Allan Holdsworth - der etwas andere Gitarrist

 
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Allan Holdsworth - der etwas andere Gitarrist

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Gepostet: 16.05.2006 - 09:21 Uhr  ·  #1
ALLAN HOLDSWORTH

Eigentlich kein Jazz-Gitarrist, denn Holdsworth ist mehr im Bereich FUSION anzusiedeln, desgleichen hat er sich auch schon in PROG-ROCK- Gefilden herumgetrieben.

1946 wurde er in Bradford, Yorkshire, geboren und erhielt schon früh Unterricht durch seinen klavierspielenden Vater. Außerdem lernte er Saxophon, bis er sich dann erst im Alter von 17 der Gitarre zuwandte, und nebenbei noch der Violine.

Seine musikalischen Vorbilder(hier : der Gitarre) waren schon früh die Jazzgitarristen Django Reinhardt, Charlie Christian, Joe Pass, Jimmy Raney, darüber hinaus Eric Clapton und der Saxer John Coltrane.
Sein erster Auftritt auf Platte ist mit der Band IGGINBOTTOM’S WRENCH dokumentiert.(1969)

Nach einigen Auftritten in kleinen Clubs wurde der Saxophonspieler Ray Warleigh auf ihn aufmerksam, und verschaffte ihm Auftritte in London .

In diese Zeit fallen seine weiteren Mitwirkungen im Studio bei Produktionen von IAN CARR’S NUCLEUS (Belladonna – 1972) und bei der neuen Band von Jon Hiseman, TEMPEST (1973).

Weitere wichtige Stationen waren Aufnahmen mit SOFT MACHINE (Bundles – 1975, später noch einmal auf Land of Cockayne – 1981), TONY WILLIAMS’ LIFETIME(Believe it! - 1975 – Million Dollar legs -1976), GONG(Gazeuse-1976, Expresso – 1978),BILL BRUFORD (Feels good to me – 1977, und One of a kind – 1979),JEAN-LUC PONTY(Enigmatic Ocean – 1977)UK (same – 1978).

Als Sessionmusiker auf einigen Stücken tauchte er dann auch auf bei Aufnahmen von Jack Bruce, Stanley Clarke, Level 42 u.v.a..

Seine eigene Diskographie begann 1976 mit „Velvet Darkness“ aus dem Jahre 1976 und hat danach noch 16 weitere Alben veröffentlicht, zuletzt 2003 mit „Then!“, einer Live-Veröffentlichung.

2003 war er auch bei einer „Fast-Reunion“ von Soft Machine unter dem Namen SOFT WORKS beteiligt und letztes Jahr betätigte er sich im Prog-Rock-Bereich bei der Band K2.

Wer einen guten Einstieg möchte, dem sei die aktuelle Best-Of-Doppel-CD, „Against the clock“, empfohlen.

Holdsworth ist ein Gitarrist, der immer versucht hat, die technischen Möglichkeiten der Gitarre auszuloten und voranzutreiben. Seine Soli entwickeln sich langsam und man muß oft genau und konzentriert zuhören, um die Abläufe verfolgen zu können. Es wurde über ihn auch schon gesagt, er modelliere seine Soli wie ein Bildhauer.

Das gute daran ist, dass er hierbei nicht zum rein technischen Spieler verkommt, sondern durchaus viel „Feeling“ und Ideenreichtum einbringt, nicht nur schnell, sondern auch langsam spielt, kurzum immens „gestaltend wie ein Maler mit den Farben“.

Neben dem Gitarrenspiel trieb er auch maßgeblich die Entwicklung der sogenannten SYNTHAXE voran. (ein gitarrenähnlicher Synthesizer, die Musiker hier im Forum mögen es genau erklären können) Ab 1988 experimentierte er verstärkt damit.

Überhaupt scheinet er auch einer der „ständig Suchenden“ zu sein, die wahrscheinlich nie zufrieden sind mit ihrem jeweiligen Ergebnis.

Enthusiasten haben mittlerweile auch ein eigenes Holdsworth-Forum errrichtet:

http://www.therealallanholdsworth.com/forum/index.php

Als Einstieg empfahl ich bereits „Against the clock“, ansonsten noch, repräsentativ:

I.O.U. (1982)
Metal Fatigue (1985)
Wardenclyffe Tower(1992)
None too soon( 1996)
All night wrong(2002)

Quellen:
The Complete Allan Holdsworth Discography (http://www.enter.net/)
http://www.therealallanholdsworth.com/
http://www.allmusic.com

Wolfgang :D
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Re: Allan Holdsworth - der etwas andere Gitarrist

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Gepostet: 31.05.2010 - 19:55 Uhr  ·  #2
Ich lernte Ihn von Aufnahmen bei TEMPEST und SOFT MACHINE kennen, bei beiden Bands machte er seine Sache aussergewöhnlich gut. Mittlerweile braut er sein eigenes Bier!
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Re: Allan Holdsworth - der etwas andere Gitarrist

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Gepostet: 31.05.2010 - 20:54 Uhr  ·  #3
ich würde noch die erste von U.K. nennen, wo er prägend für den Sound war

trurl
Sir Henry
 
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Re: Allan Holdsworth - der etwas andere Gitarrist

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Gepostet: 31.05.2010 - 21:01 Uhr  ·  #4
Ich kenne ihn auch nur als Sideman in anderen Bands und keine Soloprojekte von ihm. Zuerst bei Tempest (deren erstes Album mir anfänglich nicht so recht gefiel; ich war zu Colosseum-verseucht. Das hat sich heute aber geändert), dann bei U.K. (das Debut find ich immer noch gut), dann Gong (die 'Espresso' is bis auf das Drumsolo klasse) und last but not least bei T. Williams (die 'Believe it' is der helle Wahnsinn).
Der Mann hat jeder dieser Platten einen eigenen Stempel aufgedrückt, durch seinen eigenen Ton und seine Phrasierung, die ihn aus der Masse der guten Gitarristen heraushebt. Wenn ich ihn gehört habe, kam mir auch gleich immer Jeff Beck in den Sinn.

Gruss
Sir Henry
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Re: Allan Holdsworth - der etwas andere Gitarrist

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Gepostet: 01.06.2010 - 09:40 Uhr  ·  #5
schön wenn so interessante Beträge wieder nach oben kommen - hab ich seinerzeit voll verpasst :oops:
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