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Abraxas - Centurie



hmc offline
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Betreff: Abraxas - Centurie  -  Gepostet: 16.04.2008 - 12:53 Uhr  -  
Abraxas - Centurie
(1998 - Blaszcyk, Brzelinski, Lassa, Mak, Rattajczak)

Abraxas gehören zur Riege der sehr talentierten polnischen Bands. Nach dem 1996er Debut folgte zwei Jahre später das wichtige zweite Album. "Centurie" beginnt zuerst recht merkwürdig mit dem Klang einer Kuckucksuhr bis der sehr rhythmisch angelegte Sprechgesang von Adam Lassa einsetzt. Auf jeden Fall ein ungewöhnlicher Einstieg für das Album. Doch bereits der nächste Track "Michel de Nostredame" zeigt deutlich, auf welchem Metier sich Abraxas bewegen. Das Lied beginnt mit elegisch klingender Hammondorgel, die sich durch einen Großteil des Liedes zieht, hat eine sehr schöne, eher ruhige Melodie bis es dann zur Mitte hin bombastischer wird. Es gibt Kirchenorgel, eine großartige E-Gitarre von Szymon Brzezinski nur um kurz vor Schluß einem melancholischen kurzen Klavierpart zu weichen.

Schon dieses Lied deutet die Stärken von Abraxas an. Sie orientieren sich klanglich hier und da an IQ und Marillion (vor allem die E-Gitarre vom Hauptkomponisten Szymon Brzezinski erinnert immer wieder an Mike Holmes) und paaren die bekannt klingenden Elemente aber mit sehr viel eigenem Stil. Auch die Melodien sind stets sehr gelungen, voller Emotionen und werden ideal von den sehr abwechslungsreichen Arrangements in Szene gesetzt.

Auch das nächste Stück "Velvet" zeigt diese Stärken auf. Es ist sehr ruhig, romantisch und die verwendete Oboe setzt genau die richtigen Akzente im Lied. Dies ist schlicht Schönheit in Vollendung.
Absolute Höhepunkte auf "Centurie" sind aber "Excalibur", das durch diverse Stimmungen mit sanften Flötenklängen und harten Gitarrensoli gleitet, sowie die jeweils über zehnminütigen Lieder "Czakramy" und "Pokuszenie", die erneut alle Register des Genres ziehen und jeden Progliebhaber leichte Schauer über den Rücken jagen werden. Die Lieder verweben stille Passagen, Melancholie, bombastische Augenblicke und exzellente Soli, die durchweg begeistern.

Den Abschluß bildet das wunderschöne "Nantalomba", das mit den ersten Takten Erinnerungen an das großartige Mellotronintro zu "Watcher of the skies" von Genesis weckt, danach aber eine ganz eigene Linie einschlägt mit Oboe, Akustikgitarre und bombastischen Keyboards.

Abraxas haben mit "Centurie" das ohnehin schon starke Debut noch übertroffen. IQ-Einflüsse sind immer noch vorhanden, wenn auch nur stellenweise, aber dies tut dem Genuß überhaupt keinen Abbruch, da Abraxas stets genug Eigenständigkeit entwickeln, so daß sich nie das Gefühl einstellt, einer *opie zuzuhören. Abraxas spielen definitiv in der höchsten Progliga mit und vielleicht auch aus diesem Wissen heraus wurde von "Centurie" neben der polnischen Version auch eine englischsprachige Variante veröffentlicht.

Doch ich würde jedem empfehlen, sich das polnische Original zuzulegen. Zwar klingt diese Sprache zuerst wohl etwas seltsam für westlich orientierte Ohren, aber der Ausdruck im Gesang von Adam Lassa ist im Original doch um einiges besser.

Wie auch immer: die Sprache sollte niemanden davon abhalten ein Meisterwerk des neueren Progrocks zu kaufen. Abraxas verdienen es, genauso beliebt und bekannt zu sein wie "Arena" oder "IQ". Anhänger des Neoprogs werden kaum etwas besseres finden.

14 Punkte

Thomas Otto
Meine Punktvergabe bedeutet: 10 - 11 ordentlich; 12 - 13 gutes Album; 14 - 15 sehr gut bis überrragend.
Müssen in Gefängnissen auch Fluchtwege aushängen?
His Majesty Coels
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hmc offline
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Betreff: Re: Abraxas - Centurie  -  Gepostet: 09.01.2010 - 13:08 Uhr  -  
Übersehen?
Meine Punktvergabe bedeutet: 10 - 11 ordentlich; 12 - 13 gutes Album; 14 - 15 sehr gut bis überrragend.
Müssen in Gefängnissen auch Fluchtwege aushängen?
His Majesty Coels
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