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Anyone's Daughter - Request. Document Live 1980-1983 Vol 1+2



hmc offline
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Betreff: Anyone's Daughter - Request. Document Live 1980-1983 Vol 1+2  -  Gepostet: 16.04.2008 - 13:02 Uhr  -  
Anyone's Daughter - Requested Document Live 1980-1983 Vol 1+2

2 (weiter unten)

(2001 - Bareth, Karpa, Konopik, Ulmer, Schmidt)

Label: Import (point music)


Anyone's Daughter wurden Mitte der 70er Jahre in Stuttgart gegründet. Ende der 70er Jahre gab es das erste Studioalbum, "Adonis", es folgten bis in die Mitte der 80er Jahre weitere Alben, ehe sich die Band auflöste.

Vor kurzem hat sich die Gruppe in geänderter Konstellation neu zusammengefunden, u.a. ist Sänger und Bassist Harald Bareth nicht mehr dabei.

Im Zuge von Anyone's Daughter II hat man 2001 tief in den Archiven gegraben und altes Livematerial aus den Jahren 1980-83 digital überarbeitet. Das Resultat gibt es hier auf der Doppel-CD zu hören.

Anyone's Daughter machten Progressive Rock in Deutschland zu einer Zeit, als es diese Musikrichtung eigentlich schon gar nicht mehr gab. Eindeutige Stilpaten sind Genesis, Keyboarder Matthias Ulmer tut sein bestes, sowie hier und da etwas Camel, was sich vor allem im Gitarrenspiel von Uwe Karpa bemerkbar macht. Ein ähnliches Konzept verfolgten Ende der 70er Jahre auch die deutschen Kollegen von Neuschwanstein, die aber nach dem Debut kaum noch etwas von sich hören ließen. Anyone's Daughter bewiesen mehr Atem - zu Recht auch.

Die Musik auf dem Doppelalbum wird jeden Progfan freuen, ausgedehnte instrumentale Passagen, symphonische Arrangements und natürlich überlange Stücke. Allein das Stück "Adonis" hat mehr als 27 Minuten Spieldauer. Die Klangqualität ist erstaunlich gut, zumal wenn man bedenkt, daß die Aufnahmen hier nie für eine Veröffentlichung vorgesehen waren.

Die Liveatmosphäre wurde ebenfalls gut eingefangen, so wurden die Ansagen von Harald Bareth beibehalten. Die CD beginnt daher auch mit einem freundlichen "Schönen guten Abend zusammen, nett, daß ihr gekommen seid" - was sehr zum Charme der Aufnahmen beiträgt. Zudem ist Bareths Gesang recht sympathisch.

Die erste CD ist übrigens komplett in Englisch gesungen. Anyone's Daughter änderten aber Anfang der 80er Jahre ein wenig das Konzept, und man sang von nun an nur noch in Deutsch, wie die damals schon im Abstieg begriffenen Kollegen von Novalis: "Sonnenzeichen - Feuerzeichen" als sehr romantisch-besinnlicher Beginn der zweiten CD trägt dem bereits deutlich Rechnung, so hätten Novalis vor ein paar Jahren damals vielleicht auch klingen können. Es wurde 1981 ebenfalls der Schlagzeuger ausgetauscht, so ist auf den frühen Aufnahmen noch Kono Konopik zu hören, danach haut Peter Schmidt in die Felle.

Die Songs auf der zweiten CD sind schon etwas kompakter geraten, symphonische Überflieger wie "Adonis" gibt es nicht mehr, dafür aber teils sehr lyrische, teils sehr rockige Songs mit komplexen Songstrukturen. Sogar ein wenig Alan Parsons Project ist dabei, das Instrumental "Carrara" folgt mit seinem Synthiebeat solchen Sachen wie "Hyper-Gamma-Spaces". Hauptwerk auf der zweiten CD ist gewiß "Tanz und Tod", das wieder alles für den Progrock Anhänger bietet.

Insgesamt betrachtet bietet das Livealbum einen beeindruckenden Querschnitt durch die Schaffensphase von Anyone's Daughter. Einer deutschen Progband, die sehr viel mehr Beachtung verdient. Wenn man bedenkt, daß die frühen Originalalben momentan nicht erhältlich sind (Neuveröffentlichungen sind aber wohl geplant), bietet das Livealbum die einzige Möglichkeit, in die Musik der Schwaben einzusteigen.

Anyone's Daughter sind ohne Zweifel ein echtes Juwel der frühen 80er Jahre, als Progrock totgesagt war und die Neue Deutsche Welle sich auf dem kurzlebigen Höhepunkt befand. Ich kann das Album unbedingt jedem empfehlen. Schwachstellen gibt es eigentlich keine, die Aufnahmequalität ist gut und man bekommt einmalige Livedokumente geboten, die es so auf den Studioalben, wenn sie denn bald kommen, auch nicht geben wird.
2003 folgte dann ein weiteres Livealbum aus den Archiven von Anyone's Daughter.

14/15 Punkte
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Requested Document Live 1980-1983 Vol.2
(2003 - Bareth, Karpa, Konopik, Ulmer, Schmidt)

Label: Inside Out (SPV) 2003

Tracks:
Disk: 1
1. Konsequenzen
2. Puppenspiel
3. Schwärzer als die Nacht
4. Neue Sterne
5. Lands end
6. Pegasus/Fellgewitter
7. Wieder weiter
8. Sundance of the haute provence
9. Nach diesem Tag
10. Anyone's daughter
11. Stampede
12. Another day like superman
13. Viel zu viel

Disk: 2
1. Between the rooms
2. Nichts für mich
3. Piktors Verwandlungen
4. Adonis I-IV
5. Pegasus/Drumatic
6. Schwärzer als die Nacht
7. Der Tod des Kaisers
8. Moria
9. La la
10. Hot Pot Potato

Zwei Jahre nach der Veröffentlichung des Vorgängeralbums gibt es nun noch mehr Material aus den Livearchiven der Gruppe. Die Originalquellen sind dabei die selben wie zuvor. Es gibt auch zwei Dopplungen: "Anyone's Daughter" und "Another Day Like Superman" sind schon auf Volume 1 zu finden, allerdings kann man hier die verschiedenen Versionen vergleichen. Das ist ok für Fans, aber vielleicht nicht wirklich interessant für jemanden, den mehr die Musik interessiert und bereits das andere Livealbum besitzt.

Ansonsten gilt das selbe wie vorher: Anyone's Daughter spielen interessanten Progrock, Einflüsse von Genesis und Camel sind vorhanden. Es gibt auch kompaktere, kürzere Stücke, die bereits dem veränderten Zeitgeist in den 80er Jahren Rechnung tragen. Die deutschen Texte sind teils lyrisch, teils romantisch. Nur manchmal werden die Lieder etwas banal, so wie das abschließende kleine Stück "Viel zu viel", das nicht mehr als gewöhnlicher Radiopop ist, aber immerhin noch gut anzuhören. Ein obligatorisches Schlagzeugsolo fehlt auf der CD natürlich auch nicht.

Eigentlicher Leckerbissen auf dem Album ist allerdings die DVD, die ein mehr als zweistündiges Konzert in Frankfurt aus dem Jahr 1981 dokumentiert. Leider ist die Bild- und Tonqualität eher bescheiden - wenn man die damalige Qualität der Videokameras bedenkt, kein Wunder. Der Mono-Ton schwankt leider hier und da, und das Bild ist nicht immer sehr scharf.

Das Eröffnungsstück des Konzertes ("Superman") fehlt ganz, weil es nicht mehr restauriert werden konnte. Ansonsten bietet die DVD Livedarbietungen von "Adonis", "Tanz und Tod" und vor allem das fast 40-minütige "Piktors Verwandlungen", bei dem die Band eine Geschichte von Hermann Hesse musikalisch nacherzählt, während Harald Bareth zwischendrin den Text vorliest. In diesen Momenten ist es Progrock in Reinkultur.

Interessant ist zu sehen, daß Bareth als Frontmann der Band eher zurückhaltend, beinahe etwas schüchtern agiert, aber dafür mit viel Herzlichkeit auftritt.

Insgesamt betrachtet ist Volume 2 der Requested Documents viel mehr etwas für Fans von Anyone's Daughter, die die Gruppe bereits von früher kennen, als Volume 1.

Die Band verdient, wie zuvor auch gesagt, auf jeden Fall Beachtung. Es ist bemerkenswert, welch guter Progrock in Deutschland auch in den frühen 80er Jahren noch gespielt wurde. Allerdings würde ich neugierig gewordenen zuerst Volume 1 empfehlen. Dort sind die musikalischen Highlights dichter gestreut.

Denn wer die Band gar nicht kennt und erst mal etwas in die Musik eintauchen will, wird vielleicht mit der DVD zuerst wenig anfangen können oder wollen. Und die Live-CD ist zwar ok, aber musikalisch kann sie nicht mit dem ersten Livedoppelalbum mithalten.

Deshalb würde ich Volume 2 jenen ans Herz legen, die Anyone's Daughter bereits kennen und allen anderen empfehlen, unbedingt in "Requested Document Live 1980-1983 - Volume 1" hineinzuhören. Wer dann Gefallen findet, wird wohl auch Spaß an diesem Album hier haben können. Bleibt auch zu hoffen, daß die EMI, die die Rechte an den ersten Studioalben hat, bald diese in restaurierter Fassung veröffentlichen wird.

Bis dahin sind die Requested Document Live - Alben von Anyone's Daughter ein überwiegend beeindruckendes Zeitzeugnis einer sehr talentierten Gruppe.

11/15 Punkte (die Musik auf der DVD 14 Punkte)

Thomas Otto
Meine Punktvergabe bedeutet: 10 - 11 ordentlich; 12 - 13 gutes Album; 14 - 15 sehr gut bis überrragend.
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His Majesty Coels
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Heavym offline
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Betreff: Re: Anyone's Daughter - Request. Document Live 1980-1983 Vol 1+2  -  Gepostet: 16.04.2008 - 13:20 Uhr  -  
die gruppe kenne leider nur vom Namen her.
hast aber mit deinem tollen Bericht meine intresse geweckt.
muss ich mir so schnell wie möglich besorgen.
";Hate was just a legend
And war was never known";
[font=Times New Roman]N.YOUNG[/font]
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Guestuser
 
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Betreff: Re: Anyone's Daughter - Request. Document Live 1980-1983 Vol 1+2  -  Gepostet: 16.04.2008 - 17:17 Uhr  -  
Zwei sehr feine Doppel CDs (bzw. eine auch mit einer DVD) mit tollen Liveaufnahmen. Stehen beide hier. Sehr empfehlenswert!
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hmc offline
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Betreff: Re: Anyone's Daughter - Request. Document Live 1980-1983 Vol 1+2  -  Gepostet: 25.10.2012 - 14:11 Uhr  -  
Sehr gute Alben sind es wert wieder hervor geholt zu werden.
Meine Punktvergabe bedeutet: 10 - 11 ordentlich; 12 - 13 gutes Album; 14 - 15 sehr gut bis überrragend.
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His Majesty Coels
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ForbiddenPlanet
 
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Betreff: Re: Anyone's Daughter - Request. Document Live 1980-1983 Vol 1+2  -  Gepostet: 25.10.2012 - 14:18 Uhr  -  
Jep, das sind sie!
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Tom Cody offline
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Betreff: Re: Anyone's Daughter - Request. Document Live 1980-1983 Vol 1+2  -  Gepostet: 24.06.2013 - 19:57 Uhr  -  
Finde diese Dokumente ganz okay, mehr aber auch nicht. Liegen hier auch im Regal. <_<
Dead End Street - The Place For Good Music !
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hmc offline
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Betreff: Re: Anyone's Daughter - Request. Document Live 1980-1983 Vol 1+2  -  Gepostet: 25.06.2013 - 07:54 Uhr  -  
Also, ich finde sie inzwischen noch besser, aber das ist ja wie immer reine Geschmackssache.
Meine Punktvergabe bedeutet: 10 - 11 ordentlich; 12 - 13 gutes Album; 14 - 15 sehr gut bis überrragend.
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His Majesty Coels
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