Ani Di Franco - Binary

...ich empfehle dringend mehrere Hördurchgänge, weil sich dann wirklich diese Atmosphäre gnadenlos einbohrt!

 
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Ani Di Franco - Binary

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Gepostet: 14.06.2017 - 19:38 Uhr  ·  #1
Ani Di Franco - Binary

Ani Di Franco wurde am 23. September 1970 geboren ist seit 1989 mit Veröffentlichungen im Geschäft. Stilistisch wäre sie sicher grundsätzlich im Bereich Singer/Songwriter einzuordnen, doch fanden sich stets Hinwendungen zur Independent-Musik-Szene als auch zum Folk und gelegentlichen Ausflügen in funkigen R&B und auch zum Punk. Auch politisch ist sie schon lange aktiv, auch in der aktuellen Bewegung gegen Donald Trump. Als Vorbild nennt sie selbst auch den Aktivisten Pete Seeger.

Binary ist das zwanzigste Studio-Album und es überrascht mit ungewöhnlicher Stimmung.
Ausgekoppelt wurden zunächst “Play God“ und “Deferred Gratification“, letzteres als Tribut an den Ex-Präsidenten Barrack Obama. Überhaupt sollen die Songs die aktuelle politische Situation in den USA beschreiben. Musikalisch ist dieses sehr vielseitig verpackt und überrascht von Beginn an.
Stampfende Rhythmen, mystisch anmutender Background-Gesang, fast im Rap verorteter Solo-Gesang, gekoppelt mit einer Spur Funk, das reißt irgendwie mit, ob man will oder nicht. Dafür ist “Pacifist’s Lament“ mit seinen Bläserarrangements ganz anders, ganz federnd zieht sich der Song über die Runden, sehr eindringlich wird die Geschichte erzählt, mit einfühlsamen Gesang.

“Zizzing“ ist ein ungewöhnlicher Song mit mitunter gospelartigen Gesangseinlagen, flirrender Violine und schleppenden und eindringlichen Rhythmus, “Play God“ funkt gnadenlos und ganz cool, mit absolut erdigem Sound, als würden sich Groove-Monster aus den Sümpfen Louisianas erheben.
Und so geht es Schlag auf Schlag, magische Momente wechseln mit eher konventionellen Songs, aber Oberwasser haben klar die ungewöhnlichen Inszenierungen, “Evenmore“ zum Beispiel oder “Sasquatch“. Wie auch immer, vorwiegend reagiert das Ungewöhnliche, Musik, die sich nicht sofort und unmittelbar erschließt, ich empfehle dringend mehrere Hördurchgänge, weil sich dann wirklich diese Atmosphäre gnadenlos einbohrt!


Ani DiFranco (vocals; guitar; mellotron - #2, 7, 11; orchestron - #4, 7, 10; guitar synth -#10)
Todd Sickafoose (bass - #1, 3, 5, 6, 8, 9, 10, 11; celeste -#2; keyboards - #2, 6, 8; shaker -#2; vibraphone - #3, 6; Wurlitzer –#5; bells - #7; prepared piano - #9)
Terence Higgins (drums; congas - #7; pandiero - #10)
Ivan Neville (organ - #1, 4, 10; Clavinet -1#; bass - #2, 4, 7; piano - #2, 4, 7, 9; Rhodes - #2; Wurlitzer - #10)
Jenny Scheinman (violin - #3, 5, 6, 8, 10, 11; backing vocals - #6)
Maceo Parker (alto saxophone - #1)
Skerik (tenor and baritone saxophones - #1; saxophones - #4)
Alonzo Bowens (clarinet - #2, 7, 11)
Bobby Campo (trumpet - #2, 7, 11)
Mark Mullins (trombone -#2, 7, 11)
Justin Vernon (backing vocals -#3)
Petah Napolitano (backing vocals -#7)
Gail Ann Dorsey (backing vocals - #10)

1 Binary
2 Pacifist's Lament
3 Zizzing
4 Play God
5 Alrighty
6 Telepatic
7 Evenmore
8 Spider
9 Sasquatch
10 Terrifying Sight
11 Deferred Gratification

http://anidifranco.com/

Toningenieur
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Re: Ani Di Franco - Binary

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Gepostet: 22.06.2017 - 21:03 Uhr  ·  #2
danke für die Vorstellung, erinnert mich ein wenig an Carly Thomas.
DJ
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Re: Ani Di Franco - Binary

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Gepostet: 23.06.2017 - 19:27 Uhr  ·  #3
Mit der Dame wollte ich mich schon länger mal beschäftigen, Musik kenn ich bislang kaum von ihr. Danke für die Vorstellung und die erinnerung.
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