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„Champion“ Jack Dupree - Blues from the gutter

klassischer Barrelhouse Blues vom Feinsten

firebyrd offline
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Private Nachricht
Betreff: „Champion“ Jack Dupree - Blues from the gutter  -  Gepostet: 25.06.2007 - 16:24 Uhr  -  
„Champion“ Jack Dupree - Blues from the gutter

Mit Sicherheit eine der besten Scheiben des ehemaligen Boxers aus New Orleans, wenn nicht eine der besten „klassischen“ Blues-Platten.

1958 veröffentlichte ATLANTIC diese Platte. Im Studio waren:

Champion Jack Dupree (piano, vocal),
Ennis Lowery (guitar),
Pete Brown (alto saxophone),
Wendell Marshall (bass),
Willie Jones (drums).

18 Jahre, nachdem er sein Debüt im Studio gab, nun diese hervorragenden Aufnahmen.
New Orleans und seine „barrelhouses“, das war des Champ’s Welt, all’ das Leid und die Sündhaftigkeit, das Laster und das Lachen, wie kaum ein anderer hatte er dieses musikalisch umgesetzt. Wer ihn einmal live erleben durfte, kann das sicher gut nachvollziehen.

Hier nun war es Jerry Wexler’s Aufgabe, dieses im Studio umzusetzen.
Und er hat es gut gemacht!
Alles Eigenkompositionen/bzw. 2 „traditionals“ von Dupree, spielt und lebt er sich durch folgende Titel:


Strollin' (4:31)
T.B. Blues (3:38)
Can't Kick the Habit (3:39)
Evil Woman (4:17)
Nasty Boogie (3:06)
Junker Blues (3:09)
Bad Blood (3:56)
Goin' Down Slow (4:01)
Frankie and Johnny (Traditional) (3:03)
Stack-O-Lee (Traditional) (3:57)


Nach den bereits schon hervorragenden Aufnahmen für KING in den 50ern hier noch einmal ein Höhepunkt des Schaffens.
Man kann Dupree jede Zeile abnehmen, nicht nur Tragik, auch Humor ist etwas, was er ständig mit einbringt. Dupree ist einer, der uns überzeugen kann, daß die Gleichung „Blues=Leben“ aufgeht.

Im Gegensatz zu vielen späteren Aufnahmen, auf denen Dupree sich oft nur auf dem Piano begleitet, oder mit einem Gitarristen dabei, wurden diese Aufnahmen noch mit einer Band aufgenommen, die den Champ zwar im Mittelpunkt zentriert lässt, ihn aber auch äußerst locker und entspannt aufspielen lässt.
Überwiegend recht ruhig gehalten, geht’s dann aber auch einmal „zur Sache“, etwa im „Nasty Boogie“.

Ein MUSS für jede Bluessammlung..., und – bereits damals hat Wexler die Aufnahmen in Stereo aufgenommen und die remasterte Version bringt noch einmal Klangzuwachs.

Wolfgang
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