RUSH - SAME

Mercury Records 1974

 
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RUSH - SAME

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Gepostet: 07.04.2015 - 21:30 Uhr  ·  #1
RUSH - SAME



Das Debüt von RUSH wurde 1973 in ihrer Heimatstadt Toronto aufgenommen, Produzent war hier schon Terry Brown, der bis zum Album Signals von 1982 der Band treu geblieben ist.
Vertrieben wurde es 1974, über das eigens gegründete Label Moon Records, da für kanadische Hardrockbands kein Bedarf da war. Als sie im kanadischen Radio promotet wurden, entdeckte sie dann die Plattenfirma Mercury Records und brachte das Album erneut raus. Da schon frühzeitig ihr Potenzial entdeckt wurde. Es wurde bis heute das bestverkaufteste Debutalbum einer kanadischen Band.
Ansonsten ist das die einzige Scheibe wo RUSH einen anderen Drummer hatten, John Rutsey hieß er, nach dem er krankheitsbedingt von der Band ging und von Neil Peart ersetzt wurde.
Wie viele Sachen dieser Zeit wurde der Gitarrenrock a la Led Zeppelin praktiziert und nie erreicht. Auch hier nicht, aber man muss zugeben Sie waren sehr sehr nah dran mit diesen Album.

Finding my Way, der Opener geht mit einem fetzigen Riff los wie eine Rakete, Geddy Lee's hohe krätzige Stimme hatte damals schon eine Wiedererkennungswert. Hier merkt man schon das gute Zusammenspiel zwischen Alex Lifeson Gitarrenspiel und Geddy's hervorragenden Basslinien. John Rutsey macht seinen Job gut, hält die Songs gut zusammen.
Aber es ist natürlich kein Vergleich zu Neil.
Need Some Love und Take a Friend sind belanglose gute Rocker.

Here Again ein für diese Zeit üblichen Slow-Rock-Blues-Song besticht durch die intime Stimmung der Aufnahme. Man ist mittendrin, sitzt am Kaminfeuer, trinkt eine Flasche Rotwein und swoft 7min alle ausufernden Gefühlslagen mit. Ein starker Song.

What Your're Doing und In the Mood, dito wie oben gute Rocker, aber auch nicht mehr.

Before and After beginnt mit einem schönen Akustikgitarren Thema und einen extremen Fender Bass Sound bis sich nach einer Minute die Verzerrung einschaltet und im MidTempo weiterfließ bis RUSH wieder das Tempo anzieht. Im Mittelteil, zeigt auch mal Rutsey was in ihm steckt und trommelt hier schöne dynamische Breaks, Lifeson's Stereosound Solo läuft einfach mit rein bevor es wieder fetzig weitergeht und Alex sich nochmals austoben darf.
Mein Lieblingslied auf der Scheibe, da sie hier eine Songstruktur einbinden, die sie ja später vollends weiterentwickelt haben.
Der Schluss hat es noch in sich, Working Man, eins der bekanntesten Hardrocksong, das immer wieder mal gern von jungen Bands gecovert wird, oder auf sehr vielen Rocksampler vertreten ist.
Hier wiedermal ist der krasse Riff das Erkennungsmerkmal, ein bisschen Sabbath - ein bisschen Zeppelin, ein guter und explosiver Mix, was die Jungs hier bruzeln. Dieser enlädt sich im Mittelteil.
Ein Basslauf läutet dies ein und ein diabolisch krächzendes Gitarrensolo zieht wie eine brennende Lunte unaufhörlich weiter, bis das Dynamit erreicht ist.
BUUUMMMM es explodiert whummmm
und dann wieder dieser Riff, 7min Headbanging Quälerei.

Fazit:
Ein Album das man getrost neben dem Debut von Zeppelin und Black Sabbath stellen darf. Es sind einige Klassiker damals aufgenommen die bis heute im Liveprogramm der Band gespielt und zelebriert werden. Wie Finding my Way oder Working Man. Geddy's Lee Stimme ist hier schon schrill, aber noch nicht ausgereift wie auf den späteren Alben, ab und an erinnert er (gerade mit den Uhhhs und Ahhh) an Robert Plant. Alex Lifeson damals schon ein hervorragender Gitarrist der die Songs das gewisse Etwas gibt.


Geddy Lee - Lead Vocals & Bass
Alex Lifeson - Guitars & Vocals
John Rutsey - Drums & Vocals

Released: March 1974 / August 10th, 1974
Certified Gold by RIAA: February 1, 1995

Highest Billboard Chart Position: 105
All songs composed by Lee & Lifeson except 'In The Mood' composed by Lee · Recorded at Toronto Sound Studios · Recorded at Eastern Sound · Remixed at Toronto Sound · Remix Engineer - Terry Brown
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Re: RUSH - SAME

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Gepostet: 07.04.2015 - 23:52 Uhr  ·  #2
Zitat geschrieben von xanadu

RUSH - SAME




Fazit:
Ein Album das man getrost neben dem Debut von Zeppelin und Black Sabbath stellen darf.


Echt jetzt? Für mich ist das ein Rockalbum unter ganz ganz vielen. Die Songs sind nicht schlecht,gehen schön ins Ohr,allerdings wirkt alles doch ziemlich belanglos.Würde auf dem Teil nicht Rush stehen,hätte ich es garantiert niemals gekauft.
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Re: RUSH - SAME

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Gepostet: 08.04.2015 - 08:08 Uhr  ·  #3
Sehr schöne Vorstellung, danke! Ich bin auch der Meinung, dass sich das Album absolut sehen lassen kann!
Speziell "Working Man" zeigt, wo es künftig hingeht.

Zu zwei Sachen habe ich eine Anmerkung Xanadu:
- Bzgl. dem Drummer will ich meinen, dass er die Band verließ, weil er nicht in die progressive Richtung mit gehen wollte.
- "Before and after": bist du dir sicher, dass es ein Fender ist? Wenn dann ein Preci.... doch ich kenne Geddy Lee bis "Moving Picture" eigentlich nur mit seinem Rickenbacker.... erst so gegen Ende der 80er kam er dann mit nem 70er Jazz Bass, dem Fender ein eigenes Signature Modell gewidmet hat
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Re: RUSH - SAME

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Gepostet: 08.04.2015 - 09:17 Uhr  ·  #4
Danke für die Vorstellung. Ehrlich gesagt habe ich mich nie mit den Anfangstagen von Rush beschäftigt, dafür stehen sie hier ab "2112" nahezu komplett. In das Debüt habe ich vor längerer Zeit mal reingehört, hat mmich nicht angesprochen. Vielleicht sollte ich da noch einmal einen Versuch wagen.
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Re: RUSH - SAME

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Gepostet: 08.04.2015 - 11:06 Uhr  ·  #5
Zitat geschrieben von Stattmeister

Danke für die Vorstellung. Ehrlich gesagt habe ich mich nie mit den Anfangstagen von Rush beschäftigt, dafür stehen sie hier ab "2112" nahezu komplett. In das Debüt habe ich vor längerer Zeit mal reingehört, hat mmich nicht angesprochen. Vielleicht sollte ich da noch einmal einen Versuch wagen.


und ich wage mich nicht wirklich an Power Windows, Signals und Co heran o)
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Re: RUSH - SAME

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Gepostet: 08.04.2015 - 12:14 Uhr  ·  #6
@MusicalBox: Diese 80er Scheiben sind hier bei Beitrag 7 gut erläutert worden
http://www.musikzirkus.eu/forum/topic.php?t=3834

Wegen dem Drummer John Rutsey hast du ebenfalls recht, dies war auch ein Grund.
Er hatte aber Diabetes und konnte den aufkommenden Tourstress nicht standhalten.
Geddy Lee hatte glaube ich einen Fender Bassman Verstärker mit seinem Rickenbacker Bass, darum klingt das so dreckig.

@stattmeister: kennst du die Caress of Steel ? ihre 3. die finde ich wirklich klasse von der Anfangsdekade.
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Re: RUSH - SAME

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Gepostet: 08.04.2015 - 12:53 Uhr  ·  #7
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Re: RUSH - SAME

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Gepostet: 08.04.2015 - 18:02 Uhr  ·  #8
Zitat geschrieben von xanadu

@stattmeister: kennst du die Caress of Steel ? ihre 3. die finde ich wirklich klasse von der Anfangsdekade.


Nein, nur das bekannte Bastille day. Danke für den Tip, dann beschäftige ich mal mit dieser.
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