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The Ten Tenors - Die Kraft der Stimmen

Opera meets Pop

firebyrd offline
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Betreff: The Ten Tenors - Die Kraft der Stimmen  -  Gepostet: 04.04.2007 - 18:48 Uhr  -  
The Ten Tenors - Die Kraft der Stimmen

Als nicht nur puristisch orientierter Jazz-, Blues- und Rockinteressierter waren es mir eine Freude und Selbstverständlichkeit, The Ten Tenors, diese 10-köpfige Ansammlung
australischer Tenöre an der Schnittstelle zwischen E- und U-Musik, live vor Ort zu erleben.
(und wann gibt es in diesem "Provinzkaff" schon einmalige hochwertige Veranstaltungen)

Also, 20.00h, Stadthalle Wilhelmshaven, "erste Reihe zum Mitschießen", fast mittendrin im Geschehen.

Positiv, daß dieses Mal eine echte Band dabei war, und so waren es ein Pianist, ein Bassist und ein Schlagzeuger, die neben gesampelten Sounds
wie satter Geigeninstrumentierung wichtige Akzente setzen konnten.

Neben der hochwertigen Musik wurde subtiler , britisch angehauchter (na ja, britische Kronkolonie) Humor geboten, etwa 2 der Herren sind mittlerweile
auch schon der deutschen Sprache mächtig, so daß viele nicht der "Ecken und Kanten" mächtigen Zuschauer den tieferen Sinn der Anekdoten auch
besser verstehen konnten, bis auf die Geschichte vom "Billy Boy", die schon englisch gebracht werden mußte!. (so wurden die Jungs bei einem der
ersten Auftritte in Deutschland von einer wohl "feinen" Dame darauf angesprochen, warum man in der heimlichen australischen Nationalhymne "Waltzing
Mathilda" denn den Ausdruck "Billy Boy" benutzte, da dieses wohl den einen oder anderen Zuschauer zum Lachen gebracht habe. Die Australier wußten
damit nun gar nichts damit anzufangen, bis die Dame ihnen die Anwendungsnotwendigkeit eines "Billy Boys" in besonderen Situationen dezent zu
schildern versuchte) So wurde das Stück an diesem Abend, innerhalb eines "Australian Medleys" gebracht, von einem gewissen Lächeln begleitet, vorgetragen.

Um auf die "Kraft der Stimmen" zurückzukommen, gerade dann, wenn Stücke aus der Opernwelt gebracht wurden, und die "Performance" auf den vorwiegend
stimmlichen Vortrag konzentriert war, erwiesen sich die geschulten Stimmen als wahre Freude, als professionelle "Ohrenweide". Sich mit aller Ausdruckskraft versehenen
Stimmen konfrontiert zu hören, war äußerst beeindruckend. Das war ein wahrer "Wall of Sound", Phil Spector hätte hier nichts mehr doppeln müssen, und all'
die angeblichen Stimmwunder diverser Castingshows hätten sich hinsichtlich ihres Anspruchs auf den Superstar-Status in Grund und Boden schämen müssen!
Für mich hatte das "Gänsehautcharakter", man konnte so richtig "abheben", pure Freude durchfloß die Adern und brachte das Sonnengeflecht zum warmen Strömen!

Aber auch der Spaß an sich sollte nicht zu kurz kommen.
Das berühmte BeeGees-Medley aus deren Disco-Ära brachte die Band und deren Extremitäten zum Schwitzen und mittels einer perfekt anmutenden "Choreographie",
die mehr karikativen Charakter hatte, wußte man das Publikum zu begeistern, nachdem man es auch aufforderte, mal so richtig auszurasten, "to get real mad, to jump and dance ",
klasse gemacht, und dann mit diesen Stimmen, der Disco-Hits wie "Stayin' alive" oder "Night fever" stets gewachsen. Mit im Medley natürlich auch "How deep is your love", wunder-
schön zum Träumen, nicht nur für die zahlreich erschienene Damenwelt. Denn die hatte auch viel zu sehen, die Tenors scheinen sich jährlich zu verjüngen,
nicht alle, die vor einigen Jahren begannen, sind mehr dabei.

Ein Höhepunkt auch hier wieder das Queen-Stück "Bohemian Rhapsody", mit einem lässig eingeschmissenen "Abba-Zitat"(Mama Mia). Queen kam noch einmal zu Ehren
mit einer wirklich hervorragend arrangierten Version von "Who wants to live forever".
Weiterhin kamen dann noch Simon & Garfunkel mit "The Boxer" an die Reihe und einige Stücke der aktuellen Platte "Here's to the Heroes" wurden noch vorgetragen.

Dean Martin hatte man in Gestalt dessen Version von "Volare" kurzerhand mit in das italienische Opern-Medley gepackt.

Alles in allem eine perfekte Verquickung von Opernelementen mit der Popmusik, gesanglich so perfekt präsentiert, daß man Gesangsarrangements von Brian Wilson
zu vernehmen schien, alles in sich verflochtene Einzelsätze verschiedener Gruppen und Stimmlagen, das bei 10 Personen locker zu realisieren war.

Allen Freunden guter Musik muß ich einen möglichen Besuch dieser Formation an's Herz legen, denn das ist wirklich erstklassig und ein Mix zwischen Ernsthaftigkeit und Humor auf der Basis
von Oper und Pop/Rockmusik. Auf jeden Fall ungewöhnlich und besser als all' das, was ähnliche Tenorformationen, besonders aus Deutschland, versucht haben!

Wolfgang
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hmc offline
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Betreff: Re: The Ten Tenors - Die Kraft der Stimmen  -  Gepostet: 04.04.2007 - 20:49 Uhr  -  
Klasse besprochen, ich war fast neben Dir.

So etwas gibt es wohl nur in größeren Städten, hier im sauerland gibt es eher die Dorfcombo.
Meine Punktvergabe bedeutet: 10 - 11 ordentlich; 12 - 13 gutes Album; 14 - 15 sehr gut bis überrragend.
Müssen in Gefängnissen auch Fluchtwege aushängen?
His Majesty Coels
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firebyrd offline
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Betreff: Re: The Ten Tenors - Die Kraft der Stimmen  -  Gepostet: 05.04.2007 - 09:41 Uhr  -  
Zitat geschrieben von hmc
Klasse besprochen, ich war fast neben Dir.

So etwas gibt es wohl nur in größeren Städten, hier im sauerland gibt es eher die Dorfcombo.


die Tour:

http://www.eventim.de/cgi-bin/...n%20tenors
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