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Calhoun - Native Land



firebyrd offline
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Dabei seit: 05 / 2006
Private Nachricht
Betreff: Calhoun - Native Land  -  Gepostet: 01.06.2006 - 15:48 Uhr  -  
Calhoun – Native Land

Der ehemalige Schlagzeuger von Living Colour, der farbigen Rockband , widmet sich schon einige Zeit dem Jazz.
Hier sein aktuelles Solowerk mit vielen Gaststars, allen voran Pharoah Sanders und Wallace Roney.

Tradionelle/traditionsreiche Musik in modernem Gewand. mit einem einfallsreichen Will Calhoun, der hier meistens erfolgreich diesen Brückenschlag bewältigt. Gelegentlich lässt er dabei den Geist des großen Drummers Tony Williams in Erscheinung treten. Bei einigen , zu sehr auf „programming“ abgestellten Stücks verfehlt er es, einen natürlichen Zusammenhalt zu schaffen.

Im einzelnen hier Kurzvorstellungen der Stücke:

Afro Blue, ein leicht funky- groovend-swingender Song mit leichtem Miles Davis/Herbie Hancock-Touch.

Pyramids, mit programmierten drums und loops ergänzt. Sehr funky, vertracktes Thema, sehr an den späten Miles Davis erinnernd, vor allem durch Kevin Eubanks energisches E-Gitarrensolo. Sanders hier auch mit energiereichem Solo.

Naked, nur Calhoun und Sanders, mit leicht fernöstlichem Touch, exzellente Mischung zwischen Elektronik und natürlichen Klängen, Härte und Wärme „reiben „ sich jedoch irgendwie, was es reizvoll macht. Letztlich ist es aber Sanders’ verklärt-verträumter Ton, der das Stück zum Leben erweckt.

Nefertitti, Wayne Shorter’s Stück aus Miles Davis-Tagen, stark „modernisiert“ mit Loops u.ä., lebt auch hier wieder durch Wallace Roney’s verblüffende Ähnlichkeit zu Miles Davis. Sonst klingt es bisweilen wie die wiederauferstandene Band der damaligen Zeit, vor allem auch das Schlagzeugspiel.

Ancient one first born, ein Schlagzeugsolo von 0:27 Länge, dargeboten vom 2jährigen Sohn!(nettes Intermezzo)

Tateich, sehr funky mit Marcus Miller am Bass, erneut leichte fernöstliche Einflüsse, toller Groove mit einem gefühlvollen Roney an der gestopften Trompete.

Umoja, mit afrikanischer Perkussion, sehr ruhig und getragen, vielleicht insoweit das „schönste“ Stück der CD.

Emanaition, Calhoun solo, drums/keyboards, ein aus meiner Sicht ein eher überflüssiges Stück.

She, Calhoun, acoustic guitar und Pandiero(klingt wie ein Tambourin), ganz nett, aber...?

Three card Molly, das Elvin Jones-Stück, genau in dessen Art vorgetragen, das jazzigste Stück.

Push, mit Stanley Jordan, guitar, und viel Perkussion, das ist federnd-mitreißend...

Dorita, mit Gragg Marret, Mundharmonika, ein eher beschauliches Stück, plätschert leicht dahin..

East, mit Mos Def, piano, dramatisch – getragen, nur Piano/Drums, klingt es sehr unfertig, überflüssig aus meiner Sicht..

Native Land, mit Naná Vasconcelos zusammen bilden beide ein großartiges Perkussionsorchester, sehr indianisch-folkloristisch, sehr spirituell, ein wunderbares Stück!

Echoes of Elvin, eine mit 1:13 dauernde, zu kurze Solo-Hommage an Elvin Jones...

Licht und Schatten also, Licht überwiegend in den ersten 7 Stücken, Schatten in den Stücken 8-15.

Immerhin 43 Minuten plus gute 10 Minuten aus dem zweiten Teil letztlich auf der „Habenseite“.
Vielleicht zu viel versucht, Mr. Calhoun?

Am besten wäre hier eine Platte mit Pharoah Sanders, Wallace Roney, Buster Williams und Will Calhoun gewesen.

Letztlich jedoch ein positiver Aspekt mit dem Versuch der Auffrischung des Jazz.

Gefällt mir trotz einiger Kritikpunkte sehr gut.( Man kann ja den Player schließlich programmieren )


Wolfgang
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