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Jocelyn B. Smith - Live im Pumpwerk 2.November 2007

Deutschland's "unentdeckter"(?)Gesangsstar?

firebyrd offline
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Betreff: Jocelyn B. Smith - Live im Pumpwerk 2.November 2007  -  Gepostet: 03.11.2007 - 13:01 Uhr  -  
Jocelyn B. Smith - Live im Pumpwerk 2.November 2007

Frau Schmidt kannte ich bislang nur vom Namen und von einer CD, "Back to Soul".
Die 1960 in New York geborene farbige Sängerin ist seit gut 20 Jahren in Berlin ansässig und arbeitet mit deutschen Musikern zusammen. So waren beim Konzert auch 3 der Musiker mit dabei, die das mir vorliegende Album aus 2002 mit eingespielt haben.

Neben Jocelyn an den vocals (und einmal spielte sie Klavier; im Kindesalter begann sie eine klassische Ausbildung an diesem Instrument) waren also dabei:

"Professor"(wie sie ihn nannte) Henning Schmiedt, keyboards
Hans-Dieter Lorenz, acoustic und electric bass
Thomas Alkier, drums, perc.

Dazu Kai Brückner an akustischer und elektrischer Gitarre und als "special guest" an Flöte, Alt- und Sopransaxofon ein Herr, dessen Vornamen ich bei der Vorstellung nur klar vernommen habe, Sydney hieß er, Nachname "Fure"?????.

Um an die vorab genannte Platte anzuknüpfen, ist auf dieser SOUL angesagt, moderner Soul.
Angekündigt war die Musik des Konzertes dann als "Gospel-Funk".

Nun gut, weder reiner Soul noch Gospel noch Funk waren es, das wir hier NUR zu hören bekamen.

Es war einfach fast alles dabei, Gospel, Spiritual, Charts-taugliche Soulstücke, Jazziges, harter Funk, herzliche Balladen, Jazz-Rock, Einflüsse aus Folklore und klassischer Musik und Afrikanisches.

Unglaublich, selten habe ich eine solche Vielfalt innerhalb eines Konzertes erleben dürfen.

Unvoreingenommen waren wir hinein gegangen und begeistert und zufrieden sind wir wieder hinaus gegangen.
Das war wie eine Erscheinung der ganz besonderen Art.

Vorab - der Star war Jocelyn. Was die Plattenaufnahmen wohl nur erahnen lassen, live kam dieses voll zur Geltung - diese unglaublich wandlungsfähige und ausdrucksstarke, "warme" Stimme.
Flüstertöne als auch kraftvolle Ausbrüche waren die Säulen, zwischen denen alles passierte, scatartige Gesänge, die ihren Ursprung in Afrika vermuten ließen, derart perkussiv dargeboten, daß der Rhythmus vibrierte, feine Balladen, kraftvolle Soulklänge.
Dabei war die Stimme stets klar und sauber , immer unter Kontrolle, unangestrengt, die Töne flossen ganz einfach, über mehrere Oktaven agierend, höchst emotional und mit absolutem "Gänsehautfaktor". Grandios, was uns da zu Ohren kam.

So konnte die Künstlerin das Publikum mehr als einmal vereinnahmen, aufzustehen, mitzutanzen oder zumindest zu tänzeln, mitzusingen, wenn es auch nur einzelne Worte oder kleine Textpassagen waren, aber, der Funke sprang schnell über und als sie dann ein Lied über die "guten Geister" dieser Welt sang und zum Schluß des Songs den "spirit" aus ihrem Mund über die Handfläche in das Publikum blies, und dabei gleichzeitig das Licht ausging, da war dieser "spirit" auf die Zuhörer übergegangen und man war Teil der Darbietung geworden.
Ja, das konnte fesseln und auch jene, die vielleicht nicht so mit dem christlichen Glauben konform gehen, konnten sich sicherlich mit dem Inhalt einiger christlicher Liedinhalte arrangieren.

Aber schon im nächsten Augenblick konnte es explodieren und knallharter Funk à la Mothers Finest stürmte auf die Ohren und den Körper ein, satt und saftig.

Dazu hatte großen Anteil natürlich die sehr gut eingespielte Band, der Bassist war für mich hier die tragende Säule mit sauber gespieltem Funk auf dem 6-Saiter und träumerischen Tönen auf dem gestrichenen Akustikbass.
"Mr.Sidney" an den Blasinstrumenten spielte zunächst stets "gruppendienlich", bis er im 2. Set dann "von der Leine gelassen wurde" und auf dem Sopransax ein bemerkenswertes individuelles Solo hinlegte. Hierbei entwickelte sich das Stück zu einem Duett mit dem Drummer, der für meinen Geschmack doch etwas zu wenig "swingte" dabei. Dabei soll er laut Ansage im zarten Alter von 16 einst mit Dizzy Gillespie gespielt haben.
Vom Gitarristen hätte ich auch noch gern ein längeres Solo gehört auf der elektrischen, nachdem er einen sehr schönen Solovortrag auf der akustischen geboten hatte, mit Spuren von Ralph Towner.
Auf der elektrischen Gitarre erinnerte mich Brückner teils an Bill Frisell mit seiner Melodieführung.

Fazit: Ein Konzertabend, der ein voller Erfolg für die Sinne war.
Ich hoffe, die Dame wird alsbald wieder vorbeischauen.

Wer von Euch also noch die Chance hat und sich für diese Musik interessiert, sollte die Gelegenheit unbedingt wahrnehmen!

Deutschland hat einen echten Gesangs-Superstar und so gut wie keiner hat es bisher ausreichend bemerkt!
Und dabei kommt sie ganz natürlich und "normal" rüber, ohne Starallüren.

Wolfgang

Hier die mir bekannten Daten:

02.Nov.2007 Wilhelmshaven Pumpwerk 20:00
03.Nov.2007 Stuttgart 20:00
24.Nov.2007 Berlin Deutsche Oper 20:00
Dec 25 2007 Berlin TIPI Berlin 20 Uhr
26.Dez.2007 Berlin TIPI Berlin 20 Uhr
02.Feb.2008 Berlin Arena Berlin 20:00
28.Feb.2008 Aschaffenburg Colos-Saal 20:00
29.Feb.2008 Emsdetten Jazzfestival 20:00
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dan offline
God's Monkey
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Betreff: Re: Jocelyn B. Smith - Live im Pumpwerk 2.November 2007  -  Gepostet: 03.11.2007 - 14:13 Uhr  -  
Liest sich ja echt interessant! Aber leider kein Termin mehr hier in der Umgebung.
„Die Rockmusik hat 1974 ihren Höhepunkt erreicht. Das ist wissenschaftlich belegt!“(aus ner BBS-Kritik)
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