Gary Clark Jr. Live / North America 2016

Doch kein Fehlkauf

 
DJ
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Gary Clark Jr. Live / North America 2016

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Gepostet: 03.03.2018 - 19:30 Uhr  ·  #1


Die Stücke:
1 Grinder
2 The Healing
3 Our Love
4 Cold Blooded
5 When My Train Pulls In
6 Down to Ride
7 You Saved Me
8 Shake (feat. Leon Bridges with Jeff Dazey)
9 Church
10 Honest I Do
11 My Baby's Gone
12 Numb

Die Band:
Gary Clark Jr. – Vocals, Guitars, Harmonica
King Zapata – Guitars
Johnny Bradley – Bass, BG Vocals
Johnny Radelat – Drums, BG Vocals

Der Käufer:
radiot

Die versprochene Bewertung:
Vorab, die anderen CDs von Gary Clark Jr. habe ich nicht, weil sie mir nicht gefallen. Mein Einstieg war diese hier,



und die kann und will ich rundherum empfehlen.
Von den anderen habe ich keine. Nach der DCD „Live“ war für sie kein Platz in meinem Herzen.

Nicht im Bestand:
2012 – Blak and Blu – Warner Bros.
2015 – The Story of Sonny Boy Slim – Warner Bros.

Es gibt freilich noch irgendwelche EPs, aber von denen rede ich nicht.

Die DCD „Live“ von 2014 gefiel mir sehr gut, also sollte auch „Live / North America 2016“ ins Regal. Vor allem, weil sie auch überschwänglich, fast geradezu mit Superlativen versehen, gehypt wurde. Bekannt ist, dass ich bei CD Preisen unter 10€ schwach werde bei Neuerscheinungen. Also wurde ich schwach. Gekauft wurde die Clark CD übrigens zusammen mit Mogwais „Every Country’s Sun“, was sich ungefähr rein musikalisch wie Nord- und Südpol zueinander verhält.

Beide CDs waren anfangs enttäuschend für mich. Clarks CD fängt gut an, aber schon ab Titel 3 „Our Love“ singt er mit hoher Stimme, was er nicht kann und tunlichst sein lassen sollte. Aber die Fachpresse und die, die es besser wissen müssen, rein beruflich, loben seine Soulstimme. Diese geht mir allerdings sonst wo vorbei, da ich im Zusammenhang mit Blues (oder was ich dafür halte) und wenn ich vom Interpreten eine bessere Platte mit besserem Gesang kenne, Ausflüge männlicher Sänger in für sie zu hohe Stimmlagen, die sie eben rein körperlich nicht beherrschen können, ganz einfach nicht mag. Dies ist rein subjektiv, aber so ist es nun mal. Zum Glück, zu meinem Glück rettet er das Stück mit einer schönen Gitarreneinlage.

gary clark jr. - our love

Andere, auch auf der DCD „Live“ von 2014 dargebotenen Stücke wie „When my train pulls in“ oder „Numb“ kommen auf dieser CD hier nicht so kraftvoll und „raw“ daher. Aber so ist es mit Live- Aufnahmen von Sanges- und Guitarrenkünstlern, es geht ihnen genauso wie ihren Hörern, nicht jeden Tag sind sie in Bestform.

Bluesforscher werden auf der vorliegenden CD noch mit zwei Stücken bedacht, die aus der Feder von Jimmy Reed (Honest I Do) und Elmor James (My Baby’s Gone) stammen.

Am Ende, und da bin ich jetzt, versöhnte sich die CD mit mir und ich mit ihr. Wer sie billig erstehen kann sollte zugreifen, sofern er das Genre mag. Als absoluten Fehlkauf kann ich sie nicht eintragen.

radiot grüßt! 8)
Proggy
 
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Re: Gary Clark Jr. Live / North America 2016

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Gepostet: 03.03.2018 - 19:41 Uhr  ·  #2
Na bitte radiot,
taugst ja doch zu irgendwas! Und wenn es nur zur einer allerliebsten Rezension reicht!
Der Clark steht hier auch, weißt ja noch warum?!
Wie immer gut gehändelt und dieser Blues ist nun wahrlich nicht jedem seine Sache!
"Blues and Trouble going Hand in Hand" oder so ähnlich!

LG aus dem Harz
DJ
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Re: Gary Clark Jr. Live / North America 2016

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Gepostet: 03.03.2018 - 19:53 Uhr  ·  #3
Danke, Tannhäuser!

Und richtig: "Ein Taucher der nich taucht, taucht nix." (Konfuzius)

radiot grüßt! 8)
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