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Bela Fleck & the Flecktones - Live Art (1996)



nobbygard offline
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Betreff: Bela Fleck & the Flecktones - Live Art (1996)  -  Gepostet: 05.06.2008 - 17:34 Uhr  -  






Bela Fleck (*10.07.1958) gründete nach seiner Mitgliedschaft in der Gruppe New Grass Revival die Flecktones. Bezeichnend für seine gesamte Karriere ist die Kontinuität, alle Musiker denen er während der letzten 25 Jahre begegnete und mit denen er musizierte tauchen immer wieder auf, es kommen neue hinzu – neue Projekte, neue Genres, aber meistens ist es der Jazz, den er mit seiner Musik verknüpft. Der Jazz und noch so einiges mehr aus den Bereichen Weltmusik, Klassik, Blues und Rock sind es, die neben den manchmal (eher selten) noch nach Blue Grass klingenden Klängen des akustischen Banjos, die Musik der Flecktones so spannend machen. 10 CDs ( davon 1 Dreier und 1 Doppel CD) + 1 Auskoppelung aus der Dreier (10 from Little Worlds) und eine Best Of (Greatest Hits of the 20th Century) stellen die das derzeitige Ouevre der vielfach preisgekrönten Band dar. Bis auf die zuletzt genannten stehen sie inzwischen alle hier und ich werde sie nach und nach alle besprechen, vorher warte ich aber noch auf die Beantwortung von 5 Fragen, die ich Bela für den Musikzirkus stellen durfte Wie schwierig die Kategorisierung der Musik ist, mag auch an der Ratlosigkeit der Grammy-Juroren zu erkennen sein: Nominierungen und erfolgreiche Würdigungen in den Bereichen: Grammys in jazz, bluegrass, pop, country, spoken word, Christian, composition and world music categories (zitiert von http://www.flecktones.com/). Nach der Gründung 1989 wurde 1990 das erste Album unter dem Bandnamen „Bela Fleck & the Flecktones“ veröffentlicht. Die Besetzung war damals:

Bela Fleck – Banjos in verschiedenen Ausführungen (u.a. Banjitar – Sitarbanjo), Gitarre
Victor Lemonte Wooten – Bass
Howard Levy – keyboards und Harmonica
Futureman (alias Roy Wooten) – Synth Axe Drumitar, acoustic percussions, drums

Levy stieg 1993 aus, weil die Tourtätigkeit seine familiären Interessen schadete, er taucht aber mehr oder weniger regelmäßig als Sessionmusiker (auch. bei Victor's Soloprojekten) auf. Einige Zeit arbeitete man als Trio. 1997 wurde wieder ein vierter Mann engagiert und der ist immer noch dabei:

Jeff Coffin – saxes, flute, clarinet

Die CD Live Art ist kein Konzertmitschnitt, sondern eine Aneinanderreihung von Ausschnitten aus vielen Konzerten der Jahre 1992 – 1996, darum lesen sich die Lineups der einzelnen Titel sehr unterschiedlich und ich möchte hier nur einige der bekanntesten Namen auflisten: Paul McCandless (Oregon), Brandford Marsalis, Chick Corea, Edgar Meyer und Bruce Hornsby.

Die Doppel-CD enthält nach einem Intro 20 Titel:

CD 1: Intro
New South Africa – inspiriert durch die Zusammenarbeit mit südafrikanischen Musikern in 1995
Stomping Grounds – Geschrieben in Südkorea, enthält aber keinerlei Anklänge der dortigen Musik, Bela vermutet es wäre das Heimweh gewesen...
Lochs Of Dread – ein Stück aus der Bluegrass „Vergangenheit“, das die Flecktones seit 1988 live spielten, aber nie aufnahmen
Bigfoot – Ebenfalls aus der New Grass Revival Zeit, erzählt das Lied über die Abenteuer eines Bigfoot in der Tundra – Begegnungen mit eingeborenen Amerikanern einer Bigfootfrau und der „Exxon Valdezz“
Far East Medley – Ergebnis ausgedehnter Touren durch Asien – Basierend auf der Folklore der Äußeren Mongolei, den Phillippinen und Koreas
Flying Saucer Dudes – Ein „Kracher aus der Vergangenheit“ mit Branford Marsalis (ss) und Howard Levy (harm) und einem treibenden, hart angerissenen Bass
Ufo Tofu – Inspiriert durch den Steelguitarspieler Baby Gramps, der seit 1964 bis heute aktiv und populär ist und auch bereits mit den Flecktones tourte, flottes melodiöes Stück
Interlude Libation, The Water Ritual - - Solo Futureman auf seinem Synth-axe Drumitar
Vix 9 – Komponiert von Victor Wooten, hier in Triobesetzung mit Beal am electric synth banjo – sehr jazzig, Tempowechsel
The Message – sehr perkussiv, selbst Bass und Klavier wirken zeitweilig perkussiv, rapartiger Gesang von Victor Wooten unterbrochen von schönen Sequenzen mit Mandoline, Fiddle und Dobro, Edgar Meyer streicht einen „harten Bass“!

CD 2: Improv/Amazing Grace – Victor Wooten Bass Solo, man muss ihn gehört haben, bei YouTube gibt es einige Aufnahmen mit ihm als Solisten, die sehr zu empfehlen sind. Hier Improvisationen und Variationen über das bekannte Spiritual
Shubbee's Doobie – Akustische Hommage an einen der Lieblingssänger der Band (?), Victor Wooten am Cello, sein Bruder Roy bearbeitet Banjos und einen phillippinischen Mülleimer als Percussionsinstrumente – sehr schön
Oh Darling – Immer wieder taucht eine Beatleskomposition in der Tracklist auf, hier singt John Cowan, jazziges Intro
Blu Bop – betitelt nach der von Fans zugeordneten Bezeichnung für die Musik der Flecktones, so was wie eine Kombination aus Blue Grass und Bop.... Sehr treffend!
Sunset Road – Sehr melodiöses Stück, zu dem Bela inspiriert wurde als er aus dem Fenster des Tourbusses ein Straßenschild mit dem Namen Sunset Road sah
More Luv – Victor Wooten zeigt hier wieder als Komponist verantwortlich: Melodie mit Reggaeanklängen gesungen von Futureman, spannendes Duett zwischen Gesang und Saxophon
Early Reflections/Bach/Balad Of Jed Clampett – Bela Banjo solo, es gibt eine ganze CD von Bela mit klassischer Musik (Perpetual Motions), hier wird nur ein Stück von Bach intoniert, eingerahmt von einer Eigenkomposition und der Bearbeitung eines Traditionals, manchen mag vielleicht der Ton des akustischen Banjos abschrecken, ich glaube aber es ist die Erinnerung an die Musik für die das Banjo stand: Cowboyromantik und die Protestbewegung der 68er, wenn einer das Instrument aus seinem „Schattendasein“ befreien kann, dann kan man ihn HIER hören.
Cheeseballs In Cowtown – Blue Grass Klassiker aus Fleck's Feder, Flott und schön!
Sinister Minister – Der große „Hit“ der Tones, wie sie sich selbst kurz nennen, geschrieben, als Howard Levy seine alten Mitstreiter besuchte, um alten Zeiten „nach zu weinen“, ich habe inzwischen 8 oder 10 verschiedene Versionen gehört, jede klingt irgendwie anders, bedingt auch durch unterschiedliche Instrumentierung, hier mit Howard Levy an der Mundharmonica, schnelles Bass-Solo von Victa – Sieben und eine halbe Minute purer Spaß!
Flight Of The Cosmic Hippo – weiterer „Hit“ in einer unplugged Version, Paul McCandless Bassklarinette – wunderschön!

Im „Schlusswort“ der Band auf der CD sprechen sie im Besonderen davon wie das Publikum als Katalysator dient, um improvisatorisch die Musik in einer Weise zu verändern, die anders kaum erreichbar ist. Auf der Homepage http://www.flecktones.com gibt es Soundbeispiele zu allen CDs und weitere Informationen. Ich habe ja zum ersten Mal im letzten Jahr von Bela Fleck gehört und war erschüttert, wie so etwas an mir vorbei gegangen ist. Nun habe ich mit dem Wort Banjo noch nie Probleme gehabt, ich kann aber intellektuell verstehen, dass es bei manchen negative Reize auslöst. Als der Chef hier war habe ich mit ihm zusammen die DVD Bela Fleck & the Flecktones - Live At The Quick (auf YouTube gibt es alle Songs in Clips) gesehen und Horst war erstaunt, dass seine Assoziationen zu Banjo hier überhaupt nicht zutrafen und die Musik hat ihn begeistert – also: Macht Eure eigenen Erfahrungen! Auf http://www.archive.org/ finset Ihr 236 Konzert und ich kann Euch nur sagen, probiert mal welche aus verschiedenen Jahren. Ich habe bis jetzt 7 geladen und sie sind alle super in Qualität und natürlich kommt die Musik gut rüber. Wenn Ihr mal durch das kleine Fenster auf den Marktplatz geht, kann man vieles von den Tones preiswert erstehen – ab 3,43 €!

Viel Spaß

Nobby
:oops:
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hmc offline
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Betreff: Re: Bela Fleck & the Flecktones - Live Art (1996)  -  Gepostet: 05.06.2008 - 20:40 Uhr  -  
Quasi 'ne "Best of Live".
Das klingt gut, so kann jeder von uns drei, vier Euro über hat, deren musikalische Entwicklung verfolgen.
Klasse das es die Alben für wenig Geld zu ordern gibt.

@Nobbygard, was mich beeindruckt, ist die Völkerverbinde Einstellung von Bela & Co.
Da rockt der Tibeter/Chinese mit Indien usw. und gibt mir die Hoffnung zurück, dass wir doch alle irgendwie zusammen gehören.

Das ist die Macht der Musik.
Meine Punktvergabe bedeutet: 10 - 11 ordentlich; 12 - 13 gutes Album; 14 - 15 sehr gut bis überrragend.
Müssen in Gefängnissen auch Fluchtwege aushängen?
His Majesty Coels
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nobbygard offline
Toningenieur
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Betreff: Re: Bela Fleck & the Flecktones - Live Art (1996)  -  Gepostet: 06.06.2008 - 11:29 Uhr  -  
Es ist nicht diese, die so preiswert ist. Heute gibt es schon welch ab 2,26 und die Live At The Quick (CD - nicht die DVD) gibt es auch für'n Appel und'n Ei!

Greift zu!

Nobby
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