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Randy Pie – Qualitäts, Plicht oder Fehlkauf



hmc offline
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Betreff: Randy Pie – Qualitäts, Plicht oder Fehlkauf  -  Gepostet: 14.04.2007 - 15:06 Uhr  -  
Randy Pie – Qualitäts, Plicht oder Fehlkauf



Bio von Randy Pie.


Anno 1972

Die ehemaligen Rattles Mitglieder Dicky Tarrach und Bernd Schulz, die in den Jahren 1963 bis 1967 mit den Rattles eine große Anzahl Hits Europaweit landen konnten, schmiedeten nach dem Ende der Rattles Zeit und frustrierenden Studionächten den Plan, sich nicht nur mit dem Einspielen fremden Materials zu begnügen, sondern wieder für eine eigene Band Songs zu schreiben und dem breiten Publikum zu präsentieren.

Sie konnten sich noch hautnah an ihre Rattles Zeit erinnern und an den, für Musiker unerlässlichen Kontakt zum Publikum. Man war sich schnell darüber einig, das noch die passenden musikalischen Weggefährten gesucht werden mussten.

Mit Herbert Hildebrand, dem Gründer der Rattles und Klaus-Georg Mayer, ebenfalls Rattles Mitglied aus den Jahren 1967-69, wurden die, wie alle glaubten, richtigen Musiker und Freunde gefunden.

Erste Gehversuche...

Ein Bandname musste her und so entstand die Vorgängerband von Randy Pie.

Rattle Pie & ...

Unter dem Bandnamen Rattle Pie & Family wollte die Band sich dem Publikum mit "einem übermächtigen Hammersound in die Gehörgänge treiben und darin festsetzten." (Pressetext)

Die Band sollte aus vier Stamm-Musikern bestehen, wobei Rattle als Kern der Ex - Rattles stehen sollte und mit dem Anhang Pie die Begleitenden Background - Sängerinnen beschrieben wurden.
Mit Family wurden man den Streicher und Percussionisten gerecht.
Zu der Premiere lud die Plattenfirma WEA zahlreiche Fachjournalisten und wollte vielleicht so den ein oder anderen auf Ihre Seite bringen. Es hätte funktionieren können, da das perfekt geplante Unternehmen an der Riviera, genauer gesagt im Badeort Finale Ligure, stattfinden sollte.
Die Band und die Plattenfirma versprachen einen Sound, der an Slade und T-Rex erinnern sollte. Die Fachpresse war nun auf die "neue Deutsche Superband" gespannt und wollte die in Saus und Braus verbrachten Tage an der Riviera mit einem gelungenen Gig abschließen.
Das Ergebnis war "eine einzige Katastrophe." O-Ton Sounds.
Rattle Pie & Family kamen mit einen " Stampfrock allerschlimmster Sorte" daher.
So war es auch weiter nicht verwunderlich, das die Band sich Ende 1972 auflöste.

Rattle Pie & Family zum zweiten..

Aus Rattle Pie & Family wurde nun Randy Pie & Family.


Bevor die Band aber ihr entgültiges Ende erlebte, gab es tatsächlich einen zweiten Anlauf. Aber zuerst sollte der Bandname geändert werden.
Einige Bandmitglieder kamen mit der Meldung, dass der Name geändert werden müsse, da der Name doch zu sehr an die damals noch aktiven Rattles erinnerte.
So kam Dicky Tarrach bei einer der Proben auf die Idee, Rattles einfach in Randy umzutaufen.
Der Vorschlag fand breite Zustimmung, da der Name auch im Schriftzug ein ähnliches Bild erzeugte.
Werner Becker(spielte bei Studiker und Valendras), Tissy Thiers (Ex Gash und Cops & Robbers) und Bernd Wippich (kam von The Petards) hatten das zweifelhafte Vergnügen, am neuerlichen Anlauf von Rattle Pie & Family teilzunehmen

Sie hatten die Aufgabe, die musikalischen Wogen mit ihren Mitteln zu glätten, aber immer noch im gleichen Stampfrock Gewand.
Herbert Hildebrand fungierte nur noch als Producer, Bernd Schulz spielte an einem ausgeschalteten D6 der Amp war ebenfalls abgedreht und Klaus Georg Mayer wurde Indianer.
Für die Produktion der Single Hurry To The City wurde extra Ritchie Blackmore eingeladen, das Gitarrensolo zu spielen. Der Titel wurde auch dadurch nicht besser.
In der Hamburger Fabrik schließlich fand der zweite Showdown statt. Nicht ganz so pompös wie Finale Ligure, aber ebenso schrecklich.
Das geladene und das zahlende Publikum war erstaunlich solidarisch in Ihrer Reaktion. Sie drehten sich während des Gigs einfach um und gingen raus.
Die Band, bestehend aus Dicky Tarrach , Tissy Thiers, Werner Becker und Bernd Wippich, wollten dennoch ohne Management und Herbert Hildebrand. und Bernd Schulz. weitermachen.
Sie hatten bei den Proben, während sie auf die anderen Herren warteten viel Gefallen an ihren Jamsessions gefunden. Daraus hat sich dann auch durch viele Probemonate der Stil von Randy Pie entwickelt.

Der Band war zu dieser Zeit nicht bewusst das Randy Pie in Schottland und Wales eine Art unflätige Bezeichnung für das andere Geschlecht ist.
Später hat das Randy Pie auf der ersten UK-Tour dann deutlich zu spüren bekommen.


Neuer Anlauf, Neues Konzept..

Anders als oft beschrieben, hat nicht allein Dicky Tarrach die Band Randy Pie gegründet, sondern sie blieben, verbunden durch unzählige Übungsabende einfach zusammen.
Nachdem die Band ihr musikalisches Konzept grundlegend geändert und ausgesuchte Soulspezialisten aus der Deutschen Szene ihren Einfluss in der Band geltend machten, gelang der mühselige Weg zur breiten Anerkennung.

Die Art der Musik..

Die Musik von Randy Pie ist in wenigen Sätzen kaum zu beschreiben. Ihnen war wohl als erste Deutsche Band eine international gültige Synthese aus verschiedenen zeitgenössischen Musikstilen gelungen.
Sie hatten mit dem Ohr am Puls der Zeit, Rock, Jazz und Soulelemente so feinnervig adaptiert, das viele Radiohörer zunächst an eine farbige Band glaubten.
Niemand konnte sich bis dahin vorstellen, das eine deutsche Formation solch ein Feeling für schwarze Musik entwickeln könne, geschweige denn damit internationale Reputation erlangen würde.
Vor Randy Pie galt eigentlich, internationale Popularität oder Akzeptanz ist nur mit Angloamerikanischer Herkunft möglich, einmal abgesehen von wenigen Ausnahmen wie Focus oder Golden Earring.
Bis zu diesem Zeitpunkt sind alle Versuche deutscher Bands international Fuß zu fassen, an der englischen und amerikanischen Dominanz gescheitert.
Abschätzend katalogisierte die Fachpresse die Art von Musik als "Krautrock". Die Bands wurden eher belächelt als ernst genommen, aber das sollte sich ändern.

Jetzt war es an der Zeit dem Publikum einzuheizen und das machte Randy Pie, damals vom Moderator angekündigt als Randy Pie & Family, in dem sie bei ihrem ersten Gig am 16. September 1973 dem entzückten Zuhörer beim Deutschen Rock Festival in Krefeld buchstäblich ihren Funky Soul um die Ohren hauten, wie eigentlich schon bei Rattle Pie & Family erhofft.

Kleine Kuriosität am Rande: Auf dem selben Festival spielte auch Achim Reichel mit Olaf Casalich und Jochen Petersen als A.R. & Machines.

Erstes Album..

Das erste Album von Randy Pie unter gleichnamigen Titel, wurde von der Fachpresse in den höchsten Tönen gelobt und als "totale Metamorphose" beschrieben.
Sounds attestierte Randy Pie einen Stil, "der einen Detroit und Memphis Touch hat und eher an Chicagos Strassen, als an die Waterkant erinnert."
Das erste Album Randy Pie auf dem Polydor-label ZEBRA, wurde in dieser Vierer-Besetzung eingespielt.
Gastmusiker war lediglich Bluesgitarrist Rainer Baumann. In dieser Besetzung spielten sie ab Mitte‘73 auf zahlreichen Festivals und konnten in dieser Zeit ihre ersten und treuesten Fans gewinnen.

Part two:

England, England..

1974

Da das erste Album ihnen und auch der Plattenfirma das nötige Selbstvertrauen, beziehungsweise die finanzielle Grundlage gaben, wurde es Zeit weitere Bühnen zu erobern.

Das ausgerechnet England auf dem Plan stand, die nun mal als eine der Hochburgen des Rocks galten, hat sich im nachhinein als Glücksgriff herausgestellt.

Pünktlich zur Fußball WM 1974 trat Randy Pie die Reise auf die Insel an. Erstmals war jetzt Jochen Petersen mit von der Partie und machte Randy Pie so zum Quintett. Er übernahm Gitarre, Flöte, Saxophon und Gesang.

Sein musikalischer Werdegang oder Ursprung waren Projekte wie beispielsweise Ikarus, die als eine der ältesten deutschen sogenannten "Krautrock"-Bands gelten.

Ikarus wurde durch Einflüsse wie King Crimson geprägt und lebte von teilweise sehr komplexen Kompositionen und auch Improvisationen.

Bei einer Session in der Hamburger Fabrik lernten sie Jochen Petersen kennen. Ihnen gefiel was er spielte und drauf hatte.

Er passte zu ihnen und war fortan ein Randy Pie. Genau diese Art Musiker waren für die Deutsch-Französische Musikantentruppe von großem Wert, da sie einen großen Anteil an dem vielseitigen und unverwechselbarem Sound der Band hatten.

Nach dem ersten Erscheinen auf englischen Bühnen gab es ausschließlich gute Kritiken und die Fachpresse berichtete: "Randy Pie bringen Pop, Jazz, Rock, klassische und harmonische Klänge, dazu noch eine Brise Santana.

Außerdem sah der Record Mirror Randy Pie als einen "Angriff" auf die Doobies und schloss mit dem Satz: "Wir denken, das wir noch eine Menge von den grandiosen Randy Pie hören."

Einige Randy Pie Musiker waren echte Freunde des runden Leders und beauftragten die Roadies bei einem Gig, exakt am Tag des Halbfinales mit deutscher Beteiligung, links und rechts der Bühne Fernsehgeräte aufzustellen, die aber vom Publikum nicht gesehen werden durften.

Tissy Thiers und Jochen Petersen waren innerhalb der Band die größten Fußballfans und sie spielten sozusagen mit der deutschen Elf.

Randy Pie legten unbeabsichtigt den Grundstein für einen Abend, der dem Zuhörer und nicht weniger der Band in bleibender Erinnerung bleiben sollte.

Der deutschen Elf gelang irgendwann ein Tor und die begeisterten Musiker, allen voran Tissy Thiers sprang in die Höhe, brüllte und ließ ein wahnwitziges Bass Glissando vom Stapel.

Der nicht minder begeisterte Jochen Petersen führte gleichzeitig eine ähnliche Aktion durch. Das Publikum, nichts ahnend von dem Glücksgefühl der Band, reagierte spontan, es applaudierte, feierte, sang und tanzte, ja es teilte unbewusst die Freude über ein deutsches Tor.

Ausgerechnet in England.. Und es ging weiter auf englischen Bühnen.. Nach dem Konzert vom 22. Juni 1974 in der Queens Hall behauptete der Melody Maker: "Deutsche Rockmusik bedeutet entweder alles oder nichts."

Randy Pie aber hätte alles gegeben und auch alle überzeugt.

Um so erstaunlicher ist die Tatsache, das in deutschen Landen kaum jemand Notiz von Randy Pie nahm und so musste ein anderer Weg gefunden werden, auch im eigenen Land Anerkennung und Popularität zu erlangen.

Alle Beteiligten haben sich für den eigentlich schwersten Weg entschieden und wählten den steinigen Weg über die Pop und Rock verwöhnten britischen Nachbarn.

Die Briten honorierten die selbstauferlegte Sein oder Nichtsein-Frage von London bis Glasgow der deutschen Band gegenüber mit hochgezogener Augenbraue, mit wahren Begeisterungsstürmen und enthusiastischen Forderungen nach Zugaben.

Die Mutprobe von Randy Pie, den Sprung auf die Insel zu wagen, hat sich, zum Teil auch wider Erwarten, als voller Erfolg herausgestellt und so waren die Strapazen, die eine Tournee durch zwanzig Städte nun mal mit sich bringt doch einigermaßen zu ertragen.

Die Engländer haben es als erste gemerkt, das Randy Pie keine schwarzseidene Masche abklopfen oder gar Produkt eines Modetrends waren.

Sie akzeptierten die Band schneller als das deutsche Publikum. Die hochtourige Funky Maschine hatte sich in der Tat ein ungezwungenes Eigenleben gezaubert.
Wesentliches Merkmal war dabei, keine minuziös im Studio hochstilisierten Titel mechanisch vom Stapel laufen zu lassen, sondern als kontinuierlichen Bestandteil eine Inkonstante in die Live Auftritte einzubeziehen.

Man kann sagen:

Improvisiertes Komponieren. Um noch einmal auf den Namen Randy Pie und deren Folgen zurück zu kommen, es hat doch einige Verwunderung über den Bandnamen gegeben.

So geschehen in einem Hotel in Glasgow, als die Band ihre Zimmer suchten und eine Gruppe Zimmermädchen sie nach ihrem Bandnamen fragte, gab es die ganze Bandbreite an Reaktionen auf Randy Pie. Nachdem sie artig antworteten "We are Randy Pie", gab es von Erröten, Kichern, Lachen und beschämtem zu Boden blicken, alles an möglichen Reaktionen.

Erst als sie bei ihren Tourmanager nachfragten was Randy Pie bedeute, wurde ihnen die Doppeldeutigkeit des Bandnamens vor Augen geführt und bewusst, da Randy Pie übersetzt auch geil, scharf und ähnliches heißt.

Bei einem Probegig in einer Kleinstadt außerhalb von Glasgow, musste Randy Pie auf Anordnung des Bürgermeisters als Sandy Pie auftreten, sonst hätten sie nicht spielen dürfen.

Zurück in "good old Germany.."

Ebenfalls im Jahr 1974, wieder in deutschen Gefilden, spielte Randy Pie mit vier anderen Bands auf dem Wittener Hohenstein, erstmals mit Jean Jaques Kravetz, auf Einladung von Franz K.

Der Musik Express beschrieb Randy Pie als "eine der vielversprechendsten deutschen Rock Formationen". Mit Jean Jaques Kravetz kam ein zweiter Keyboarder hinzu.

Er war ein sehr erfahrener Musiker, der zuvor mit Frumpy vier Alben einspielte. Sein Hammondsound und sein Spiel waren für jeden Zuhörer ein echter Hörgenuss.

Nach zwei Jahren Frumpy war Jean Jaques Kravetz auch Keyboarder der Nachfolgeband Atlantis. Man kannte sich logischerweise aus der Szene, außerdem hatten sie oft Gigs mit Atlantis zusammen.
Während sie spielten, stand er fast immer neben der Bühne und hörte ihnen zu.

Als es bei Atlantis zu heftigen Krisen kam, fragten sie Jean Jaques einfach, ob er Bock hat bei Randy Pie mitzumachen.
Er hatte!! Bei den Aufnahmen zu dem Titel Highway Driver war er allerdings noch nicht dabei.

Es darf nicht unerwähnt bleiben, dass Randy Pie bei den darauf folgenden Touren immer zwei Mädels für die Chorpassagen dabei hatten.

Rale Oberpichler (Paso Doble) und Freya Wippich (Du bist wie das Meer), produziert von Udo Lindenberg. Sie war auch die Original "Sexy Hexy" von Rudolf Rock und die Schocker.
Nach einem Jahr stieg Ingeborg Thomson für Rale Oberpichler ein.

Part three:

Das Nachfolgealbum..

1975

Das zweite Album von Randy Pie hatte den Titel Highway Driver erschien im Februar 1975 und enthielt ganz eigenständige Musik und Stilrichtungen. "Es war eine Mischung aus dem Rhythmusgefühle der Farbigen Amerikas, verbunden mit dem europäischen Harmoniegefühl und dem Hang zum Sphärischen."
(O-Ton Bernd Wippich) Aber es gab erneut Hindernisse auf dem Weg noch oben, denn die Plattenfirma, und ihre Tochtergesellschaften, führten auf dem Rücken der Band interne Machtkämpfe aus und so wuchs stetig die Unzufriedenheit bei allen Beteiligten.

Endlich auch Lob..

Beim bereits fertiggestellten Album Highway Driver wurde ständig das Cover oder der Titel geändert und der Machtkampf zerrte an den Nerven der Band.
Das einzig positive war, das alle Titel eingespielt waren und das es an den Stücken oder Texten nichts auszusetzen gab.
Ganz im Gegenteil, Highway Driver wurde vom Record Mirror und Rolling Stone ob der Texte und der ausgefeilten Kompositionen über die Maße gelobt.
Das Lob ist umso höher einzustufen, da doch die Stil oder die Musikrichtung als veraltet galt, jetzt aber gab es eine Band die dem Musikstil wieder neues Leben einhauchte.
Außerdem war sie in der Lage dieses Feeling auch live rüber zu bringen. Sie gaben der Szene in Hamburg neue Impulse. J
etzt gab es auch Lob und Ehrungen in Deutschland, was eigentlich schon viel früher hätte stattfinden müssen, da es in der deutschen Szene kaum musikalische Alternativen gab.

Die Fachzeitung POP kürte sie als "eine der besten Nachwuchsbands" und der Musik Express stellte im gleichen Jahr Jean Jaques Kravetz als besten Organisten des Jahres vor.
SOUNDS erklärte Randy Pie "zu der besten neuen Gruppe des Jahres 1975."
Der Ehrungen waren es viele doch an der breiten Publikumsgunst mangelte es aber immer noch, wofür man eigentlich keinerlei Erklärungen hatte.

Neues Album..


Das dritte Album mit dem Titel Kitsch, ist im Oktober 1975 erschienen, also noch im gleichen Jahr wie der Tonträger Highway Driver und hatte für viele Anhänger der Band erstmals nach dem Debütalbum das Potenzial ein wirkliches Erfolgsalbum zu werden.
Hier stimmte einfach alles. Funk, Soul, aber auch Balladen waren auf der Scheibe vertreten und die wirkliche Fangemeinde liebte das rundum gelungene Album, das einen unglaublichen Drive hatte.


Der Anfang vom Ende.. ?
.


1976


Im Jahr 1976, genauer im Dezember, wurde England, England veröffentlicht. Es war ein Livemitschnitt, der während der großen Deutschlandtournee aufgezeichnet wurde.
Randy Pie hatten, das führte eventuell zum Split der Formation Ende 1977, immer eine feste, beständige Fangemeinde.

Aber das Massenpublikum, das Plattenfirmen und letztlich auch der Musiker benötigt, war nur den reinen Popgruppen treu und man hat diese "Art" Fangemeinde nie richtig erreicht.
Es war klar das Randy Pie keine Hitparadenmusik wollte, sondern in der momentanen Formation sich über die Musik beweisen und nicht zuletzt auch zu sich selbst finden wollte. T
rotzdem gab es Hits die durchaus internationalen Zuschnitts waren. Highway Driver war ein großer Erfolg, und ließ die Kassen der Plattenfirma mehr oder weniger klingeln.
Aber die eigentliche Fangemeinde liebte Nummern wie Back to Universe, die aber dem Popfreund zumeist verborgen blieben.


Neue Phase..


1977


Im Jahr 1977 begann eine neue Phase mit Aufnahmen in Los Angeles, die unter der Beratung des amerikanischen Profis Spencer Proffer der als Produzent von Ike & Tina Turner, Paul Anka und Alan Clarke und mit dem nach sechs Wochen das Album Fast Forward eingespielt wurde.
Titel der vorerst letzten Randy Pie Produktion, die teilweise schon in geänderter Besetzung eingespielt wurden sind Stand up, oder Hot Afternoon.

Personeller Wechsel..

Schon vor der USA Produktionen haben Lead Sänger Bernd Wippich und Tastenmann Werner Becker der Band den Rücken zugewandt.
Bernd Wippich, der als bester Deutscher Rocksänger galt, entschloss sich seiner Frau Freya mehr Zeit zu widmen und mit ihr gemeinsam neue Wege zu beschreiten.
Er produzierte kurze Zeit später, gemeinsam mit seiner Frau, das Album In eigener S(pr)ache.

Zwei kamen noch..

Von einer Krise wollte natürlich niemand etwas wissen und man hatte auch schnell zwei "Neue" an Bord. Frank Diez (Gitarre) und Peter French (Vocals), die für Sänger und Gitarrist Bernd Wippich in die Band kamen, waren adäquate "Ersatzleute" und man ging erneut frohen Mutes an die Arbeit.
Frank Diez hatte zuvor bei Armaggedon die Seiten gezupft. Die Gruppe Armaggedon produzierte allerdings nur ein Album.

Wesentlich fruchtender war dann der Einstieg von Frank bei Atlantis, wo er zusammen mit Inga Rumpf kraftvollen Deutsch-Rock zelebrierte.
Zu erwähnen ist auch sein Mitwirken bei der Gruppe Emergency, die aber mehr dem Jazz- Rock zugewandt war.
Frank Diez hat auch, allerdings nach Randy Pie, bei Snowball die Gitarrenarbeit verrichtet.

Peter French, neuer Lead Sänger bei Randy Pie wurde von vielen als eine Art "Notlösung" gesehen, was ihm natürlich nicht gerecht wurde, hat er doch bei Cactus und Atomic Rooster vorzügliche Arbeit abgeliefert.
Nein, es war wohl mehr der Einfluss der Produzenten und Plattenfirma, die das neue Album eindeutig auf den, mehr in der rockigen, als in der Soul und Funkszene heimischen Front-Mann Peter French zuschnitten.
Das Management und auch Randy Pie waren, nicht zuletzt auch durch die gute Presse, der festen Überzeugung das nun, für die einen die ihnen gebührende Kasse und für den anderen das "Brot" des Künstlers Einzug halten würde.
Tournee-Erfolge, nicht nur in England, nein, auch in anderen Ländern und auch endlich wieder in Deutschland, ließen die besten Prognosen zu.

1977 sollte in L. A. der entgültige Sprung in die Elite der Rockmusik vorbereitet und auch gestartet werden.
Aber die Funky Riffs und Souleinflüsse gehörten der Vergangenheit an und der Gesamtsound wurde in den Staaten deutlich härter und kompromissloser, leider aber auch durchsichtiger und subtiler.
Das war auch der Anlass den Werner Becker und kurze Zeit danach auch Jochen Petersen bewogen haben, auszusteigen.
Das Ausscheiden von Bernd Wippich war zum größten Teil reine Dickköpfigkeit, mit der er innerhalb der Band etwas durchsetzen wollte ohne die nötige Mehrheit dafür zu haben.
Da er das mit der Drohung seines Ausstiegs verbunden hatte, ist er gegangen.
Der Grund von Werner Becker war nach eigener Aussage, dass er ohne Bernd Wippich nicht weitermachen wolle.
Er castete in England noch mit den anderen nach einem neuen Sänger, der ja, mit Pete gefunden wurde und verließ danach die Band.
Er war bei den Aufnahmen in L.A. nicht mehr mit dabei.
Zweifel am Erfolg von Randy Pie oder Misserfolg spielte für sie überhaupt keine Rolle. Man nahm es als Musiker. Die künstlerische Seite zählte mehr als Geld.
Jochen Petersen stieg aus, weil er mit dem diktatorischen Produktionsstil von Spencer Proffer nicht zurecht kam.
Für ihn bestand Randy Pie aus dem vorher beschriebenen Stiltöpfchen. Da hätte es für ihn weitergehen müssen.
Proffer war für Jochen zu stark Mainstream orientiert. Sie gerieten sich im Kreativbereich immer öfter in die Wolle.
Jochen Petersen sah sich durch diese Entwicklung nicht mehr musikalisch bei Randy Pie beheimatet und flog nach Hause.

Mit neuer Besetzung..

Mit der neuen, rockigeren Band ging es zurück nach Deutschland um sich der Öffentlichkeit mit neuem Stil und Songmaterial zu präsentieren.
Das Erstaunliche war, die etwas härtere Richtung schien dem deutschen Publikum zu gefallen.
Die Kritiken waren durchweg positiv und man schöpfte für kurze Zeit neue Hoffnung, das die Band es doch schaffen könnte. Doch wie jedem Hoch ein Tief folgt, war es bei Randy Pie nicht anders.
Differenzen mit der Plattenfirma und auch innerhalb der Band, sorgten für das Aus von Randy Pie.

Lange Zeit im Niemandsland ?

Part four:

Aber 1986 ..

Nach fast zehn Jahren Abwesenheit spielte die Band das sechste Album Magic Ferry ein. Bei diesem Album waren wieder "Altgediente" am Start. In der Besetzung : Dicky Tarrach, Tissy Thiers, Werner Becker, Klaus Robert Kruse, Nils Tuxen und Bernd Wippich wurde das Album eingespielt. Trotzdem, es war einfach vorbei oder aber nicht mehr so wie es sich alle gewünscht und erhofft hatten. Damit hatte sich Randy Pie dann still und leise verabschiedet.

Anno 2001..

Was ist aus Randy Pie und ihren Weggefährten geworden ? So hochkarätige Musiker sind der Musik doch wohl erhalten geblieben?

Bernd Wippich produzierte mit seiner Frau Freya zwei Alben. Das Erste in deutscher Sprache In eigener S(pr)ache. Es war ein Album mit gutem Achtungserfolg und einer Nominierung für den Schallplattenpreis. Dann aber wollte die RCA, das sie bei ihrem zweiten Werk in Richtung Abi und Esther Ofarim marschieren sollten. Aus Trotz haben sie ein extrem unkommerzielles, aber sehr musikalisches, englischsprachiges Album Friar präsentiert. Die RCA reagierte verschnupft und cancelte ihren Vertrag. Die Presse war verwirrt und wusste nun gar nichts mehr.

Danach folgte Odin. Diese Band gründete Bernd Wippich 1981 zusammen mit Ehefrau Freya, Rale Oberpichler, Hans Peter Werner (To Be), Thomas Grützmacher (Blonker), Helge Tillman (Blonker) und Franz Plasa, (Producer von Selig, Echt u.v.a.) Nach dem Split von Odin und einem Desaster als Diskothekeninhaber zog Bernd Wippich nach München und wurde einer der ersten Nighthawks on Air bei Radio 1, einem der Privatfunk Pioniere in Deutschland. Heute gibt er Gesangsunterricht in den Bereichen Rock und Pop, außerdem textet und komponiert er sehr viel. Begonnen hat er außerdem mit dem Schreiben einer Rock/Pop Oper und ist selbst am meisten gespannt was daraus wird.


Dicky Tarrach und Tissy Thiers taten sich mit Michael Cretu und Nils Tuxen zusammen und gründeten Moti Special mit einem kurzen aber grandiosem Erfolg (z.B. Cold Days Hot Nights) innerhalb eines Jahres waren es zwei Top 5 und eine Top 10 Veröffentlichung. Soweit bekannt ist, hat sich Moti Special nur deswegen auseinander dividiert, weil Michael Cretu durch den Megaerfolg von Sandra, die er ja nicht nur geheiratet hatte sondern auch produzierte, vor der Entscheidung stand, Moti oder Sandra. Er entschied sich für Sandra.

Werner Becker hatte auch neben Randy Pie sein Orchester Projekt Anthony Ventura, welches nach seinem Weggang von Randy Pie noch erfolgreicher wurde als vorher, da er sich nun voll darauf konzentrieren konnte. Außerdem war und ist er noch einer der erfolgreichsten und gefragtesten Arrangeure Deutschlands. Die Künstler aufzuzählen, die er produziert und für die er arrangiert, ist hier kaum möglich.

Jochen Petersen verlegte sich ganz aufs Produzieren. Er sorgte unter anderem für die gesamte Hitpalette der Goombay Danceband. Er baute mit einem Partner ein Superstudio auf, in dem weiter zahlreiche Hits produziert wurden. Leider ist es ihm aus gesundheitlichen Gründen verwehrt weiterhin so hervorragende, kreative und schöpferische Arbeit zu leisten.

Jean Jaques Kravetz und Frank Diez sind unter anderem bei Udo Lindenberg und Peter Maffay seit fast 20 Jahren in der eigentlichen Stammband. Frank Diez hat auch mit dem Electric Blues Duo ein Projekt außerhalb der Peter Maffay Band, mit dem er und Colin Hodgkinson große Erfolge feiert. Beide sind an zahllosen Projekten beteiligt und stehen musikalisch ebenfalls mitten im Leben.

"Kontakte zwischen den Bandmitgliedern gibt es, obwohl sie mittlerweile auf ganz Deutschland verteilt leben und arbeiten, aber in der heutigen Zeit und den zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten ist es nicht weiter schwer Kontakt, so man ihn noch möchte, zu halten." sagt Bernd Wippich. Viele Bands aus den 70er Jahren konnten sich noch einmal aufraffen und haben ein mehr oder weniger erfolgreiches Comeback feiern können, wie aber sieht es mit Randy Pie aus?

Part five:

Bernd Wippich äußerte sich zu der Frage folgendermaßen.

Randy Pie Reunion..


"Nach endlosen Telefonaten und Mails steht als Fahrplan und offiziellen Facts folgendes fest:

Es wird uns, das heißt Randy Pie wieder geben. Es wird darauf hingearbeitet, eine größere Tour zu organisieren.

Alle gemeinsam werden versuchen von Seiten der Medien begleitende Unterstützung zu erhalten. z.B. Reunion vom Beginn bis zum Release mit Facts über gemeinsames Erarbeiten, eventuelle Drehs oder Interviews, Proberaum Studio etc.

Die schlechte Nachricht,: Es kann leider nicht in diesem Jahr geschehen!!!

Die Gründe dafür sind folgende:

Dicky Tarrach Verpflichtungen am Theater in Hamburg, 6 Tage i. d. Woche. Da er einer der Rattles ist, kann er sich nicht über eine eventuelle Zweitbesetzung für einige Tage ausklinken.

Werner Becker hat Studio und Auftrittsverpflichtungen, die ihn bis 31.10.2001 blockieren.

Jean - Jaques Kravetz ist mit der Maffay 2001 Tour und Studioterminen auch bis über Jahresmitte außen vor.

Blieben nur Nils Tuxen ( Er wird für Jochen Petersen, der leider nicht mehr musikalisch tätig sein kann, neues, festes Randy Pie - Mitglied.), Tissy und ich, die Ihre Termine entsprechend schieben könnten.

Das bringt nur nichts! Der Zeitpunkt, zweite Hälfte 2002 erscheint uns bei allem Gieren auf gemeinsames Losrocken als der Bestmögliche, da es das dreißigste Jahr der Gründung von Randy Pie ist.

So, das wären die aktuellen News. Ich hoffe dass Ihr wegen diesem Jahr nicht allzu enttäuscht seid und Euch mit mir auf 2002 freut.

Wie es jetzt aussieht, werden wir wohl - einiger-maßen Erfolg vorausgesetzt und wenn uns noch genügend Leute hören wollen - in den nächsten Jahren für Touren und Alben sorgen."

Tonträger an der Ladentheke..


Als Compact Disc ist von Randy Pie bisher nur das Album Highway Driver als digitalen Tonträger herausgekommen. Was kann der Fan erwarten? Bernd äußerte sich folgendermaßen: "Es wird einen Ton-träger mit Best of... und neuen Songs, sowie Raritäten geben." Mit Raritäten sind Livemitschnitte aus dem Jahr 1973 gemeint, die Randy Pie seit kurzem zur Verfügung stehen.

Mag die Band Randy Pie Erinnerungen?

"Wenn wir genau darüber nachdenken, mögen wir eigentlich fast alle Erinnerungen, egal ob sie positiver oder negativerer Natur sind.

Vom Tourneekoller, bis zu unseren Studioaufnahmen, aber vor allem die Gedanken an unser Publikum beschäftigt uns auch heute noch sehr.

Wenn ich daran denke wie alle mitmachten, sangen und tanzten, dann frage ich mich manchmal, was ist ihnen widerfahren, wohin haben sie sich entwickelt?"

"Auch Bands die heute mehr den Sprechgesang bevorzugen, als Harmonien oder gar komplexere Kompositionen abzuliefern, werden von uns nicht belächelt, da es auch gute Bands unter ihnen gibt. Das zu guter Musik nicht unbedingt mehrere Akkorde gehören, hat Alexis Korner auf den Punkt gebracht.

Er besuchte uns im Übungsraum und sagte im andächtigen Ton "Ein guter Musiker kann aus zwei Akkorden mehr Gefühl herausholen, als viele andere mit tausend Harmonien." Bernd meint hierzu: "Ich persönlich finde viele Sachen einfach gut, Fanta 4 und die Jazzkantine sowieso."

Das Fazit..

Geblieben ist eine Discographie voll hochtouriger Musik und die Aura einer deutschen Gruppe, die während gemeinsamer Auftritte mit Spitzenstars und Gruppen wie George Mc Crae und Deep Purple die internationalen Idole demontierte und überspielte.

Oder wie der Musikkritiker der "Kölnischen Rundschau" lakonisch feststellte, sie in die Tasche steckte.


Und das Prinzip Hoffnung..

Auf dass es im Jahr 2002 zu den erhofften Konzerten kommt und dass sich zahllose Fans von Randy Pie bei ihren hoffentlich stattfindenden Gigs, nicht nur an der "guten alte Zeit" erfreuen, sondern auch an richtig guter Musik.

Zu guter Letzt, möchte ich mich für die Hilfestellung die mir zu Teil wurde, bedanken, denn ohne die Mithilfe von Randy Pie, hauptsächlich in der Person Bernd Wippich wäre das Ganze nicht möglich gewesen.

Anhang: Alben der Randy Pie Musiker:

Bernd Wippich hat mit der Band Odin eine Lp unter gleichem Namen produziert und es ist unter dem Label Babylon, auch bekannt unter WOM erschienen.

Mit Ehefrau Freya die Alben In eigener S(pr)ache und Friar, vetrieben von RCA.

Er war auch Mitglied der " Kultband aus Schreckensbach" s "The Petards", von denen kürzlich eine 6fach CD-Box erschienen ist und den Titel - The Petards Anthology trägt.

Das Kapitel Deutscher Rockgeschichte ist unter dem Label Bear Family erschienen.

Jochen Petersen, später Brain Produzent, hat mit der Band Cactus unter gleichem Namen und mit AR & The Machines, sowie als Sessionmusiker ebenfalls ein Stück Krautrockgeschichte geschrieben.

Das Album ist als Compact Disc im Digipack und in limitierter 750iger Vinylauflage kürzlich erschienen.

Jean Jaques Kravetz wirkte bei sehr vielen Udo Lindenberg Alben mit und ist in der Stammband von Peter Maffay noch heute vertreten. Ebenfalls beteiligt an den Frumpy Alben und nicht zuletzt auch Mitglied von Atlantis, mit denen er auch mehrere Tonträger einspielte. Seine gesamten Projekte aufzuzählen würde hier den Rahmen sicherlich sprengen.

Frank Diez [/b]ist auch ein Stamm - Musiker der Peter Maffay Band und ist seit fast 20 Jahren Seitengreifer, ja man kann sagen Mitbegründer der Ausnahmeband.

Auch er hat mit Atlantis, Ihre Kinder, Snowball und Emergency eine Vielzahl an Alben eingespielt und galt schon in den 70er Jahren als einer der hoffnungsvollsten Deutschen Gitarristen.

Das Sound und Hifi - Freunden bekannte Label INAK (In Akustik) hat einige Sampler mit Stücken des Frank Diez/ Colin Hodgekinson Projektes Electric Blues Duo herausgebracht. Unter Electric Blues Duo gibt es mittlerweile vier Compact Disc, die ebenfalls teilweise von INAK vertrieben werden.

Bei und mit Udo’ s Panikorchester hat Frank Diez ebenfalls Tonträger eingespielt und konnte unter anderem bei den Alben Der Detektiv und Rock Revue II einige seiner alten Weggefährten als Bandkollegen begrüßen.

Sein erstes Soloalbum ist ebenfalls unter dem Label INAK erschienen und trägt den Titel Stranded On Fantasy Island.

Er hat sich hier einen völlig neuen Kick gegeben. Balladen und alles ganz im Zeichen ruhiger Musik, besticht er mit äußerst viel Gefühl und bildet eine Plattform für weite, grenzenlose Stimmungsbilder.

Auch bei dieser Produktion standen ihm ehemalige und aktuelle Kollegen, wie Jean Jaques Kravetz zur Seite und garantieren perfektes musikalisches Handwerk.


Peter French

Ehemaliger Lead Sänger der legendären Band Atomic Rooster, hat keine Soloprojekte eingespielt, ist aber auf den meisten Atomic Rooster Alben vertreten.

Unter anderem auf den Alben First 10 Explosive Years und Made in England.

Werner Becker hat unter dem Pseudonym Anthony Ventura so viele Tonträger erstellt, das die Seiten hier nicht ausreichen würden. Er ist noch heute einer der erfolgreichsten Arrangeure Deutschlands.

Dicky Tarrach / Tissy Thiers und Nils Tuxen:

Unter dem Bandnamen Moti Special wurde unter Mitwirken von Michael Cretu das Album Motivation eingespielt.


Pflichtkauf:

1973 - Randy Pie
Das Debüt ist sehr gelungen, allein der Titel „Back to Universe“ rechtfertigt den Kauf des Albums.

1974 - Highway Driver
Wohl ihr bekanntestes Album, eine Single Auskoppelungen schafften den Sprung in die Charts, wobei auch hier die Engländer führend waren, denn die Auskoppelungen erhielten deutliche höhere Platzierungen als in Deutschland.

1975 - Kitsch
Mein Favorit, alle Stücke haben Drive und sorgen für gute Laune, „Iron Otto“ ist für mich der Inbegriff eines funky Stückes.
Bei Mailorder erschienen und zwar als 2in1 (das Debüt und die Kitch sind dort vertreten).

1976 - England England (Live)
Was hier live geboten wird, ist Atemberaubend.
Ähnlich „Karthago“ zeigt RP hier was deutsche Bands drauf hatten/haben.
Die CD habe ich bei EBAY erstanden und schein ein Bootleg zu sein.


Fehlkauf:


1986 Magic Ferry
Alles war wohl der Versuch eines Comebacks, das ging aber in die Hose, denn es ist reiner Mainstream.


Disco.
1973 Randy Pie
1974 Highway Driver
1975 Kitsch
1976 England England
1976 I am the Joker / Dancing Shoes (Single)
1977 Fast Forward
1977 England England / ... (Single)
Dance part 1 / Part 2 (Single)
1978 The Story of Randy Pie
1972 Randy Pie & Family Queen of Dreams / train goes on
1972 Randy Pie & Family Hurry to the City / Looking with eyes of Love
1986 Magic Ferry
Meine Punktvergabe bedeutet: 10 - 11 ordentlich; 12 - 13 gutes Album; 14 - 15 sehr gut bis überrragend.
Müssen in Gefängnissen auch Fluchtwege aushängen?
His Majesty Coels
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Betreff: Re: Randy Pie – Qualitäts, Plicht oder Fehlkauf  -  Gepostet: 14.04.2007 - 15:26 Uhr  -  
Das Livealbum hab ich mir nach Tip von dir zugelegt und das gefällt mir sehr gut. Schön funk-rockig. Ist ein Bootleg, hast du recht.

Hast das alles jetzt geschrieben oder schonmal vorbereitet gehabt ? Jedenfalls Respekt !!!

Jerry
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pearl offline
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Betreff: Re: Randy Pie – Qualitäts, Plicht oder Fehlkauf  -  Gepostet: 14.04.2007 - 15:46 Uhr  -  
@hmc - und? jetzt Blasen an den Fingern :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :daumen:
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coma offline
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Betreff: Re: Randy Pie – Qualitäts, Plicht oder Fehlkauf  -  Gepostet: 15.04.2007 - 16:35 Uhr  -  
@hmc ... klasse geschrieben! :daumen:

Auch ich halte die ersten 4 Alben eigentlich für Pflicht der Rest ... habe ich bestimmt mal reingehört aber doch für "muss man nicht haben" eingestuft ..sonst hätte ich die.

Gruss
coma
Wenn zwei Menschen immer dasselbe denken,ist einer von ihnen überflüssig.
(Winston Churchill)
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Betreff: Re: Randy Pie – Qualitäts, Plicht oder Fehlkauf  -  Gepostet: 30.12.2007 - 15:48 Uhr  -  
Respekt alter Freund.

Leider habe diesen kompletten Thread "Qualitätskauf.." übersehen; das kommt davon wenn man nur gelegentlich reinschaut.
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nobbygard offline
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Betreff: Re: Randy Pie – Qualitäts, Plicht oder Fehlkauf  -  Gepostet: 30.12.2007 - 18:47 Uhr  -  
Kitsch ist auch mein Favourit, war damals total begeistert! Die Magic Ferry habe ich mir aus der Grabbelkiste geholt, weil ich das Stück "Highway Driver" so gut fand, als ich sie live gesehen habe! Leider fehlt mir die LP mit dem gleichnamigen Titel!

Schöne Vorstellung, Scheffe!

Nobby
Hier bin ich Mensch, hier will ich sein.

Hier jetzt auch - vor allem Vinyl: Nobby's Vinylladen
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Betreff: Re: Randy Pie – Qualitäts, Plicht oder Fehlkauf  -  Gepostet: 10.04.2008 - 22:15 Uhr  -  
hmc, einfach nur klasse! :daumen: Dieser Thread hat mich dazu angestiftet, mir zwei 2 in 1 CDs zu ordern mit folgenden Alben :lol:

Same
Kitsch
Highway Driver
Fast Forward

Die gefallen mir alles sehr gut! Besonders die "Same" ist der Wahnsinn! :prost:
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hmc offline
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Betreff: Re: Randy Pie – Qualitäts, Plicht oder Fehlkauf  -  Gepostet: 10.04.2008 - 22:23 Uhr  -  
michi1985, da bin ich bei Dir.

Back to Universe - die Nummer hat mich nie losgelassen.

Ich habe seinerzeit, also noch im Keller meiner Eltern hausend, diverse Speaker zugeschaltet, um den Basslauf des Stückes quasi zu erspüren.
Was waren das für schöne Zeiten. Ich beneide dich, glaube mir, Du bist mitten in den Zeiten, die ich leider nicht noch einmal "neu" erleben darf.

Heul.. Ich hole mir ein Bier.
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Jersch offline
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Betreff: Re: Randy Pie – Qualitäts, Plicht oder Fehlkauf  -  Gepostet: 10.04.2008 - 22:27 Uhr  -  
hmc, :prost: :prost: :prost:
"Kann ich so nicht beurteilen, muss ich nackt sehen!"
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Betreff: Re: Randy Pie – Qualitäts, Plicht oder Fehlkauf  -  Gepostet: 10.04.2008 - 22:30 Uhr  -  
hmc, da Fehlen mir die Worte! Du bist in der Zeit geboren, in der ich es gerne wäre. :cry: Schöne Zeiten "neu" erleben??? :stumm: aber trotzedem :prost:
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Tom Cody offline
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Betreff: Re: Randy Pie – Qualitäts, Plicht oder Fehlkauf  -  Gepostet: 14.06.2012 - 19:51 Uhr  -  
HMC, Kompliment für diese feine Aufarbeitung! :Respekt

Randy Pie als Band liegt mir jedoch nicht.

Mir gefällt eigentlich nur die Single "England, England" ganz gut.

Sind mir einfach zu funkig! :Verstecken:
Dead End Street - The Place For Good Music !
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hmc offline
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Betreff: Re: Randy Pie – Qualitäts, Plicht oder Fehlkauf  -  Gepostet: 14.01.2014 - 12:50 Uhr  -  
Hoch damit.
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Stattmeister offline
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Betreff: Re: Randy Pie – Qualitäts, Plicht oder Fehlkauf  -  Gepostet: 04.02.2014 - 10:22 Uhr  -  
Sehe dies jetzt erst. Wow, was für eine akribische Aufbereitung dieser Band und ihrer Tonträger. Muss zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nie etwas von ihnen gehört habe. Eventuell mal unbewusst. Bring doch bitte am 15ten mal was von denen mit.
To live without my music would be impossible to do - "Music", John Miles.
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Betreff: Re: Randy Pie – Qualitäts, Plicht oder Fehlkauf  -  Gepostet: 04.02.2014 - 14:18 Uhr  -  
in den 70ern besaß ich mal 'Highway Driver' (die lp) und konnte mich nicht dran erwärmen.

nach langem zögern habe ich es letzthin nochmal versucht und den twofer Highway Driver &
Fast/Forward gekauft.

es war rausgeworfenes geld, denn das was ich da höre ist kaum 'funky' (das mag ich), sondern
zumeist 'disco' (und das kann ich absolut nicht ab); viel zu efeminiert und auch zu glatt
in der produktion (vor allem bei der Fast/Forward).

so steht der o.a. twofer schon wieder zum verkauf an.
dachse die bellen, beißen auch!
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hmc offline
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Betreff: Re: Randy Pie – Qualitäts, Plicht oder Fehlkauf  -  Gepostet: 05.02.2014 - 13:37 Uhr  -  
Es gibt ja leider keine offizielle CD.
Ich habe die 1. und Kitsch im Twoofer und die beiden Werke sind klasse.
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hmc offline
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Betreff: Re: Randy Pie – Qualitäts, Plicht oder Fehlkauf  -  Gepostet: 11.06.2014 - 09:09 Uhr  -  
Leider ist der Sänger und Gitarrist inzwischen verstorben.
Er was maßgeblich an dieser Arbeit beteiligt und war ein netter
Mann, der mir fehlen wird.

Zum Fest verschickte er immer Musikgrüße an seine Freunde, ich war auch
einer von ihnen.
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His Majesty Coels
Dieser Post wurde 1 mal bearbeitet. Letzte Editierung: 11.06.2014 - 09:09 Uhr von hmc.
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holger_fischer offline
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Betreff: Re: Randy Pie – Qualitäts, Plicht oder Fehlkauf  -  Gepostet: 11.06.2014 - 19:07 Uhr  -  
Ich habe vor 2 Wochen oder so die England, England als DoLP erstanden. Die ist wirklich ganz gut.
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