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Charlie und Pieps



Moniek offline
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Herkunft: GERMANY  Hannover 30451
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Betreff: Charlie und Pieps  -  Gepostet: 13.09.2017 - 17:11 Uhr  -  
Heute mal eine Kindergeschichte

Charlie und Pieps

In einem großen Käfig lebten viele Vögel, große und kleine.
Eines Tages brachte der Mann, der die Voliere in dem Wintergarten gebaut hatte, einen schönen bunten Papagei zu den anderen.
„Hier bringe ich Euch Charlie,“ sagte er, „Seid nett zu ihm, er kommt von weit her.“
Die anderen Vögel schauten neugierig und manche auch etwas neidisch, weil er so schöne, bunte Federn hatte.
Pieps, ein kleiner, unscheinbarer Zebrafink, setzte sich neben den Papagei und begrüßte ihn freundlich.
„Mein Name ist Pieps,“ sagte er.
Charlie schaute etwas hochnäsig auf den kleinen Vogel, ließ sich dann aber doch auf ein Gespräch mit ihm ein.
Pieps zeigte und erklärte alles und stellte ihm seine Freunde vor.
Die meisten Vögel lebten ganz zufrieden und friedlich beisammen. Hier hatten sie alles, was sie brauchten, gutes Futter, ausreichend Wasser und außerdem viel Platz zum Fliegen, denn es war ein sehr großer Käfig, aber natürlich ein Käfig.
Charlie schaute immer wieder den frei lebenden Vögeln hinterher, die sicherlich oft hungern mussten, aber nicht eingesperrt waren.
Er spielte sich schnell zum Chef auf, erzählte haarsträubende Geschichten, von Freiheit und Abenteuern, die er erlebt hatte.
Die Wahrheit war, dass er nie frei gelebt hatte und in einem so großen Käfig auch noch nicht, aber das musste er ja nicht jedem erzählen.
Pieps sah so klein und schüchtern aus aber gerade ihn hatte sich Charlie ausgesucht, weil er ihm alles glaubte, dachte er.
An einem schönen Sommertag hatte es der Mann etwas eilig …..... und er vergaß, die Käfigtür richtig zuzumachen.
Die meisten Vögel hatten es gar nicht gemerkt, nur Charlie und Pieps hatten es gesehen.
Pieps wusste genau, was Charlie vorhatte und wollte ihn zurückhalten, aber zu spät, mit einem eleganten Schwung flog der Papagei auf den nächsten Baum.
Der kleine Fink wollte gar nicht nach draußen, aber er vielleicht ließ sich Charlie überreden, wieder zurückzukommen.
Also flog Pieps ihm hinterher.
In diesem Moment hatte der Mann bemerkt, dass die Tür der Voliere nicht geschlossen war, schnell lief er hin und schloss ab.
Dann ging er zu seinem Auto und fuhr davon, ohne die beiden Ausreißer zu sehen.
Da saßen sie nun.
Pieps fragte sich, was Charlie wohl jetzt machen würde, zurück konnten sie ja nicht.
Er machte sich so klein, wie möglich und fiel auch mit seinem unscheinbaren Federkleid nicht auf.
Der Papagei jedoch, eitel wie er war, setzte ich so, dass man ihn sehr gut sehen konnte.
Natürlich sahen ihn die anderen Vögel im Käfig, manche neidisch, manche erschrocken und die frei lebenden sahen ihn auch, kümmerten sich aber nicht um ihn.
Dann kam ein großer Hund vorbei, schaute kurz nach oben und ging einfach weiter.
Charlie war schon etwas enttäuscht, dachte er doch, dass alle Tiere ihn bemerken müssten.
Ein kleiner Hund lief kläffend zu dem Baum, aber wurde an der Leine wieder zurückgeholt, ohne dass die Frau den großen, bunten Vogel sah, der dort auf einem Ast saß.
Der nächste Hund sprang bellend an dem Baum hoch, konnte aber natürlich den Vogel nicht erreichen.
Den schien es nicht zu stören, er schien auch keine Angst zu haben, nur Pieps fürchtete sich und kroch noch ein wenig weiter unter die Blätter.
Als es Mittag wurde, bekamen die Beiden Hunger, denn sie hatten ja nicht gefrühstückt.
So gutes Futter wie zuhause gab es hier aber nicht. So sehr sie auch schauten, nirgendwo stand ein Schälchen mit Körnern oder Wasser.
Sie hatten ja nicht gelernt, sich selbst etwas zu Essen zu suchen.
Am Gartenteich wollte Charlie etwas trinken. Sorglos flog er dorthin, beugte sich über das Wasser und nahm einen Schnabel voll. Die Nachbarskatze hatte ihn schon entdeckt und schlich sich heran.
Pieps hatte sie aber gesehen und schrie ganz laut, so dass auch der Freund aufmerksam wurde und sich schnell wieder auf den Baum rettete.
Dass Katzen klettern können, hatte ihm aber Niemand gesagt. Sie stieg auf den Baum und kam immer näher.
An dem kleinen Vogel schlich sie sich vorbei, wahrscheinlich hatte sie ihn gar nicht gesehen.
Der Papagei flog im letzten Augenblick davon und landete mitten zwischen den Hühnern, beim Bauern gegenüber.
Der kleine Vogel war ihm gefolgt und sah von einem Baum in der Nähe zu, was dort passierte.
Zuerst machten die Hühner ein großes Geschrei und Gegacker, so dass man gar nicht verstand, was sie sagen wollten.
Alle stürzten sich auf ihn und hackten nach ihm, weil er so anders aussah.
Dann kam der stolze Hahn und begrüßte ihn ganz höflich.
Er dachte, dass es doch ein vornehmer Kollege sein müsste, so groß und bunt, fast so groß, wie er selbst.
Er bot ihm großzügig an, mitzuessen, was sich der Papagei natürlich nicht zweimal sagen ließ.
Pieps hatte in einer Ecke des großen Auslaufs eine Handvoll Körner entdeckt, die er sich nach und nach holte und auf dem Baum fraß.
Unter die großen Hühner traute er sich nicht, sie wirkten etwas tollpatschig.
Während der Hahn und der Papagei auf und ab stolzierten, tuschelten die Hühner untereinander, denn sie waren mit dem Besuch gar nicht einverstanden, beanspruchte er doch die ganze Zeit und die Aufmerksamkeit von Kurt, dem Hahn.
Sie scharrten weiter nach Würmern, schauten aber immer wieder ärgerlich zu den Beiden, die aber so vertieft in ihre Unterhaltung waren, dass sie das gar nicht merkten.
Kurt kümmerte sich den ganzen Nachmittag nicht um seine Hühner und das gefiel denen gar nicht.
Schließlich taten sie sich zusammen und sagten dem Hahn ihre Meinung.
Sie sahen richtig sauer aus, so gab Kurt schließlich nach und sagte tschüß zu Charlie.
Der setzte sich auch gleich auf den nächsten Baum, zu dem kleinen Fink.
Dem flunkerte er eine Menge Sachen vor. Der Hahn hätte ihm angeboten,
auf dem Hühnerhof zu bleiben, Futter gab es mehr als genug.
Der Papagei behauptete dann noch, er hätte abgelehnt, es wäre ihm zu langweilig.
Pieps sah ihn von der Seite an und glaubte ihm kein Wort aber als höflicher Vogel behielt er das für sich.
Jetzt plante Charlie einen Ausflug in den nahen Wald, während Pieps genug hatte und nur noch nach Hause wollte.
Allein lassen mochte er den Kumpel aber auch nicht, wer weiß, was noch alles
passieren würde.
Der kümmerte sich aber gar nicht um Pieps und flog einfach los.
Der Kleine hatte Mühe hinterherzukommen.
Da nahte schon die nächste Katastrophe.
Ein Junge hatte den Papagei entdeckt. Er schrie und fuchtelte wild mit den Armen, so dass die Beiden vor Schreck fast vom Ast gefallen wären.
So einen Lärm waren sie nicht gewohnt.
Ein paar größere Jungen in der Nähe wurden aufmerksam und kamen gleich angelaufen.
Sie waren ganz aufgeregt.
Den tollen bunten Vogel wollten sie sich holen, zwei von ihnen fingen sofort an, auf den Baum zu klettern.
Nervös trippelte Charlie hin und her.
Drohte ihm Gefahr? Er hatte keine Ahnung.
Der Mann, dem die Voliere gehörte, war immer gut zu ihnen gewesen.
Pieps wusste auch nicht so recht, wie er sich verhalten sollte.
Die Jungen kletterten um die Wette, Jeder wollte der Erste sein.
So beachteten sie den kleinen unscheinbaren Fink nicht, der fieberhaft überlegte, was er unternehmen könnte, um dem Freund zu helfen.
Auf einmal schrie und piepste er los, so laut er konnte.
Irritiert hielten die beiden Kletterer einen Moment an um zu schauen, wer da einen solchen Lärm macht.
Schnell flog der Kleine zu dem großen Freund, um ihn zu warnen.
Er wusste zwar nicht, was die Burschen vorhatten aber irgendwie hatte er kein gutes Gefühl bei der ganzen Sache.
Schwiiiiiiiiirrrrrrrrrrrrr flogen die Vögel davon und die Jungen hatten das Nachsehen.
Charlie hatte immer noch nicht genug und flog geradewegs weiter in den Wald hinein.
Dort war es dämmerig und alles sah so fremd aus.
Überall raschelte es und die eine oder andere wildlebende Katze begegnete ihnen.
Schließlich retteten sie sich auf einen Hochsitz.
Zum Glück unbeobachtet, denn eine Katze wäre ja Ruck Zuck oben gewesen.
Müde und hungrig schliefen die Beiden ein, den Kopf unter das Gefieder gesteckt.
Ganz früh am nächsten Morgen, es war noch dunkel, kam der Förster auf seinen
Hochsitz geklettert.
Pieps erwachte von dem Krächzen seines großen Freundes, als der von dem Förster blitzschnell in einen Schal gewickelt wurde.
Erschrocken flatterte er auf den nächsten Baum und sah zu, wie Charlie in das Auto getragen und dort in einen verschließbaren Korb gesteckt wurde.
Mit Müh und Not schaffte er es, hinterherzufliegen.
Wohin ging die Reise?
Als er das Haus und die große Voliere erkannte, war der Kleine doch sehr erleichtert.
Er setzte sich in die Nähe der Tür und wartete.
Nach kurzer Zeit tauchten der Mann und der Förster auf, den Korb in der Hand.
Schnell öffnete der Besitzer die Tür des Käfigs, um den Papagei hineinzulassen
und Niemand bemerkte den kleinen Fink, der die Gelegenheit nutzte und auch mit in den Käfig schlüpfte.
Puuhhhhhhhh!!
Das wäre geschafft.
Von wegen Käfig und eingesperrt sein!
Hier war man sicher vor Hunden, Katzen, Hühnern und Jungen auf Vogeljagd.
Das Angeben hatte der Papagei aber nicht aufgegeben. Immer wieder erzählte er
von den Abenteuern, die erlebt hatte und jedes Mal waren sie gefährlicher und
aufregender, als beim letzten Mal.
Er war natürlich der Held, der dem kleinen Freund oft genug das Leben gerettet hatte.
Pieps sagte nichts dazu, er wusste ja, wie es wirklich gewesen war
Über eine Sache waren sie sich aber einig, hier war es am Schönsten.
Trotz ihrer Unterschiedlichkeit wurden die Beiden doch noch richtig gute Freunde.
Ich habe meine Meinung, verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen.
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kraut-brain offline
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Betreff: Re: Charlie und Pieps  -  Gepostet: 14.09.2017 - 16:45 Uhr  -  
Schade, dass der Ausflug von Pieps und Charlie nicht länger gedauert hat. Wer weiß, was sie noch alles hätten erleben können.

Spontan fällt mir zu dem Rollenverhalten der beiden Hauptakteure ein, dass man ihre Verhaltensmuster auch auf Männer und Frauen beziehen könnte .....

Moni, auf jeden Fall hat es wieder Spaß gemacht, deinen Zeilen zu folgen. Ich freue mich schon auf deine künftigen Geschichten. :happy:
Ein Tag ohne Musik ist kein schöner Tag!
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Tom Cody offline
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Betreff: Re: Charlie und Pieps  -  Gepostet: 14.09.2017 - 17:06 Uhr  -  
Liebe Moni, es mag zwar eine Kindergeschichte sein, aber, ich finde, man kann die dargestellten Verhaltensweisen auch gut in die Erwachsenenwelt transportieren. Es sind Situationen, die durchaus des öfteren im Alltagsleben vorkommen dürften.

Danke für diese kurzweilige Geschichte! :)
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Moniek offline
DJ
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Betreff: Re: Charlie und Pieps  -  Gepostet: 14.09.2017 - 17:17 Uhr  -  
Dankeschön :happy:
Ich habe meine Meinung, verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen.
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White Bird offline
Sammler
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Betreff: Re: Charlie und Pieps  -  Gepostet: 15.09.2017 - 11:04 Uhr  -  
Der Geschichte von Charlie und Pieps konnte ich mich natürlich auch nicht entziehen. In schön beschriebenen Passagen hast du die Umstände dargestellt, die man auch im alltäglichen Leben, im hier und jetzt vorfindet.

Moni, danke dafür. :)
Denke nicht so oft an das, was dir fehlt, sondern an das, was du hast.
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Moniek offline
DJ
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Betreff: Re: Charlie und Pieps  -  Gepostet: 17.09.2017 - 16:58 Uhr  -  
Dankeschön =)
Ich habe meine Meinung, verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen.
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sunny offline
Toningenieur
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Betreff: Re: Charlie und Pieps  -  Gepostet: 22.09.2017 - 23:18 Uhr  -  
danke Moni, auch eine Kindergeschichte kann erfreuen.
rockige Grüße Sunny
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Moniek offline
DJ
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Betreff: Re: Charlie und Pieps  -  Gepostet: 24.09.2017 - 22:35 Uhr  -  
=) Danke
Ich habe meine Meinung, verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen.
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