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DEEP PURPLE - California Jam 1974



Guestuser
 
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Betreff: DEEP PURPLE - California Jam 1974  -  Gepostet: 08.03.2007 - 16:03 Uhr  -  
Weil ich mal wieder 90 Minuten auf dem Homeradl durchhalten wollte, hab ich mir heute wieder mal diese DVD gegönnt und möchte sie denen die sie nicht kennen vorstellen.

Deep Purples erster Auftritt in USA und fast ihr letzter. Das CALIFORNIA JAM war ein großes Open Air Festival auf dem Ontario Speedway. Deep Purple sollten als vorletzte Band vor ELP auftreten, welche als Headliner gedacht waren. Richie Blackmore sah das aber ganz anders. Für ihn waren Purple die Headliner und er hatte keinen Bock bei Tageslicht auf die Bühne rauszugehen und verweigerte schlicht. Nach langem und sehr gutem Zureden seiner Bandkollegen sowie des Managers (und der kleinen Erwähnung von Vertragsstrafe) lies er sich dazu überreden.

So spielten sie die erste halbe Stunde bei Tageslicht bevor dann langsam die Dämmerung einsetzte. Es war Purples erste große Show mit Hughes am Bass und Gesang, sowie Coverdale als Gillans Nachfolger. Infolgedessen gab es fünf Stücke vom brandneuen "Burn" Album, sowie eine kurze Vorstellung der neuen Bandmitglieder durch Jon Lord. Ein furioses "Burn", mit "Might just take your life" und "Lay down, stay down" zwei durchschnitliche neue Stücke. Mit "Mistreated" Richies Bluesshowcase. Mit dem fabelhaft guten "You fool no one" in welches sie am Ende noch sehr elegant "The Mule" einflochten das Showpiece für Ian Paice. Ich liebe dieses Stück, vorwärts getrieben von Paice's Cowbell.

Es gab ein grausig schlechtes "Smoke on the water", wo Hughes und Coverdale sich den Gesang teilen und immer irgendwie daneben zu liegen scheinen.

Und es gab ein knapp halbstündiges "Space Truckin". Obwohl anscheinend Richie sich inzwischen beruhigt hatte und die Begeisterung der 200.000 Fans genoß, regte ihn der Kameramann zu seiner linken auf. Das Konzert wurde fürs Fernsehen mitgefilmt und die riesige fahrbare TV-Kamera kam Richie desöfteren nah und näher um ihm auf die Finger zu schauen. So kam es, dass er mitten in einem Solo gegen der 20 Minuten Marke seine Gitarre abschnallte und auf die Kamera eindrosch, bis diese den Geist aufgab. Die Trümmer seiner Gitarre überlies er den Fans und warf sie in hohem Bogen hinein.

Aber sein Rachedurst für die Schmach nicht die Hauptband zu sein war noch nicht erloschen. Er läuft kurz zu seinem Gitarren-Roadie hin, unterhält sich, geht vor an den Bühnenrand um weiter zu solieren, gibt dem Roadie Zeichen und plötzlich brennt der mittlere seiner drei Marshall-Türme. Im nächsten Moment zerreist es das Ding, die Trümmer fliegen quer über die Bühne und die Sicherheitsleute zücken die Feuerlöscher.

Jon Lord sagte mal, er habe den Feuerwind bis hinüber zu seiner Seite der Bühne gespürt. Ich denke mir immer, Ian Paice, der ca. anderthalb bis höchstens zwei Meter neben Richies Türmen trommelte konnte danach wohl seine Ohren abgeben. Dass ihm nicht mehr passiert ist, ist ein Wunder. Keiner der anderen Purples wußte von dieser Aktion.

Richie malträtierte danach noch eine weitere Gitarre (vor der Zerstörungsorgie hat er schon eine Gitarre beim mißhandeln in den Fotografengraben fallen lassen) und schleppte nach und nach die Trümmer des ausgebrannten Marshall-Turms quer über die Bühne um sie ebenso in den Graben fallen zu lassen.

Nicht nur wegen Richies Orgie ist das Konzert immer wieder eine Schau.
Endresultat also: 1 Gitarre ab in den Fotografengraben, 1 weitere Gitarre zerdeppert, 1 dritte Gitarre mißhandelt, 1 Fernsehkamera zerdeppert, 1 kompletten Marshall-Turm anzünden und zur Explosion bringen lassen.

Jerry

P.S: Gibts auch auf CD, wer nicht gucken mag.
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freaksound offline
Toningenieur
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Herkunft: keine Angabe  München
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Beiträge: 6782
Dabei seit: 05 / 2006
Private Nachricht
Betreff: Re: DEEP PURPLE - California Jam 1974  -  Gepostet: 08.03.2007 - 17:07 Uhr  -  
Zitat geschrieben von Jerry Garcia


Es gab ein grausig schlechtes "Smoke on the water", wo Hughes und Coverdale sich den Gesang teilen und immer irgendwie daneben zu liegen scheinen.



Oh ja, das ist meiner Meinung nach der generelle Knackpunkt bei der Scheibe und der post-Gillan Ära.
Des öfteren hat Coverdale einfach nur unerträglich geknödelt und seine Stimme ins akustische abseits gequetscht, worauf im Gegenzug Hughes teilweise geschrieen und gequietscht hat, als ob ihm einer an die Eier ging.

Nicht desdotrotz eine gute Scheibe!
Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand;jeder glaubt er hat genug davon.

René Descartes


(alle meine beiträge geben nur meine persönliche meinung wieder !
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Guestuser
 
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Betreff: Re: DEEP PURPLE - California Jam 1974  -  Gepostet: 08.03.2007 - 17:22 Uhr  -  
Die beiden konnten ja von Anfang an nicht miteinander weil jeder der Leadsänger sein wollte. Hughes ist von beiden zweifelsohne derjenige, der weitaus besser singen kann. Nur passte seine Soulstimme nicht grade zu den alten Purplestücken und, wie du sagst, um Coverdale zu übertrumpfen schrie er schrill und schriller. Na und Coverdale war damals einfach ein Knödler. Richtig gesungen hat er erst nach Purple.

Also wieder zwei Egos, eines größer als das andere, neben Richie. Aber ein herrlicher Spaß sich das anzuschauen. Rock in den 70ern war einfach irgendwie spannender weil so meilenweit over the top.

Jerry
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Guestuser
 
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Betreff: Re: DEEP PURPLE - California Jam 1974  -  Gepostet: 07.08.2010 - 13:07 Uhr  -  
Ganz tolles Konzert, ich mag die Alben mit Coverdale und Hughes, grossartig.
Das Konzert der Hammer, wie Jon die Orgel herwerkt, Ritchie die Gitarre maltretiert, Leute holt euch die DVD!
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Tom Cody offline
Labelboss
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Beiträge: 28280
Dabei seit: 11 / 2006
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Betreff: Re: DEEP PURPLE - California Jam 1974  -  Gepostet: 02.05.2013 - 17:50 Uhr  -  
Für die Purple- Fans noch mal hoch damit...... :a:
Dead End Street - The Place For Good Music !
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