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Clarence White, eine Biografie



firebyrd offline
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Betreff: Clarence White, eine Biografie  -  Gepostet: 05.07.2006 - 13:34 Uhr  -  
Clarence White wurde am 7.6.1944 in Lewiston, Maine geboren.

Seine Eltern waren französisch-kanadischer Herkunft, hießen LeBlanc (= White) und zogen mit ihm und seinen 4 Geschwistern 1951(andere Quellen nennen 1954) nach Burbank, Kalifornien.

Die vier Geschwister Clarence(guitar), Roland(mandolin), Eric jr.(banjo), Joanne(bass) formierten sich als Band "Three Little Country Boys“.
Nach dem Hören eines Stückes von Bill Monroe brach 1955 das Bluegrass-Fieber aus und Auftritte in Radioshows und auf Tanzveranstaltungen folgten.

1958 kürzte man den Namen in "Country Boys“und 1959 erschien die erste Single der Gruppe.
1962 folgte die erste LP, und noch im gleichen Jahr benannte man sich dann um in "The Kentucky Colonels“. In dieser Zeit kam auch für Clarence der „Durchbruch“ dergestalt, dass er unter den Einfluß des Bluegrass-Pickers Doc Watson geriet.

Dessen Spiel beeinflusste Clarence’s Spiel nachhaltig.

Nach weiteren Plattenaufnahmen verließ er die Band 1965, um als Sessionmusiker sein Geld zu verdienen. Wer sich also die Mühe machen möchte, nachzuforschen, wird auf Produktionen der damaligen Zeit von Gene Clark, den Everly Brothers, Mother Hen(Jane Getz), Maria Muldaur, Phil Ochs, Arlo Guthrie, Randy Newman, Joe Cocker u.v.a. fündig.

Weiter arbeitete er mit den Gosdin Brothers, mit Sneaky Pete Kleinow und Gib Guilbeau und Gene Parsons. Mit diesem entwickelte er auch auf Basis der FENDER Telecaster den berühmten "Parsons-White String Bender“, eine Vorrichtung, mittels der ein Gitarrist während seines Spiels die Saiten dehnen konnte, so dass sich die Gitarre mitunter wie eine Steel Guitar anhörte. White entwickelte diesen Stil ständig weiter und viele Gitarristen haben diesen Stil bis heute weitergetragen.

1968 kam es dann zur kurzlebigen Formation Nashville West, mit Gib Guilbeau, Gene Parsons und Wayne Moore.

Auch die Byrds bedienten sich seiner Hilfe auf "Younger than Yesterday“, bis er dann nach "Sweetheart of the Rodeo“ (1968) bis "Farther Along“ (1971) festes Mtglied der Band blieb.

Nebenher träumte er von einem Soloalbum und von der Reformation der Kentucky Colonels. Wenigsten das letzte konnte er realisieren, nachzuhören auf dem Album "The White Brothers – The New Kentucky Colonels Live in Sweden , 1973“. (Aufnahmen, die noch immer ganz laut nach einer Veröffentlichung auf CD schreien!)
Hier konnte man schon hören, wie er sich nach Jahren fast ausschließlich elektrischer Gitarre weiterentwickelt hatte und wie sich dieses auf sein akustisches Spiel ausgewirkte.

Nebenher kam es zur Formation einer weiteren "Supergroup“ – Muleskinner.
Zusammen mit David Grisman, Peter Rowan, Richard Greene und Bill Keith schuf er eine neue Art des Bluegrass, mit den ersten Einflüssen, später bekannt geworden als "Dawg“, mit teils rockigen Elementen.

Neben der Studioscheibe wurde noch ein Fernsehauftritt aus 1973 auf LP/CD veröffentlicht.

Zu der erwähnten Soloveröffentlichung kam es leider nicht mehr, denn während der Aufnahmen hierzu wurde er beim Einladen von Instrumenten von einer angetrunkenen Autofahrerin so schwer am Kopf verletzt, dass er kurze Zeit später am 14.7.1973 verstarb.

Zurück ließ er 4 nicht vollendete Studioaufnahmen, eingespielt mit Ry Cooder und Leland Sklar.

Die Titel : "Alabama Jubilee“. "Tell me why you been gone so long“, "Never ending love“ und "Last thing on my mind“ (wie bezeichnend der Titel doch im Nachhinein ist.)
Diese Titel wurden später auf "Silver Meteor“ veröffentlicht, einem Sampler mit anderen Künstlern, unter anderem 2 Stücken der Everly Brothers , bei denen White auch prägend mitwirkte.

Mit Clarence White war ein Musiker gestorben, der richtungsweisend für die Entwicklung des Bluegrass war, der prägend war in der Gestaltung des Country-Rocks und der sicher noch viele hervorragende Musik hervorgebracht hätte. (zumindest versprechen das seine vier letzten Stücke)

Empfohlene "Basis“-Platten:

Kentucky Colonels – Long Journey Home (hier wird die Live-Atmoshäre beim 1964er Newport Folk Festival sehr gut eingefangen)

Nashville West – same (die nächste Station)

The Byrds – Sweetheart of the rodeo
The Byrds – Untitled

Muleskinner – same

The White Brothers : The New Kentucky Colonels Live in Sweden , 1973

Dann gibt’s natürlich noch einiges an Kopplungen der Kentucky Colonels, die sehr interessante Compilation “Tuff and Stringy Sessions 1966-1968“, also vor der Byrds-Zeit mit vielen gutem Sessionstoff, und wer es pur gitarristisch mag, aus seiner Entwicklungsphase gibt’s da noch die "33 Acoustic Guitar Instrumentals“, wo die Entwicklung seines Flatpicking Guitar-Style wohl gut demonstriert wird. Es begleitet ihn teilweise Roger Bush an der zweiten Gitarre, und natürlich, wer mag, der Rest des Byrds-Kataloges mit CW.

That’s it!

Wolfgang

QUELLEN:

http://www.clarence-white.com/
http://www.clarencewhiteforum.com/index.html
http://ebni.com/byrds/memcw1.html
http://www.flatpick.com/Pages/Featured_Artist/clarence.html
( und als weitere Quelle, alles was im Hirn so hängenblieb...)
Der an diesem Beitrag angefügte Anhang ist entweder nur im eingeloggten Zustand sichtbar oder die Berechtigung Deiner Benutzergruppe ist nicht ausreichend.
...und ich empfehle, auch hier einmal hinein zu schauen:

http://www.rocktimes.de/
http://www.musikansich.de/review.php
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