', begleitet wird. Sonstige Besonderheiten, die sich ein wenig aus dem Gesamtbild abheben, findet man auf dem zweiten Song, wo die in slowenischer Sprache gesungenen Textteile von Vlado Kreslin mit eindrucksvollem Ausdruck übernommen werden. Auch der Einsatz des Sopransaxofons unterstreicht diese Aufforderung, die Musik einfach fließen zu lassen.

"One Last Smile" - dieses Stück scheint auf einem beschwingten Rhythmusteppich dahinzuschweben, der bei allen Titeln sehr gut ohne Schlagzeug auskommt. Inhaltlich fühle ich mich 'ertappt', wenn Allan offenbar vom Älterwerden singt, »Time is moving faster now, time enough to know, time to make it count somehow, before it's time to go.« Ja, in vielen Texten beschäftigt er sich mit der Endlichkeit des Lebens, aber ohne dass es traurig oder niederdrückend wäre. Es ist eher Melancholie als Depression oder Hoffnungslosigkeit, die ausgedrückt wird. Vielmehr scheint Allan Taylor eine Art Bestandsaufnahme geschaffen zu haben, mit einer Beschreibung der Realität, der wir alle ausgesetzt sind. Diese wird ganz einfach ohne Umschweife und schnörkellos beschrieben.

Auch die drei Fremdtitel des Albums fügen sich nahtlos thematisch und musikalisch in dieses ein, das mit der Aussage Allan Taylors - es sei das Beste, was er könne, tun werde, obgleich er kein perfekter Mann wäre - endet, nur von Lutz Möller am Piano begleitet.

Diese Musik macht nachdenklich und vielleicht mag auch ihre Schönheit von den realistisch gefärbten Texten ablenken, aber wie heißt es im Titelsong: »One final dance unites us all, one grand romance before we fall, one stands alone when all is gone, when one is all and all is one.« Danke, Allan, für dieses vorzügliche Album.


Besetzung:


Allan Taylor (vocal, guitar)
Ian Melrose (guitars, flute, tremolo guitar)
Lutz Möller (piano, Hammond B3, keyboard)
Barnaby Taylor (piano)
Vlado Kreslin (vocal - #2 Slovanian verse) Lea Morris (harmony vocals)
Lucile Chaubard (violoncello)
Grischka Zepf (electric bass)
Hans-Jörg Maucksch (fretless bass)
Sven von Samson (percussion)
Beo Brockhausen (percussion, bowed psaltery, soprano saxophone - #2)


Songs:


01:Endless Highway (4:49)
02:Let The Music Flow (5:26)
03:All Is One (7:29)
04:We Stood As One (5:34)
05:I Followed Her Into The West (4:28)
06:One Last Smile (4:57)
07:Plenty For The Few (4:36)
08:The Sky (8:29)
09:Like A Cloud (3:26)
10:The Best I Can (2:22)
(All songs written and composed by Allan Taylor
except #8 written by Derroll Adams, #5 written by Tom Paxton,
#9 written by Santino de Bartolo and translated by Allan Taylor)


http://www.allantaylor.com/

Wolfgang

...und ich empfehle, auch hier einmal hinein zu schauen:

http://www.rocktimes.de/
http://www.musikansich.de/review.php
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sunny offline
Toningenieur
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Alter: 55
Beiträge: 9298
Dabei seit: 05 / 2011
Private Nachricht
Betreff: Re: Allan Taylor - All Is One  -  Gepostet: 16.11.2013 - 10:59 Uhr  -  
hallo firebyrd, vielen Dank für die super Rezi.
Auf You Tube kann man sich mit Allan Taylor mehr beschäftigen.

Auch wenn man vielleicht sagt, es sagt einem nicht so zu, sollte man die Lieder öfter anspielen.
Die Musik ist passend zur Jahreszeit! :r:
rockige Grüße Sunny
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Leslie offline
Produzent
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Beiträge: 22527
Dabei seit: 07 / 2008
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Betreff: Re: Allan Taylor - All Is One  -  Gepostet: 16.11.2013 - 11:16 Uhr  -  
ich kenne nur Mick Taylor - hab mal einen Song von Allen rausgesucht - im ersten Moment denkt man unwillkürlich an Mark Knopfler aus einer seiner Solo LPs

Allan Taylor - Colour of the moon
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