Alphonse Mouzon

Superdrumming!

 
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Alphonse Mouzon

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Gepostet: 27.10.2006 - 09:58 Uhr  ·  #1
Alphonse Mouzon

Der am 21.11.1948 geborene Mouzon erlernte das Schlagzeugspiel an der „High School“.

Berufsmäßig unentschlossen, half ihm die Zeit in den 70ern als Sessiondrummer auf Produktionen von Tim Hardin, Norman Connors und anderen sowie die Mitarbeit bei Jazzgrößen wie Weather Report(Debütalbum), Gil Evans, McCoy Tyner u.a. den tugendhaften Pfad der Musik einzuschlagen.


Mouzon genoß damals den Ruf eines ernsthaften Konkurrenten für Billy Cobham.

Und das war er auch. Spielte Cobham damals „federnder und eleganter“, war Mouzon das schiere Energiebündel mit enormen Ausdruck und einer echten Bühnenpräsenz.

Bereits damals erschienen dann die ersten Soloalben auf BLUE NOTE, „The essence of mystery“(1972) und „Funky Snakefoot“ (1973).

Einen höheren Bekanntheitsgrad erlangte er jedoch dann in seiner Zusammenarbeit mit Larry Coryell in der Band „The Eleventh House“. Hier wurden einige erfolgreiche Alben veröffentlicht.

Eigentlich endet hier bereits die Vorstellung, denn danach kam es zu keinen weiteren „besonderen Vorkommnissen“.

Neben weiteren Soloveröffentlichungen, zuletzt mir bekannt „Live in Hollywood“ (2001) widmete er sich unter anderem einer weiteren Passion, dem Schauspielen, u.a. trat er auch in dem Film „That thing you do!“ mit Tom Hanks auf.

Desweiteren gab es viel Studioarbeit mit namhaften Künstlern aus dem Pop- und Jazzbereich.

Leider ist Mouzon musikalisch nicht mehr in dem Maße, wie er es in den 70ern war, in Erscheinung getreten. Viel discoinfizierte Musik und flache Fusion erblickten da das Licht der Welt, nichts, daß erwähnenswert wäre, außer vielleicht „Back to Jazz“ aus 1985.

Neben den oben genannten Scheiben empfehlen sich die von mir auch vorgestellte „Mind transplant“(1974) und „Virtue“ , aus 1976, für MPS eingespielt, ein wirklich hervorragendes Album, u.a. mit Gary Bartz.. Ein weiteres MPS-Album, „In search of a dream“ folgte 1978(auch sehr gut), und eine nicht so berühmte Ko-Operation mit Coryell und „Back together again“, aus 1977.

Schade, ich würde gern noch wieder einmal etwas von diesem Superdrummer hören.

Wolfgang
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hmc
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Re: Alphonse Mouzon

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Gepostet: 28.10.2006 - 13:55 Uhr  ·  #2
Hat er nicht auch teilweise die "seichtere" Schiene gefahren?
Ich glauber erinnern zu können, etwas in Richtung Fusion mit einer starken Prise Easy Listening gehört zu haben.

War oder ist aber auch gut, kein Wunder bei seinem Können.

Gibt es ein Bio vom ihm im Netz?,
dann muss ich zeitgestresster Mensch nicht lange suchen.
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Re: Alphonse Mouzon

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Gepostet: 28.10.2006 - 14:45 Uhr  ·  #3
Zitat geschrieben von firebyrd

Viel discoinfizierte Musik und flache Fusion erblickten da das Licht der Welt, nichts, daß erwähnenswert wäre, außer vielleicht „Back to Jazz“ aus 1985.


Lieber HMC - wann lernst du endlich mal die Beiträge zu lesen bevor du postest ??

Jerry
hmc
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Re: Alphonse Mouzon

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Gepostet: 28.10.2006 - 15:42 Uhr  ·  #4
Sorry, fliege nur so duch die entgangenen Beiträge.

Aber!!! ich hatte recht. :troete:
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Re: Alphonse Mouzon

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Gepostet: 28.10.2006 - 16:09 Uhr  ·  #5
Alter Luftikus ! Aber ja, du hattest recht.

Jerry
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Re: Alphonse Mouzon

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Gepostet: 28.10.2006 - 19:12 Uhr  ·  #6
Zitat geschrieben von hmc
Hat er nicht auch teilweise die "seichtere" Schiene gefahren?
Ich glauber erinnern zu können, etwas in Richtung Fusion mit einer starken Prise Easy Listening gehört zu haben.

War oder ist aber auch gut, kein Wunder bei seinem Können.

Gibt es ein Bio vom ihm im Netz?,
dann muss ich zeitgestresster Mensch nicht lange suchen.


Armer streßvoller hmc:

Hier z.B. eine Bio zum Überfliegen:

http://www.tenaciousrecords.com/bio.html

Wolfgang 😉
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Re: Alphonse Mouzon

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Gepostet: 06.03.2015 - 18:50 Uhr  ·  #7
Hoch damit.
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Re: Alphonse Mouzon

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Gepostet: 08.03.2015 - 10:55 Uhr  ·  #8
danke für die Vorstellung
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Re: Alphonse Mouzon

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Gepostet: 09.03.2015 - 08:03 Uhr  ·  #9
Interessannte Story. Vom Namen her ist er mir bekannt.
hmc
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Re: Alphonse Mouzon

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Gepostet: 13.03.2015 - 11:08 Uhr  ·  #10
Das steht in meiner Datenbank und bezieht sich auf das Album "Mind Transplant".

Pflicht-Kauf für jeden, der Tommy Bolin auch schon auf Billy Cobham's "Spectrum" gehört hat.
Auch alle anderen mitwirkenden Musiker spielen einen superstarken Sound !
"Golden Rainbows" ist mein persönlicher Hit; ein ewig zeitloser Klassiker !

Nachtrag: Meine Rezension bezieht sich natürlich auf die Erstausgabe, die 1993 bei dem Label "RPM" erschienen ist (Katalog-Nr.: RPM 116). Denn die "RPM"-Album-Version hat den Bonus-Track "The Real Thing" (20 Min.!). Eine geniale Mouzon-Jam-Session mit Tommy Bolin !
DJ
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Re: Alphonse Mouzon

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Gepostet: 14.03.2015 - 12:15 Uhr  ·  #11
Den "...Niki Lauda der Perkussionsgeschwindigkeit" (Jazz Podium 1977) gibt es bei mir nur zusammen mit dem Gil Evans Orchestra ("Blues In Orbit", ENJA, Aufnahmen von 1969 & 1971), Joachim Kühn ("Hip Elegy", MPS, 1976, die Platte ist aber glaub ich völlig schräg, muss ich mal wieder auflegen) und zusammen mit Albert Mangelsdorff und Jaco Pastorius auf "Trilogue" (MPS, 1977, Live Berliner Jazztage 1976, da geht die Post ab!).
Die rockigen Sachen von ihm oder seine Platten als Leader fanden nicht so mein Gehör; Mouzon war wohl als Sideman immer besser denn als Leader. Da erinnert er mich an Cobham oder Williams, die mir als Sideman immer besser gefielen bzw. wenn sie sich als Drummer nicht so in den Vordergrund stellten. Kompositionen waren/sind nicht ihre Stärken gewesen, finde ich.

radiot grüßt! 8)
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